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Warum Lloyds Banking Group im Falle eines Brexit ein schlechtes Investment wäre

Quelle: http://www.lloydsbankinggroup.com

Es ist eine Debatte, die die konservative Partei voraussichtlich auseinandernehmen wird, falls einige der Berichte wahr sind. Obwohl es weniger als einen Monat hin ist, bis die Britten zu den Wahlen gehen, kann man noch um alles spielen:

Sollte ich bleiben oder sollte ich gehen?

Als ein Investor bin ich weniger über die politischen Angelegenheiten besorgt, die von beiden Seiten in den Ring geworfen werden, da ich dies für die alltägliche Norm in der britischen Politik halte, bei der sich nur das Thema immer mal wieder ändert.

Ich bin mehr darauf fokussiert, welchen Einfluss jegliches Ergebnis auf mein Investment haben könnte. Ich sollte von Beginn an sagen, dass ich nicht alle meine Investments verkauft habe, mit der Aussicht sie nach dem 23. Juni wieder zu kaufen. Das könnte ziemlich dumm enden. Aber ich bin derzeit skeptisch gegenüber einigen Aktien, die auf wirtschaftliche Änderungen sensibel reagieren und die im Falle einer Austritts-Befürwortung stark an Wert einbüßen – oder sogar schlimmer, wenn man die Angst vor dem Einfluss, den ein Brexit auf die gesamte Wirtschaft haben könnte, bedenkt.

Ich bin weder ein Wirtschaftswissenschaftler, noch werde ich meine Meinung dazu äußern, für welchen Weg ich abstimmen werde, oder die Leser zu einem bestimmten Weg überreden. In meinen Augen sollte die Entscheidung mit all den vorhandenen Informationen gemacht werden. Es gibt keinen Mangel an Ansichten, egal wo auch immer du hinblickst und obwohl es auch einige gibt, die einer Überprüfung nicht standhalten, gibt es aus meiner Perspektive Ansichten anerkannter Organisationen auf beiden Seiten der Debatte, die weiterhin bedacht werden sollten.

Und was ist, wenn?

Eine der einschlägigsten Warnungen kam am Montag vom Finanzministerium, welches bei einem Austritt aus der EU an eine jahrelange Rezession für Großbritannien glaubt, die einen Verlust von bis zu 820.000 Arbeitsplätzen innerhalb von 2 Jahren bedeuten könnte. Als Antwort darauf stellte Boris Johnson diese Studie als „Propaganda“ für die Verbleib-Seite dar.

Falls wir für einen Austritt abstimmen und die Rezession kommen sollte, würde ich meinen, dass es insbesondere inländisch-fokussierte Banken wie Lloyds  (WKN:871784) schlecht gehen wird.

Wie wir wissen, spielt Lloyds eine große Rolle in der britischen Wirtschaft. So wie wir es seit der Finanzkrise, als auch nach der fast fatalen Akquisition von HBOS, bezeugen konnten, hat sich die Bank selbst wieder auf stabile Füßen gestellt, zurück zum Wachstum, und sie zahlen sogar Dividende, welche Erwartungen zufolge schnell wachsen wird.

Aber was ist, wenn die gefürchtete Rezession kommt? Mit den Schuldenlevel der Konsumenten, die beinahe so hoch sind, wie die vor der Finanzkrise, und rekordhohen Mietpreisen (die teilweise von ultra-niedrigen Leitzinsen und ziemlich einfachen Kreditzugang getrieben werden), kann ich erkennen, dass Lloyds dazu gezwungen ist, höhere Rückstellungen für uneinbringliche Schulden zu haben, und zusätzlich noch den Wert der Hypotheken in ihren Schuldenbüchern aufnehmen muss, da einige Kunden Schwierigkeiten haben könnten, ihre Kredite zu bedienen, falls die Wirtschaft einbrechen sollte.

Das Chart von Mr. Market scheint vorauszusagen, dass die Öffentlichkeit sich für einen Verbleib im Euroraum entscheiden wird, basierend auf der starken Entwicklung der Aktien während der letzten paar Handelstage.

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Abgesehen von der starken Entwicklung wird die Aktie immer noch um ein einstelliges, vorhergesagtes KGV gehandelt und sie ist laut Stockopedia darauf eingestellt, über 6 % Rendite zu erzielen. Und während es eventuell volatil vorangeht, erst recht wenn die Umfragen falsch liegen, sind die Aktien für diejenigen mit einem langfristigen Horizont, es dennoch wert, weitere Recherche zu betreiben.

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The Motley Fool UK besitzt keine der genannten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Dave Sullivan auf Englisch verfasst und wurde am 26.05.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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