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Under Armour wärmt sich gerade für China auf

Foto: Pixabay, farioff

Was die bullischen Investoren an Under Armour (WKN:A0HL4V) wohl am meisten anzieht, ist der unglaubliche Lauf, den das Unternehmen auf den internationalen Märkten hat. Allein im letzten Quartal stiegen die internationalen Umsätze um gigantische 56 % im Jahresvergleich und konnten damit das Wachstum des Gesamtjahres von 30 % noch locker übertrumpfen.

Aber trotz dieser beeindruckenden Performance macht das internationale Geschäft nur 14 % der Gesamtumsätze von 1,05 Milliarden US-Dollar im letzten Quartal aus. Im Vergleich dazu betrugen die Umsätze von Nike (WKN:866993) 7,57 Milliarden US-Dollar im selben Zeitraum, wobei etwa 51 % aus dem internationalen Geschäft kamen. Daher hoffen die Investoren von Under Armour natürlich von diesem offensichtlich großen Potenzial zu profitieren.

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Dabei ist im Moment kein anderes Land wichtiger für die internationalen Ambitionen von Under Armour als China, wo laut CEO Kevin Plank im letzten Quartal mehr verdient wurde als im gesamten Steuerjahr 2014 im Reich der Mitte. Während der letzten Telefonkonferenz im April meinte CFO Chip Molloy, dass sich die Umsätze aus China im letzten Quartal im Jahresvergleich fast verdreifacht hätten. Damit ist China der größte internationale Markt in Bezug auf die Umsätze. Im Vergleich dazu konnte Nike im selben Quartal ein respektables Wachstum von 23 % in China erzielen.

Wie es aussieht, sind sich viele chinesische Kunden der Wurzeln von Under Armour als Sportbekleidungsunternehmen nicht bewusst, da sich das Unternehmen stattdessen darauf konzentriert, sich als Sportschuhfirma zu etablieren und das trotz der scharfen Konkurrenz vor Ort. Viel von dem aktuellen Erfolg von UA in China kann man auf die Entscheidung zurückführen, den von UA gesponsorten Sportler Stephen Curry nach China zu bringen.

Da Curry dieses Jahr eine rekordverdächtige Saison in der NBA gespielt hat, war der Curry-Two-Basketballschuh auch sehr beliebt – auf der Liste der bestverkauften Artikel online belegte er auch den ersten Platz. Somit hat die Sparte Schuhe auch fast ein Drittel der Gesamtumsätze von UA in China erreicht. Im Rest der Welt waren es weniger als 20 %. Nike dagegen hat im letzten Quartal mehr als 73 % seiner Umsätze in China mit Sportschuhen verdient.

STEPHEN CURRY HILFT DIE MARKENBEKANNTHEIT VON UNDER ARMOUR IN CHINA ZU ERHÖHEN. BILDQUELLE: UNDER ARMOUR, INC.

STEPHEN CURRY HILFT DIE MARKENBEKANNTHEIT VON UNDER ARMOUR IN CHINA ZU ERHÖHEN. BILDQUELLE: UNDER ARMOUR, INC.

Daher sollte es keine Überraschung sein, dass das Management von Under Armour vor Kurzem erst bestätigt hat, man wäre bereit, später in diesem Jahr nochmal mit Stephen Curry nach China und Südostasien zu fliegen, um die Markenbekanntheit und das Engagement der Kunden zu stärken.

Zusätzlich sollten wir nicht vergessen, dass UA beim letzten jährlichen Investorentreffen im September weniger als 100 Läden in China hatte. Daher plant man weitere 120 eigene und von Partnern geführte Läden in der Region China bis Ende 2016 zu eröffnen. Plank erinnerte die Investoren letztes Jahr daran, dass die beiden Hauptkonkurrenten von Under Armour – damit sind natürlich Nike und Adidas (WKN:A1EWWW) gemeint – schon 8.000 bis 9.000 Läden in China haben.

Aber das soll nicht heißen, dass Under Armour da auch mitziehen muss. Dank der wachsenden Bedeutung der digitalen Plattform des Unternehmens kann der Umsatz auch online in diesem sich schnell ändernden Markt angetrieben werden. Plank sprach auch von einem vernünftigeren langfristigen Ziel für Under Armour in China, nämlich 1.000 bis 1.500 Läden dort zu betreiben. Das untere Ende würde schon die Zahl der Läden fast verfünffachen, die UA bis Ende des Jahres dort betreiben möchte. „Ohne Frage”, fügt Plank hinzu, „brauchen wir hier eine physische Präsenz der Marke.”

Natürlich wird es noch mehrere Jahre dauern, bis dieses Ziel erreicht ist. Aber wenn nach dem unglaublichen Wachstum bisher eines klar ist, dann, dass Under Armour gerade erst am Anfang steht.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Nike und Under Armour (A Shares). The Motley Fool besitzt Under Armour (C Shares).

Dieser Artikel wurde von Steve Symington auf Englisch verfasst und wurde am 25.05.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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