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Der Ölpreis wird vielleicht bis auf 80 US-Dollar steigen und so kannst du mitspielen

Nach einer fast kontinuierlichen Rally bis fast 50 US-Dollar pro Barrel hat sich die Stimmung im Ölmarkt sehr bullisch entwickelt und eine ganze Reihe von neuen Daten unterstützt diese These. Die EIA bekräftigte die ziemlich starken Nachfragezahlen von 1,2 Millionen Barrel pro Tag, was laut der EIA auch zu höherer Nachfrage führen könnte.

Die EIA erhöhte auch seine Nachfrageprognose für Rohöl und andere flüssige Brennstoffe um 300.000 Barrel pro Tag auf 1,4 Millionen Barrel pro Tag. Das sind ermutigende Zahlen und die aktuellen Daten der EIA zeigen auch, dass sich der Markt langsam wieder ausbalanciert. Das Plus beim Petroleum und anderen flüssigen Brennstoffen fiel im April von 2,7 Millionen Barrel pro Tag auf 570.000.

Da die Produktion in den USA immer weiter abnimmt, scheint es so als würden die Ölpreise endlich wieder steigen. Aber heißt das auch, dass man jetzt kaufen sollte? Nicht notwendigerweise. Der Ölpreis wird noch weiter steigen, aber nicht geradlinig und er wird kurzfristig auch wieder unter Druck geraten. Das könnte eine Möglichkeit sein, um hochwertige Unternehmen günstig zu kaufen.

Warum die Ölpreise weiter steigen

Langfristig gesehen (ein oder zwei Jahre) wird Öl aus ein paar wichtigen Gründen wieder steigen. Ein aktueller Bericht von Rystad Energy gab an, dass die Erschließungen weltweit 2015 auf den niedrigsten Stand in 63 Jahren gefallen waren. Das liegt daran, weil die Investitionsausgaben im letzten Jahr verglichen mit dem Niveau von 2013 um 45 % gefallen waren. Das große Problem ist, dass es in vielen Regionen Jahre braucht, um eine Quelle anzuzapfen, nachdem sie entdeckt wurde.

Tatsache ist, dass die Nachfrage nach Öl bis 2020 um über 1 Million Barrel pro Tag steigen wird. Das bedeutet, dass noch deutlich mehr gebraucht wird. Zusätzlich fällt die weltweite Ölproduktion auf konventionellen Ölfeldern um 4,5 % jährlich und bei anderen Ölquellen wie Schieferöl fällt die Produktion in vielen Fällen sogar um 50 %.

Weniger Kapital bedeutet, dass Investitionen, die jetzt getätigt werden müssten, um mit dem Wachstum bei der Nachfrage mitzuhalten, nicht getätigt werden. Quellen wie die in den USA werden vielleicht nicht in der Lage sein, schnell genug zu reagieren, da sie Bilanzprobleme und oft keinen Zugang zu neuem Kapital haben.

Aber wie hoch könnte der Ölpreis steigen? Laut einem aktuellen Artikel von Art Berman brauchen die meisten Ölproduzenten weltweit einen Preis von 70-80 US-Dollar um kostendeckend arbeiten zu können. Das bedeutet, die Ölpreise werden so weit steigen müssen, um Nachschub sicherzustellen.

Kurzfristige Preisschwächen

Dieser Anstieg wird aber nicht geradlinig ablaufen und wir werden auch wieder Perioden erleben, in denen es abwärts geht oder der Preis seitwärts verläuft. Kurzfristig gibt es mehrere Probleme, die den Preis wieder nach unten drücken könnten. Da wir jetzt bei fast 50 US-Dollar sind, erreicht der Preis gerade ein Niveau, wo sich der Rückgang in der amerikanischen Produktion verlangsamen könnte und neue Bohranlagen aufgestellt werden können.

Da die Produktionskosten fallen und die Preise steigen, könnten die amerikanischen Produzenten auch wieder investieren, was den Ölpreis kurzfristig wieder unter Druck setzen könnte. Zusätzlich könnten im Juli die Leitzinsen in den USA erhöht werden. Das würde zu einem stärkeren Dollar führen, was wiederum den Ölpreis unter Druck setzen könnte.

Diese Faktoren könnten zu einem kurzfristigen Rückgang und zu guten Kaufgelegenheiten führen.

In hochwertige Unternehmen investieren

Die Investoren sollten auf einen Rücksetzer bei Namen wie Crescent Point Energy (WKN:A0NDGG) warten. Crescent Point wird als einer der besten in diesem Bereich gesehen, da sich in seinem großen Portfolio einige der günstigsten und profitabelsten Öloperationen in Nordamerika befinden.

Crescent Point konnte die Kosten extrem reduzieren und erreichte eine Kostensenkung von 30 % im letzten Jahr und 4 % bisher in diesem Jahr. Das stellt laut der Bank of Nova Scotia eine der größten Kostensenkungen in dieser Industrie dar.

Und diese Kürzungen wurden vorgenommen als das Unternehmen seine Produktion erhöhte. Crescent Point erwartet ein solides Produktionswachstum dieses Jahr.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von  Adam Mancini auf Englisch verfasst und wurde am 25.05.2016 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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