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Ist Gold DAS Investment für 2016?

Foto: Pixabay, istara

Auf einmal wollen alle Gold. Dieses Edelmetall hat etwas an sich, das tief in der menschlichen Psychologie verwurzelt ist. Daher braucht es auch nicht viele Gründe, um den „Goldrausch” wieder anzufachen.

Ein Goldenes Jahr

George Soros hat auch etwas Besonderes an sich. Das ist immerhin der Mann, der 1992 die Bank von England überfallen hat und ein Vermögen von geschätzten 24 Milliarden US-Dollar sein eigen nennt. Daher genießen seine Aussagen immer die Aufmerksamkeit der Investoren. Soros kaufte vor Kurzem bullishe Optionen auf 1,05 Millionen Aktien im SPDR Gold Trust, der den Goldpreis abbildet. Darüber hinaus hat er sich mit 264 Millionen US-Dollar bei Barrick Gold eingekauft. Aber warum auf einmal all der Terz?

Gold wird als die ultimative sichere Investition gesehen und der Ausverkauf an der Börse im Januar treibt viele Investoren unweigerlich in genau diese Richtung. Das abnehmende Vertrauen in Fiat-Währungen spielt hier auch eine Rolle, da verschiedene Länder auf der ganzen Welt ihre Währungen im Wettstreit abwerten, um ihre kränkelnde Wirtschaft zu unterstützen. Dasselbe geschieht mit dem schwachen US-Dollar, da Gold in Dollar gehandelt wird. In Großbritannien gewinnt es an Reiz, weil die Unsicherheit um das Brexit-Referendum umgeht.

Goldrausch

Der Goldpreis ist dieses Jahr um fast 18 % gestiegen, von 1.060 US-Dollar auf 1.248 US-Dollar. Der UBS Solactive Pure Gold Miners ETF, der die Performance von mehreren Goldminenunternehmen abbildet, ist um 102 % gestiegen, während alle fünf ETFs, die den Goldunternehmen folgen, laut dem Broker AJ Bell um mindestens 75 % gestiegen sind. Stockbroker TD Direct Investing sieht einen Anstieg um 24 % bei den Kunden, die in diesen Rohstoff investieren und sagt, dass Blackrock Gold & General, was zuvor nur eine Randerscheinung war, inzwischen der drittbestverkaufte Fonds von allen ist.

Da sich die Ängste um die Wirtschaft erhöhen, das politische Zentrum schwach ist und Donald Trump auf die Bühne tritt, ist die wachsende Beliebtheit von Gold verständlich. Einige Experten meinen, die Investoren sollten 5 % bis 10 % ihres Portfolios in Gold halten, um zu diversifizieren und um ihr Vermögen auszubalancieren. Das ergibt Sinn, obwohl ich das niemals gemacht habe.
Alles, was glänzt…

Wenn du in Versuchung bis, mit Gold zu spekulieren, dann solltest du dir dessen aber genau bewusst sein. Denn es ist Spekulation. Für einen angeblich sicheren Hafen kann der Goldpreis schockierend volatil sein. Anstatt Werte stabil zu speichern, ist Gold eher eine Wette auf die Veränderungen der Stimmung unter den Investoren. Der Preis steigt, wenn die Investoren Angst haben und fällt, wenn sie wieder gierig werden. Während der Krise in der Eurozone 2011 erreichte Gold einen Höchststand von 1.889 US-Dollar. Man sprach sogar davon, dass der Preis auf 3.000 oder 4.000 US-Dollar steigen könnte. Dann fiel er auf 1.000 US-Dollar. Darauf solltest du gefasst sein.

Es gibt gute Gründe, warum Gold steigen könnte. Das Angebot wird sich wohl verringern, da neue Goldadern tief unter der Erde schwerer erreichbar sind und damit auch kostspieliger. Die Nachfrage aus China und Indien sollte auch stark bleiben. Ich persönlich bin bärisch eingestellt und erwarte mehr Turbulenzen im Sommer (aber nicht vom Brexit, aktuell wollen noch 78 % bleiben), aber ich kaufe trotzdem kein Gold. Ich kaufe Aktien, weil ich erwarte, dass sie langfristig steigen und da der FTSE 100 4 % abwirft, bekomme ich saftige Einnahmen.

Gold generiert aber kein Einkommen und der Preis könnte von hier aus wirklich überall hin steigen oder fallen. Gold mag vielleicht ein Speicher für Wohlstand sein, aber erst musst du das Vermögen verdienen und Aktien sind eine der besten Möglichkeiten dafür.

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Dieser Artikel wurde von auf Englisch verfasst und wurde am 24.05.2016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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