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Die Millionengehälter der Deutschen Bank ruinieren Aktionären die Rendite

Foto: Wikimedia Commons, Raimond Spekking

Auf der Hauptversammlung haben Aktionäre der Deutschen Bank (WKN: 514000) einen Denkzettel wegen den exorbitanten Gehältern der Führungsriege verpasst.

Anleger sollten unbedingt verstehen, dass sie selbst für die Millionengehälter zahlen und mangelnde Bescheidenheit nichts Gutes über die Unternehmenskultur und die Zukunft der Aktie aussagt.

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Egal was die Deutsche Bank dir erzählt, diese Gehälter sind unverschämt

Großbanken verweisen immer wieder auf den Kampf um Talente, um die gigantischen Gehälter hochrangiger Angestellter zu begründen, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Schließlich gibt es genug andere Branchen, die es schaffen, mit guten Produkten ihre Kunden zufrieden zu stellen, und trotzdem niedrigere Gehälter zahlen.

Da seit der Finanzkrise außerdem klar sein sollte, dass vor allem das Investmentbanking deutlich vereinfacht werden muss, stellt sich überhaupt die Frage, ob man all die hochqualifizierten Mitarbeiter wirklich braucht. Die großen Fehler wurden von Angestellten mit Doktortiteln und gigantischen Boni begangen. Anleger sollten sich also nicht einreden lassen, dass die hohen Gehälter notwendig sind.

Die Gehälter, die natürlich indirekt die Rendite für Aktionäre schmälern, sollten also endlich kräftig gekürzt werden. Wie man deutlich in den Zahlen sehen kann, traut sich die Deutsche Bank das aber trotz aller Lippenbekenntnisse noch lange nicht.

Allein die 2.000 bestbezahlten Manager haben im letzten Jahr zusammen circa 2 Milliarden Euro Gehalt bekommen. Das ist im Schnitt eine Million pro Mitarbeiter. Kein Wunder, dass sogar in diesem Krisenjahr die Gesamtvergütung in der Bank leicht gestiegen ist. Die 60 Angestellten, die im Vergleich zum Vorjahr keine Gehaltsmillionäre mehr sind, muss sicherlich niemand bemitleiden.

Großartigen Unternehmenschefs geht es nicht ums Geld

Irritierend ist vor allem, dass der neue Unternehmenschef John Cryan sich zwar gerne als harten Reformer gibt, aber bisher eher ein zahmes Kätzchen ist. Vor Studenten hat er erst kürzlich bekräftigt, dass die Gehälter im Finanzsektor noch immer zu hoch seien.

Er selber kann allerdings in guten Jahren mit bis zu 12,5 Millionen Euro Gehalt rechnen. Auch in schlechten Jahren fällt er sanft, denn sein Grundgehalt liegt bei 3,8 Millionen Euro, höher als jedes andere im DAX.

Die vorherrschende Meinung ist, dass man die Führungsriege in Unternehmen mit hohen Gehältern motivieren muss, damit sie Bestleistungen erbringen. Diese Annahme scheitert allerdings am Realitätstest, besonders wenn man langfristige Ergebnisse betrachtet.

Warren Buffett bezieht bei Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) ein Gehalt in Höhe von 100.000 US-Dollar und Elon Musk, der Gründer von Tesla (WKN: A1CX3T), erhält mit seiner Vergütung in Höhe von 37.584 US-Dollar gerade einmal den Mindestlohn. Selbst weniger exotische Beispiele zeigen, dass erfolgreiche Unternehmenschefs keine Rekordgehälter brauchen. Der Unternehmenschef der Münchener Rück (WKN: 843002), Nikolaus von Bomhard, erhält ein Grundgehalt in Höhe von 1.230.000 Euro.

Auch bescheidene Gehälter sind sehr oft mit gutem Management und guter Rendite für Aktionäre verbunden. Bei der Deutschen Bank hingegen bezahlt man sich üppig und liefert nicht einmal Mehrwert für die Anteilseigner.

Aktionäre sollten sich wehren

Meiner Ansicht nach war die Rebellion gegen hohe Gehälter längst überfällig. Es muss sich allerdings noch einiges tun, bis die Unternehmenskultur der Deutschen Bank wieder auf dem richtigen Weg ist.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B Anteile) und Tesla Motors.

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