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15 Gründe, warum ich kein Vertrauen in die Aktie der Deutschen Bank habe

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Die Aktie der Deutsche Bank AG (WKN: 514000) notiert weiterhin in der Nähe ihres Tiefstkurses. Während das Eigenkapital pro Aktie 44,66 Euro beträgt, liegt der Kurs bei nur 15,135 Euro (20. Mai 2016) und damit bei etwas mehr als einem Drittel des Buchwertes.

Zwar sieht das nach einem klassischen Schnäppchen aus, aber diese 15 Gründe sprechen dafür, die Aktie trotzdem links liegen zu lassen.

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1) Negativzinsen können kaum weitergegeben werden

Die Negativzins-Politik der Europäischen Zentralbank macht allen Banken zu schaffen. Jedoch lässt der scharfe Wettbewerb unter den Häusern die Weitergabe der daraus resultierenden Belastungen an die Kunden kaum zu.

2) Konkurrenz durch Onlinebanken

Als Ausgleich zu den Negativzinsen erhöhen viele Filialbanken ihre Gebühren. Das treibt die Kunden – vor allem die technikaffinen jüngeren – reihenweise zu günstigen oder kostenfreien Onlinebanken.

3) Zunehmende Regulierung

Gesetzgeber und Aufsichtsbehörden verschärfen stetig die Regulierung. Ständig finden irgendwelche Prüfungen statt, es werden massenweise Daten abgefordert, immer neue Regeln sind einzuhalten. Auch wenn sich der Sinn mancher Vorschriften nicht erschließt, müssen sie doch befolgt werden und verursachen bei den einzelnen Häusern immense Kosten, die an anderer Stelle wieder verdient werden müssen. Und das ist derzeit schwierig.

4) Investmentbanking ist weniger profitabel

Die niedrigen Zinsen treffen die Bank zu einem schlechten Zeitpunkt. Während die meisten Konkurrenten sich auf die Umbrüche in der Branche einstellten, verschliefen die Vorgänger von Vorstandschef John Cryan den Wandel. Sie hielten am Investmentbanking fest, obwohl die Aufsichtsbehörden die Regeln so verschärft haben, dass das Geschäft weniger einbringt.

5) Probleme in Schwellenländern

Die Deutsche Bank trennt sich von ungefähr 30.000 Kunden, was etwa die Hälfte des Handelsgeschäftes ausmacht. Dies steht im Zusammenhang mit Problemen der Bank vor allem in Schwellenländern wie Argentinien, Chile, Mexiko und Russland. Im letzten Fall drohen wegen Geldwäsche mal wieder hohe Strafen durch amerikanische Behörden.

6) Teure Rechtsstreitigkeiten

Die Deutsche Bank kämpft mit vielen langwierigen Rechtsfällen, die sie noch etliche Milliarden an Anwaltshonoraren und Strafen kosten werden. Genannt seien nur die Stichwörter Manipulation von Zinssätzen, Zinssicherungsgeschäfte der Kommunen und verbriefte Immobilienkredite in den USA (und diese Liste ist nicht vollständig).

7) Schlechte Zeiten, um als Bank hohe Gewinne einzufahren

Auch ohne diese Sonderbelastungen frage ich mich, wie die Deutsche Bank wieder große Gewinne einfahren will. Zwar hat John Cryan angekündigt, viele Stellen zu streichen und Kosten zu senken, doch das Marktumfeld bleibt problematisch. Regulierungsvorgaben der Aufsichtsbehörden und milliardenschwere Investitionen in die IT müssen auch bezahlt werden.

8) Wer kauft die Postbank?

Die Deutsche Bank möchte gerne ihre Tochter Deutsche Postbank AG verkaufen, um ihre Bilanz zu verbessern. Angesichts der Situation der Bankenbranche und schlechter Ergebnisse bei der Postbank erscheint dies zumindest fraglich, denn wer will jetzt eine Bank kaufen?

9) Verringerte Wachstumsmöglichkeiten

Größe spielt im Bankengeschäft eine entscheidende Rolle. Die Deutsche Bank ist im internationalen Maßstab ohnehin ein vergleichsweise kleines Institut. Der gefallene Kurs verschlechtert die Möglichkeiten der Bank, sich im Bedarfsfall über die Ausgabe neuer Aktien schnell große Mengen an Kapital zu besorgen. Denn wenn der Kurs niedrig ist, werden auch die zusätzlichen Aktien nur zu einem geringen Preis Abnehmer finden.

10) Schlechtere Kreditratings

Unter dem gesunkenen Aktienkurs leidet bereits das Kreditrating der Bank, also die Einschätzung der einschlägigen Agenturen zu der Fähigkeit der Bank, ihre Schulden zu bedienen. Die Ratingagentur Moody’s hat das Institut Ende Januar von A3 auf Baa1 zurückgestuft. Geht es nach den Märkten, hat das Institut seinen soliden Kreditstatus fast verloren. Nach Angaben von Reuters liegt das Rating der Kreditmärkte für die Deutsche Bank nur noch knapp bei BBB-, also fast auf „Schrott“-Status.

11) Strenge Vorschriften für das Eigenkapital

Ab 2019 gibt es strengere staatliche Vorschriften für die Kapitalausstattung von Banken. Angesichts des niedrigen Aktienkurses dürfte die Deutsche Bank Schwierigkeiten haben, an der Börse frisches Geld einzusammeln, um diese Vorgaben zu erfüllen. Aus dem laufenden Geschäft lassen sich vorerst keine Gewinne zurücklegen. Nach dem hohen Verlust 2015 könnte es auch dieses Jahr rote Zahlen geben.

12) Italiens Banken können zum Problem werden

Ärger droht aus Italien. Die Banken dort kämpfen mit großen Bergen fauler Kredite. Die Auswirkungen möglicher Bankkrisen könnten auch Institute in anderen Ländern Europas treffen, wie die Finanzkrise 2008 gezeigt hat.

13) Unklare Risiken

Bei Banken habe ich stets große Schwierigkeiten, die Risiken abzuschätzen. Probleme könnten im Geschäft mit Energieunternehmen auftauchen, die wegen der niedrigen Öl- und Gaspreise derzeit reihenweise unter Druck geraten.

14) Gigantische Derivateposition

Zum Jahresende wies die Deutsche Bank in ihrem Geschäftsbericht außerbörsliche Derivate in Höhe von 49 Billionen Euro aus. Derivate sind Wetten auf die Entwicklung von Börsenkursen und wurden von Warren Buffett einmal als „finanzielle Massenvernichtungswaffen“ bezeichnet. Zum Vergleich: Das Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik Deutschland, also der Gesamtwert aller hier produzierten Waren und Dienstleistungen, betrug 2015 etwa 3 Billionen Euro.

15) Wer soll das alles lesen?

Großbanken sind für Außenstehende kaum zu durchschauen. Der Geschäftsbericht der Deutschen Bank für 2015 umfasst 492 Seiten. Welcher Privatanleger hat die Zeit und die Möglichkeiten, das alles durchzuarbeiten?

Keine Aktie für mein Depot

Möglicherweise betrachte ich manches zu negativ und der gedrückte Aktienkurs sowie die schlechte Stimmung für Banken können langfristig Potenzial bieten. Doch in Anbetracht der oben genannten Risiken gibt es viele Aktien, die ich lieber kaufen würde und die mich ruhiger schlafen lassen als die der größten deutschen Bank.

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Peter Roegner besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der im Text genannten Aktien.

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