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Aktien im Rückblick: Zinsunsicherheit drückt den DAX, Merck schafft guten Start ins Jahr, Bayer auf Tauchstation

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

In der zu Ende gehenden Woche kehrte die Zinsunsicherheit an die Börsen in Europa und den USA zurück. Spätestens nach der Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls des geldpolitischen Ausschusses der US-Notenbank nahmen die Marktakteure wieder zur Kenntnis, dass die FED bereits im Juni oder Juli die Leitzinsen erhöhen könnte – falls die US-Konjunktur sich weiter erholt.

Kein Wunder also, dass den Frankfurter Börsianern die Kauflaune verdorben wurde. Weiteren Druck auf den DAX übte ein einzelnes Index-Schwergewicht aus, das sich nach Meinung vieler Analysten an der geplanten Übernahme eines US-Konkurrenten überheben könnte. Aber es gab auch gute Nachrichten, zum Beispiel von Merck …

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Was war an der Börse los?

Am Montag waren in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Börsen wegen des Pfingstfeiertags geschlossen. In Paris und London wurde gehandelt. Allerdings waren die Umsätze vergleichsweise gering. Das französische Börsenbarometer CAC 40 fiel um 0,2 % und der Londoner FTSE-100 verbesserte sich um 0,2 %. Auch jenseits des großen Teichs wurde gehandelt: An der New Yorker Börse stieg der Dow Jones um 1,0 %.

Dank des Impulses von der Wall Street eröffnete der DAX (WKN:846900) am Dienstag im grünen Bereich und notierte zeitweise fünfstellig. Allerdings konnte der deutsche Leitindex seine Gewinne nicht halten und rutschte wieder unter die 10.000er-Marke. Am Schluss der Handelssitzung blieb beim Stand von 9.890 Zählern ein Minus von 0,7 %.

Auf dem letzten Platz der DAX-Tabelle stand die Aktie des Versorgers RWE (WKN:703712), die sich um 4,4 % verbilligte. Mit diesem Minus quittierten die Marktteilnehmer eine Herabstufung durch die Rating-Agentur Moody’s und die Zurücknahme einer Kaufempfehlung durch die Analysten einer französischen Großbank.

Schlecht lief es europaweit bei Automobilwerten, nachdem eine britische Investmentbank den gesamten Sektor herabgestuft hatte. Die Folge: Mit Verlusten im Dreiprozentbereich landeten BMW (WKN:519000), Daimler (WKN:71000), Volkswagen (WKN:766403) und der Zulieferer Continental (WKN:543900) ebenfalls weit unten im Börsenkeller.

Grund zur Freude hatten Aktionäre, die Papiere von Stahlkonzernen im Depot haben. Die Anteilscheine von ThyssenKrupp (WKN:750000) verteuerten sich um 1,47 % und setzten sich damit an die DAX-Spitze. Der Kurs der im MDAX (WKN:846741) notierten Aktie von Salzgitter (WKN:620200) stieg sogar um 2,9 %.

Am Mittwoch wurden die Aktienkurse zunächst durch Zinssorgen abwärts befördert. Der Grund für die miese Stimmung auf dem Parkett: Der Präsident einer regionalen US-Notenbank hatte gesagt, dass in den Vereinigten Staaten zwei bis drei Leitzinserhöhungen noch im laufenden Jahr möglich seien.

Am späten Nachmittag allerdings lud die freundlich eröffnende Wall Street die deutschen Blue Chips zu einem Ausflug in die Gewinnzone ein. Diese Einladung nahm der DAX dankbar an und stieg bis zum Handelsschluss um 0,5 % auf 9.943 Zähler.

RWE-Aktionäre konnten nicht von der nachmittäglichen Erholung profitieren: Ihre Papiere blieben auf dem am Vortag eingeschlagenen Südkurs und zeigten mit einem Abschlag von 0,9 % erneut die schlechteste Kursentwicklung im Standardwerte-Index. Auf Platz 1 setzte sich die Deutsche Bank (WKN:514000). Die Aktie des einstmals vornehmen Geldhauses verbuchte einen Kursgewinn von 2,3 %.

Die bereits am Vortag nach Äußerungen eines regionalen FED-Präsidenten erneut aufkeimenden Sorgen vor einer US-Leitzinserhöhung wurden am Donnerstag weiter angeheizt. Zum frisch veröffentlichten Protokoll der letzten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses der US-Notenbank meinten zahlreiche Markteilnehmer, es enthalte Hinweise, dass es bereits im Juni oder Juli zu zu einer Anhebung kommen könne.

Banktitel profitierten von der Aussicht auf steigende Zinsen: Die Deutsche Bank und die Commerzbank (WKN:CBK100) verbesserten sich um rund 1 %. Der Gesamtmarkt musste jedoch leiden: Der DAX verlor 1,5 % auf 9.796 Zähler.

Verantwortlich für den hohen Abschlag waren jedoch nicht nur die Zinssorgen. Ein Index-Schwergewicht trug ebenfalls maßgeblich zu dem hohen Verlust bei: Die Aktie von Bayer (WKN:BAY001) brach um satte 8,2 % ein, nachdem Details des Übernahmeangebots für das US-Agrarunternehmen Mosanto durchgesickert waren. Die meisten Analysten und Parkettastrologen kritisierten den ihrer Meinung nach zu hohen Kaufpreis und mutmaßten außerdem, dass zur Finanzierung des Angebots eine Kapitalerhöhung nötig sei.

Sehr zufrieden waren die Akteure hingegen mit den Quartalszahlen, die der Pharma- und Chemiekonzern Merck (WKN:659990) vorgelegt hatte. Wegen des guten Starts ins Jahr, für den vor allem das Laborgeschäft verantwortlich war, spendierten sie der Merck-Aktie ein Kursplus von 4,9 % und schickten sie damit an die DAX-Spitze.

Am Freitag war erst einmal Schluss mit der Zinsunsicherheit. Dank des steigenden Ölpreises bewegte sich der DAX wieder aufwärts. Bis 15:40 Uhr stieg das Börsenbarometer um 0,9 %.

Wie geht es weiter?

Am Montag (23.05.) werden pünktlich zum zweiten Frühstück die Mai-Werte der deutschen Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende und das Dienstleistungsgewerbe veröffentlicht. Ihre Pendants für den Euro-Raum folgen kurze Zeit später. In den USA wird ebenfalls der Mai-Wert für den PMI des verarbeitenden Gewerbes bekannt gegeben.

Am Dienstag (24.05.) informieren uns die Statistiker über die deutschen Im- und Exporte im ersten Quartal. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) publiziert den Mai-Wert seines beliebten Index zur Konjunkturerwartung. In den USA wird über den Verkauf neuer Häuser im April berichtet.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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