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Apple macht einen weiteren Schritt, um das Gesundheitswesen zu revolutionieren

Foto: Apple

Apple (WKN:865985) möchte das Gesundheitswesen revolutionieren.

Nach der Ankündigung von CareKit im März – einer Softwareplattform, um Patienten und Pflegepersonal miteinander zu verbinden – gab Apple letzten Monat offiziell sein Debüt mit den ersten vier Apps der CareKit-Familie. Daher wollen wir uns die ersten HealthKit-Apps ansehen und welche potenziellen Vorteile diese neue Plattform für Apple, seine Kunden und den Gesundheitssektor haben könnte.

BILDQUELLE: ONE DROP

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Die ersten Apps von CareKit

Die ersten vier HealthKit-Apps beinhalten Glow Nurture und Glow Baby, die helfen die pränatale Entwickelung und die Entwicklung des neugeborenen Kindes zu verfolgen. Start hilft Einzelpersonen und Ärzten, die Wirksamkeit ihrer Medikamente gegen Depressionen zu überwachen und One Drop hilft Patienten Diabetes besser zu meistern. Zusammen stellen die vier Apps den Anfang der neusten von Apples drei Gesundheitsplattformen dar.

Hier noch einmal zu Auffrischung: HealthKit ist die Entwicklerplattform von Apple für Apps, die Körperdaten wie Training, Schlafqualität, Atem und mehr überwachen, wenn sie mit der entsprechenden Hardware verbunden werden.

ResearchKit erlaubt es medizinischen Forschungseinrichtungen Apps zu programmieren, die dann bei medizinischen Studien zum Sammeln von Daten benutzt werden können. Schließlich erlaubt CareKit den Patienten und Ärzten chronische Gesundheitszustände zu überwachen, um maximal effektive Behandlungen für die Patienten zu entwickeln.

Das Entwicklerprogramm von CareKit, das vor Kurzem erst für die Entwickler auf der ganzen Welt geöffnet wurde, enthält vier verschiedene „Module“ oder Funktionen, die die Programmierer in ihre Apps einbauen können. Sie können es damit den Ärzten ermöglichen, Heilungspläne für ihre Patienten innerhalb einer App zu schaffen. Symptome können so gemessen werden und eine sichere Kommunikation zwischen dem ärztlichen Team und Patient soll so ermöglicht werden. CareKit SDK soll helfen, den Programmierprozess für App-Entwickler zu vereinfachen. Das Unternehmen hofft, damit mehr CareKit-Apps in den App Store zu bekommen.

Die Strategie klingt großartig auf dem Papier. Die Investoren sollten aber auch erkennen, dass das eine langfristige Sache für Apple ist.

BILDQUELLE: GLOW

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Langfristig

Viele im Medizinbereich glauben, dass Softwareplattformen wie CareKit die Zukunft des Gesundheitssystems darstellen. Der Übergang wird aber deutlich langsamer vonstatten gehen als das frenetische Tempo, das wir aus dem Tech-Bereich kennen.

In einem Interview mit The Verge kommentierte der Ethiker der Universität von New York, Arthur Caplan: „Ich glaube, das ist die Zukunft… Die größte Herausforderung wird dabei die Qualitätskontrolle und die Ärzte davon zu überzeugen, diese Apps auch zu benutzen… Ärzte haben nicht so viel Ahnung von Technik.“

Diese Einschätzung scheint zutreffend, wenn man bedenkt, dass geschätzte 20 % der amerikanischen Ärzte noch nicht mit elektronischen Krankenakten arbeiten – das ist eine erstaunlich hohe Zahl in unserer verbundenen digitalen Welt. Angenommen, Apple bringt die Ärzte dazu, CareKit nach und nach zu benutzen, welchen Nutzen haben Apple und die Aktionäre davon?

Aus dem Blickwinkel des Investors ist dieser Vorstoß in den medizinischen Bereich eine Stärkung des Ökosystems. Obwohl das Unternehmen seine boomende Service-Sparte immer wieder betont, hängen die Gewinne von Apple zum großen Teil davon ab, wiederholt Hardware mit hohen Margen zu verkaufen. Daher ist es wichtig anzumerken, dass die Kunden die Geräte von Apple nicht nur aufgrund ihrer führenden Hardware und ihrem Design kaufen, obwohl das natürlich bei der Entscheidung eine Rolle spielt.

Stattdessen bilden die Hardware, Software, Dienste und selbst die Marke einen Gesamtwert für die Kunden. Gesundheits-Apps wie CareKit schaffen hier einen Nutzen für die Kunden, was hilft sie in das Ökosystem hineinzuziehen und dort zu halten. Daher sind diese Innovationen und die Schaffung von solchen Diensten ein indirekter Umsatztreiber für das Unternehmen.

Es gibt auch das Potential, durch die Provisionen auf die Apps und die Käufe innerhalb der Apps direkt die Umsätze zu erhöhen. Das wird kurzfristig keine besondere Bedeutung haben, aber es ist wert, das hier anzumerken. Solche Apps werden wahrscheinlich auch eine bedeutende Rolle in der Zukunft des Gesundheitswesens und des Tech-Sektors spielen und das allein macht es schon zu einer lohnenden Investition für Apple. Die Verbesserung der Behandlung für die Patienten bei gleichzeitiger Stärkung des Ökosystems ist eine Win-win-Situation, die den Investoren gefallen sollte.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple.

Dieser Artikel wurde von Andrew Tonner auf Englisch verfasst und wurde am 12.05.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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