The Motley Fool

Kinross Gold enttäuscht mit Quartalszahlen – sollte man die Gewinne jetzt mitnehmen?

Foto: Flickr, Bullion Vault

Wenn die Investoren von  Kinross Gold Corporation (WKN:A0DM94) sich fragen, ob die massive Rally überzogen ist, dann könnten sie damit recht haben. Das Goldminenunternehmen hat seine Quartalszahlen veröffentlicht und konnte darin keinen frischen Katalysator anbieten, um eine weitere Rally damit zu rechtfertigen. Kinross hat bestätigt, dass ein wichtiges Expansionsprojekt weitergeht, aber das reicht nicht aus, um bullisch zu bleiben. Und hier sind die Gründe.

Der Dämpfer in Q1

Hier ein kurzer Ausschnitt mit den wichtigsten Zahlen aus dem ersten Quartal (alle Zahlen im Jahresvergleich):

3 Aktien, die jetzt von der Digitalisierung der Welt profitieren Das Coronavirus verändert nachhaltig die Welt, in der wir leben. Die Digitalisierung der Welt ist nicht mehr aufzuhalten und erfährt aktuelle eine massive Beschleunigung. The Motely Fool hat jetzt 3 Unternehmen identifiziert, die von diesem Mega-Trend in 2020 und den kommenden Jahren stark profitieren werden. Für uns Kerninvestments der neuen, digitalen Welt 2.0. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab..

  • Umsatz: Flach bei 782,6 Millionen US-Dollar
  • Goldproduktion: Gestiegen um 9 %
  • Nachhaltige Gesamtkosten: 963 US-Dollar pro Unze verglichen mit 964 US-Dollar in Q1 2015
  • Nettoverluste: Mehr als verdoppelt auf 13,9 Millionen US-Dollar

Kinross gab den niedrigen Goldpreisen die Schuld an den Verlusten in Q1. Das Unternehmen konnte 1.179 US-Dollar pro Unze im Vergleich zu 1.218 US-Dollar im Vorjahreszeitraum erzielen. Das war ein industrieweiter Trend, den man auch bei Yamana Gold Inc. (WKN:357818) und Barrick Gold Corp.(WKN:870452) sehen konnte, die auch 2 bis 3 % weniger erzielten. Aber Kinross hinkt in einem anderen Bereich hinterher, der für die meisten Goldproduzenten aktuell der wichtigste ist: Die nachhaltigen Gesamtkosten.

Während Kinross in Q1 keine Veränderungen bei den Kosten zu melden hatte, konnte Barrick seine Kosten pro Unze um 24 % im Jahresvergleich auf 706 US-Dollar senken. Wenn du findest, dass das ein unfairer Vergleich aufgrund der Größe und Massenproduktion von Barrick ist, dann sieh dir mal Yamana Gold an. Das Unternehmen konnte seine Kosten um 10 % auf 804 US-Dollar pro Unze senken.

Das sagt uns zwei wichtige Dinge über Kinross: Die nachhaltigen Gesamtkosten gehören zu den höchsten in der Industrie und das Unternehmen schafft es nicht, sein Kosten zu senken, wie die Konkurrenten. Während Barrick seinen Kostenausblick für das Gesamtjahr nachgebessert hat, musste Kinross seinen Ausblick bei 890 bis 990 US-Dollar pro Unze belassen. Sollte das untere Ende erreicht werden, wäre das ein Gewinn von 10 % verglichen mit 2015, aber Kinross hätte dann verglichen mit Yamana und Barrick immer noch jede Menge aufzuholen, um die Marke von 800 US-Dollar zu durchbrechen.

Die Tasiast-Mine sollte dabei helfen.

Die Nachricht ist Gold wert, aber nichts Neues

Kinross erhöhte in Q1 seinen Ausblick auf die Investitionsausgaben und erwartet 160 Millionen US-Dollar für den Ausbau der Tasiast-Mine auszugeben, um das Produktionsvolumen zu verdoppeln und die Produktionskosten um fast 50 % zu senken. Das könnte die Kosten pro Unze deutlich senken, wenn wir bedenken, dass die Produktionskosten hier in Q1 bei 975 US-Dollar pro Unze lagen. In der Zwischenzeit sollten die Übernahmen auch die Kosten senken, wenn erst mehr produziert wird.

Der einzige Haken dabei – und das ist ein großer – ist, dass der Ausbau der Mine nichts Neues ist. Kinross hat das bereits im März angekündigt. Die Aktie hat seither unglaubliche 62 % gewonnen und das obwohl der Goldpreis nur etwa 4 % hinzugewonnen hat. In anderen Worten, der Optimismus um die Mine und die potenziell niedrigeren Kosten sind schon in den Kurs eingepreist.

Unterm Strich? Die Quartalszahlen lassen einen neuen Wachstumstreiber vermissen, der in Zukunft weiteres Potenzial bieten könnte.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

Buffett hat so einige Mega-Milliardeninvestments in seinem Portfolio. Wir haben sie näher analysiert, und angesehen, inwieweit sie sich zum Nachahmen eignen.

Du kannst alle Details und unsere Tipps dazu erfahren, indem du unseren kostenlosen Spezialreport hier anforderst.

The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Neha Chamaria auf Englisch verfasst und wurde am 11.05.2016 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Diese Aktien empfehlen wir jetzt zum Kauf

Die Post-Corona Ära: Die neue Normalität +++ Worauf du dich jetzt einstellen solltest +++ Wo die Redaktion des Stock Advisor Deutschland jetzt die größten Kaufchancen sieht+++Die 3 besten Kennzahlen für deinen Sicherheits-Depotcheck+++

Welche Aktien haben jetzt die besten Chancen , in der Post-Corona Ära zu bestehen und davon zu profitieren?

Wir sind fest davon überzeugt, dass Investoren langfristig belohnt werden, wenn sie jetzt bewährte Foolishe Kriterien beachten.

Teste jetzt 30 Tage lang Stock Advisor Deutschland und erhalten sofortigen Zugriff auf alle aktuellen Kaufempfehlungen und Inhalte!

Klick hier für alle Details!