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3 Gründe, Dividendenwerte zu hassen

Foto: The Motley Fool

Warum sollte jemand Aktien hassen, die Aktionären jeden Monat oder jedes Quartal (so ungefähr) Geld austeilen? Nun es gefällt dir vielleicht nicht, dass Dividenden normalerweise doppelt besteuert werden – das heißt, ein Unternehmen zahlt Steuern auf seine Gewinne und zahlt von dem, was übrig ist, Dividenden an die Aktionäre, die dann wiederum auf dieses Geld Steuern zahlen. Aber das ist eher ein Grund dafür, die Dividendenbesteuerung zu hassen, und nicht die Dividendenwerte. Eigentlich glaube ich nicht, dass es viele gute Gründe dafür gibt, dividendenzahlende Aktien zu hassen, und deshalb sind mir lediglich die nicht ganz ernst gemeinten folgenden Gründe eingefallen.

Grund Nr. 1: Sie nehmen dem Investieren das Geheimnisvolle

Investieren kann ziemlich spannend und mitreißend sein, wenn du feststellst, wie richtig oder falsch du damit lagst, in eine bestimmte Aktie zu investieren, und siehst wie viel sie über einen bestimmten Zeitraum für dich im Wert steigt (oder fällt). Viele Senkrechtstarter, in die Leute investieren, können sich im Wert verdreifachen oder vervierfachen – oder ganz verglühen, bevor sie rentabel werden.

Bei einem typischen dividendenzahlenden Unternehmen ist das nicht so. Damit es sich darauf festlegen konnte, eine Dividenden zu zahlen, muss es über ein relativ stabiles und vorhersehbares Geschäft und genügend Gewinne verfügen. Wenn ein Unternehmen pro Quartal eine Dividende von 1,00 US-Dollar zahlt, kannst du dir, sofern es nicht in Schwierigkeiten steckt, ziemlich sicher sein, dass du jedes Jahr 4,00 US-Dollar kassierst. Siehst du? Nicht sehr spannend.

Grund Nr. 2: Sie können dein Vermögen zu schnell aufbauen

Die Höhe der einzelnen Dividendenausschüttungen ist normalerweise gering, aber sie summieren sich ganz schön. Wenn dein Aktienportfolio 200.000 US-Dollar wert ist und du darauf durchschnittlich eine Dividendenrendite von 3 % erhältst, bedeutet das, du kannst – Schwierigkeiten ausgenommen – mit einem Ertrag in Höhe von 6.000 US-Dollar pro Jahr rechnen.

Auch wenn 6.000 US-Dollar nicht viel Geld zu sein scheinen, überlege dir folgendes: Wenn du über 20 Jahre 6.000 US-Dollar pro Jahr erhältst, diese in Aktien reinvestierst, die dir im Durchschnitt pro Jahr 10 % Rendite einbringen, hast du am Ende mehr als 375.000 US-Dollar! Allein das, ohne überhaupt an den wachsenden Wert der zugrundliegenden dividendenzahlenden Aktien selbst zu denken, kann eine Menge Komfort für den Ruhestand bieten.

Noch besser, der Betrag, den du in Dividenden sammelst, wird mit der Zeit ebenfalls wachsen, sofern diese zu gesunden Unternehmen gehören. Wenn sie durchschnittlich nur 4 % wachsen, werden sie sich in den 20 Jahren mehr als verdoppeln, sodass du am Ende dieses Zeitraums allein mit Dividenden über 13.000 US-Dollar pro Jahr einkassierst.

Ob es uns gefällt oder nicht, dividendenzahlende Aktien sind einfach gute Performer. Laut Ned Davis Research haben dividendenzahlende Aktien von 1972 bis 2014 einen durchschnittlichen jährlichen Gewinn von 9,3 % erzielt, gegenüber nur 2,6 % für Nichtdividendenzahler. Die Leute bei Fidelity schließen sich dem an, mit ihren Daten, welche zeigen, dass Dividenden von 1993 bis 2014 etwa 40 % der 10,3 % durchschnittliche jährliche Rendite des S&P 500 ausmachten.

Grund Nr. 3: Es können langweilige Unternehmen sein

Zum Abschluss lass uns die Unternehmen selbst betrachten. Wir sind oft von aufregenden, hochfliegenden Aktien fasziniert, nicht nur wegen ihres Wachstumspotentials, sondern auch weil sie an Aktivitäten wie der Förderung von Gold oder Öl und der Erforschung von Krebsheilmitteln beteiligt sein können. Im Gegensatz dazu findest du viele dividendenzahlende Unternehmen, die Abfälle sammeln, wie Waste Management (WKN:893579), oder Düngemittel verkaufen, wie Potash Corporation of Saskatchewan (WKN:878149). Pff…

Aber halt. Diese Unternehmen können auch ziemlich aufregend sein. Waste Management sammelt beispielsweise nicht nur Abfall – es hilft mit seinen umfangreichen Recyclingverfahren auch der Umwelt und es investiert sogar in Technologie, die schwer zu recycelnde Kunststoffe in Rohöl umwandelt.

Außerdem sind es nicht nur die scheinbar langweiligen Unternehmen, die heutzutage Dividenden zahlen. Apple (WKN:865985) mit seinen Mega-Seller iPhones und Innovationen wie Apple Pay, dem iTunes Store und der Apple Watch zahlt eine Dividende, die zuletzt 2,4 % einbrachte – genauso wie Harley-Davidson. Pharma-Riese Novartis (WKN:904278), ein führender Akteur im erfolgversprechenden Bereich der Biosimilars – und mit zahlreichen aussichtsreichen Medikamenten, wie Entresto, ein Mittel gegen Herzinsuffizienz, im Sortiment – erzielte zuletzt 3,6 %.

Wie du sehen kannst, war es irgendwie schwer, Gründe dafür zu finden, dividendenzahlende Aktien zu hassen. Es ist eigentlich vielmehr klug, sie in dein Portfolio aufzunehmen – sie können dir helfen dein Vermögen aufzubauen.

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The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Apple. The Motley Fool besitzt Aktien von Waste Management.

Dieser Artikel wurde von Selena Maranjian auf Englisch verfasst und wurde am 07.05.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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