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Warum sich weder Barrick Gold noch Silver Wheaton in meinem Depot wiederfinden werden

Foto: Pixabay, Geizkragen69

Viele Anleger spekulieren bei Barrick Gold (WKN:870450) und Silver Wheaton (WKN:A0DPA9) auf einen Turnaround. Beide Unternehmen gehören zu den größten Förderern von Edelmetallen. Es könnte also eine Wette sein, die aufgeht, sobald die Preise für Gold oder Silber steigen.

Ich halte allerdings wenig von solchen Spekulationen. Das hat zum einen damit zu tun, dass in meinen Augen niemand die Entwicklung von Rohstoffpreisen zuverlässig vorhersagen kann.

Zum anderen, und das ist mir sogar noch wichtiger, fallen beide nicht in die Kategorie von Unternehmen, in die ich bevorzugt investiere. Warum ich das so sehe und welche Art von Unternehmen ich interessant finde, erfährst du, wenn du weiterliest.

In welche zwei Kategorien du Unternehmen einteilen kannst

Grundsätzlich kann man Unternehmen in zwei Kategorien einteilen. Die erste ist „erfolgreich und fähig“, die zweite „erfolgreich aufgrund von Fähigkeiten“. Das habe nicht ich mir einfallen lassen, sondern Philip A. Fisher. Er beschreibt diese Einteilung in seinem Buch „Die Profi-Investment-Strategie“, welches ich dir übrigens wärmstens empfehlen kann.

Auf den ersten Blick scheint es zwischen „erfolgreich und fähig“ und „erfolgreich aufgrund von Fähigkeiten“ kaum Diskrepanzen zu geben. Tatsächlich aber unterscheiden sich die beiden Kategorien in einem ganz essentiellen Punkt. Lass uns an dieser Stelle wieder zu Barrick Gold und Silver Wheaton zurückkehren.

Ich ordne diese Unternehmen der Kategorie „erfolgreich und fähig“ zu. Beide haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie in der Lage sind, Edelmetalle zu fördern, sie zu verkaufen und damit Profit zu generieren. Eben erfolgreich und fähig. Der ausschlaggebende Punkt ist aber: Der Erfolg hängt nur mit der Nachfrage des geförderten Rohstoffes zusammen.

Und auf diese haben die Förderbetriebe keinen Einfluss. Der zukünftige Erfolg wird damit kaum von den Fähigkeiten des Unternehmens beeinflusst, sondern nur vom Preis, der für das Edelmetall am Markt bezahlt wird.

Eine Investition in solch ein Unternehmen, auch wenn es zu den besten seiner Branche zählt, ist damit meiner Meinung nach immer auch ein Stück weit eine Spekulation. Da ich aber investiere und nicht spekuliere, sind mir Unternehmen lieber, die „erfolgreich aufgrund von Fähigkeiten“ sind.

Amazon – ein Beispiel für „erfolgreich aufgrund von Fähigkeiten“

Ein Paradebeispiel hierfür ist Amazon (WKN:906866). Als kleiner Onlinebuchhändler beginnend hat CEO Jeff Bezos sein Imperium Stück für Stück ausgebaut. Wie erfolgreich er damit war, zeigt ein Blick auf die Umsatzentwicklung der letzten neun Jahre.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: de.statista.com, Umsatz in Milliarden US-Dollar

Keine Finanzkrise, keine wirtschaftliche Abwärtsbewegung und keine Währungsschwankung konnte das Umsatzwachstum des Versandriesen bremsen. In meinen Augen gibt es dafür einen Hauptgrund: die Fähigkeit, Kundenbedürfnisse besser zu erfüllen als die Konkurrenten.

So ist man bei Amazon seit jeher bestrebt, seinen Kunden die niedrigsten Preise anbieten zu können. Weiterhin möchte man die Zustellung beschleunigen, in dem man zum Beispiel in Berlin Kurierdienste einsetzt, die Bestellungen innerhalb von zwei Stunden zu den Kunden liefern. Immer mit dem Ziel, die Bedürfnisse der Kunden bestmöglich zu erfüllen.

Mit dieser Fähigkeit kann Amazon auch außerhalb seines ursprünglichen Tätigkeitsfeldes, dem Onlineversandhandel, marktführende Stellungen einnehmen. Ein wunderbares Beispiel hierfür ist Amazon Web Services, kurz AWS. Dahinter verbirgt sich das Cloud-Geschäft von Amazon.

Laut der Marktforscher von Synergy Research war AWS mit über 30 % Marktanteil im vierten Quartal 2015 klarer Spitzenreiter im Bereich Cloud Infrastructure Services, weit vor Microsoft und IBM. Eine wirklich bemerkenswerte Leistung, wie ich finde.

Und solange Bezos mit seiner kundenorientierten Unternehmensführung an der Spitze von Amazon agiert, stehen die Chancen gut, dass dort weitere Erfolgsgeschichten geschrieben werden.

Schau genau hin

Bist du wie ich ein langfristig orientierter Anleger, dann solltest du nach Unternehmen Ausschau halten, die aufgrund ihrer Fähigkeit erfolgreich sind. Das kann zum Beispiel eine besonders starke Marke sein oder spezielles, schwer kopierbares Know-how, das in vielen verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen kann.

All das trifft auf Barrick Gold und Silver Wheaton nicht zu. Sicherlich bedarf es einiges an Erfahrung und natürlich auch der entsprechenden Minen, um Gold oder Silber zu fördern. Letztendlich ist der Erfolg aber abhängig von der Preisentwicklung des Rohstoffes und nicht von den Fähigkeiten des Unternehmens. Daher sind beide Aktien für mich keine Kandidaten für die Aufnahme in mein Depot.

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Thomas Brantl besitzt Aktien von Amazon und Microsoft. The Motley Fool empfiehlt Amazon.com. The Motley Fool besitzt Aktien von Amazon.com, Microsoft und Silver Wheaton. (USA).

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