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3 Alles-oder-Nichts-Aktien, die du dir genau anschauen solltest: ACADIA Pharmaceuticals, Tesla Motors und Denbury Resources

Foto: Pixabay

Einige Unternehmen versteht man sehr leicht, da ihre gesamte Zukunft von einer Sache abhängt. Diese Alles-oder-Nichts-Aktien können sehr lukrative Investitionen sein, wenn diese eine Sache gut geht, aber sie können auch Unheil bringen, wenn der Wind aus der anderen Richtung weht. Wenn du also in eine solche Aktie investieren möchtest, solltest du wissen, was dieser Katalysator ist und warum dieser wichtig für die Zukunft des Unternehmens ist.

Wir haben drei unserer Mitarbeiter darum gebeten, eine Aktie in ihrer Branche vorzustellen, auf die diese Alles-oder-Nichts-Beschreibung zutrifft und auf welche Katalysatoren du achten solltest, um herauszufinden, ob sie ein Erfolg sein wird oder nicht. Hier kannst du lesen, was sie gesagt haben.

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Brian Feroldi

Das Gefühl von Alles oder Nichts kann man sehr gut bei dem Biotechnologieunternehmen, dessen gesamter Wert an dem Erfolg oder Versagen eines einzigen Medikaments hängt, sehen. Deswegen habe ich ACADIA Pharmaceuticals (WKN:603035) im Auge behalten. Das ist ein brandaktuelles biopharmazeutisches Unternehmen aus San Diego und nur Tage vor der Entscheidung der US-Nahrungs- und Medikamentenprüfstelle entfernt, die entscheiden wird, ob sie das Hauptmedikament des Unternehmens, Nuplazid, zulassen wird.

Nuplazid wurde im letzten Jahr als neue Behandlungsmöglichkeit gegen Parkinson-Psychosen zur Untersuchung eingereicht. Diese betreffen 40 % der Parkinson-Patienten. Sich um Patienten mit diesen Psychosen zu kümmern, kann eine große Bürde sein, da die Patienten oft halluzinieren und Wahnvorstellungen haben. Das macht es sehr schwer für sie, auf sich selbst aufzupassen.

In klinischen Studien hat sich Nuplazid als effektive Behandlungsmöglichkeit für einige Symptome dieser Psychosen erwiesen. Sollte Nuplazid zugelassen werden, könnte es den ungefähr 400.000 Patienten in den USA alleine, die zurzeit darunter leiden, Hoffnung geben, da es derzeit keine zugelassenen Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Was sind also die Erfolgsaussichten? Ich würde sagen, sie stehen ganz gut, da ein Panel von Beratern der Prüfstelle kürzlich 12 zu 2 für die Zulassung von Nuplazid gestimmt haben. Das legt nahe, dass dieses Medikament wahrscheinlich am 1. Mai zugelassen wird.

Die Verkaufszahlen aus der Hauptgeschäftszeit werden auf über 3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Ich denke, das Unternehmen hat gute Chancen, darauf aufzubauen. Es ist auch möglich, dass ein anderes großes Pharmaunternehmen ACADIA irgendwann aufkaufen möchte, wenn sich Nuplazid als große Sache erweist. Ich werde dieses Unternehmen genau beobachten.

Evan Niu, CFA

Das ist vielleicht etwas weit hergeholt, wenn es um eine Alles-oder-Nichts-Aktie geht, aber ich würde gerne Tesla Motors (WKN:A1CX3T) vorschlagen. Als Unternehmen verlässt sich Tesla nicht komplett auf ein einziges Produkt. Der Elektro-Autohersteller hat eine lange Reise hinter sich mit den drei Fahrzeugen, die es bisher auf den Markt gebracht hat: Roadster, Model S und Model X.

Aber Teslas unglaublich hohe Bewertung hängt komplett von einem Produkt ab: dem kommenden Model 3. Das erhoffte Volumen seiner Model-3-Lieferungen liegen Teslas Bewertung zugrunde. Es gibt keine andere Möglichkeit, die Teslas gegenwärtige Marktkapitalisierung von über 30 Milliarden US-Dollar rechtfertigen würde, da das Unternehmen im letzten Jahr lediglich 50.000 Fahrzeuge produziert hat. Model 3 war immer das endgültige Ziel: ein massentaugliches und erschwingliches Elektroauto mit guter Leistung. Sollte das Model 3 in irgendeiner Weise versagen oder nicht richtig liefern, werden Teslas Aktien hart bestraft. Ob Tesla es erreichen kann oder nicht, ist eine große Diskussion und der Grund, warum für den umkämpften Charakter der Aktie.

Tesla setzt finanziell alles auf das Model 3. Der Großteil des Cashflows in den nächsten Jahren wird in die erhöhte Produktion des Model 3 gesteckt. Das Unternehmen hat das letzte Jahr mit 1,2 Milliarden US-Dollar an Cash beendet. Ein Großteil davon wird benötigt werden, um die Kapitalausgaben in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar, die für 2016 geplant sind, zu decken. Da die Markteinführung noch mindestens 18 Monate in der Zukunft liegt, sollte man ein Auge auf diese Aktie haben.

Tyler Crowe

Jedes Öl- und Gasunternehmen, welches sich lediglich auf die Ölexploration und -Förderung konzentriert, lebt quasi von der Hoffnung auf gute Rohstoffpreise. Die meisten sind diversifiziert, weil sie sich auf die Förderung von Öl, Erdgas und Erdgaskondensate aus Brunnen konzentriert. Wegen der Technik, die Denbury Resources (WKN:903307) für seine Förderung nutzt, ist es fast nur ein Ölförderer. Das macht es quasi zu einer Alles-oder-Nichts-Wette auf Ölpreise.

Untergrundreservoirs beinhalten eine Mischung aus Öl und Gas. Wenn frisch gebohrt wird, drückt der Druck des Erdgases und des Öls beides aus dem Boden. Denbury fördert sein Öl jedoch mit einer Technik, die als tertiäre Ölgewinnung bekannt ist. Das bedeutet, dass man ältere Brunnen, auf die kein Druck mehr durch Gas besteht, mit CO2 vollpumpt, um einige der letzten Tropfen Öls zu erhalten. Das heißt, dass Denburys Förderung fast nur Öl beinhaltet. In seinem letzten Gewinnbericht, sagte Denbury, dass Öl 95 % seiner Gesamtförderung ausmache.

Wenn man die furchtbare Position, in der sich Öl- und Gasproduzenten seit einigen Jahren befinden, bedenkt, hat Denbury Resources sich erstaunlich gut geschlagen. Das Unternehmen hat zukünftige Verträge genutzt, um seine Verkaufspreise zu schützen. Und trotz einiger herausfordernder Schuldenverhandlungen hat das Unternehmen eher moderate Schulden im Vergleich zu anderen unabhängigen Öl- und Gasproduzenten. Damit das Unternehmen jedoch wirklich erfolgreich sein kann, müssen Ölpreise steigen – nur die Ölpreise. Es wird schwierig, ein Unternehmen zu finden, dass sich so sehr auf Ölpreise verlassen muss wie Denbury.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla Motors. The Motley Fool besitzt Aktien von Denbury Resources.

Dieser Artikel wurde von Tyler Crowe auf Englisch verfasst und am 30.4.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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