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2 preiswerte Aktien von Medienunternehmen, die du heute kaufen kannst: Viacom und Time Warner

Foto: Matt Koppenheffer

Warren Buffett sagte einmal: „Ob wir nun von Socken oder Aktien reden, ich kaufe gerne Qualität, wenn sie reduziert ist“. Die Medienbranche ist eine, in der vieles im letzten Jahr reduziert wurde. Das lag an Befürchtungen, dass Menschen, die dem Kabelfernsehen abschwören, Werbeeinnahmen verringern. Obwohl der Schritt weg vom Kabelfernsehen traditionelle Werbeeinnahmen mit Sicherheit beeinflusst hat, war der Ausverkauf wohl zu extrem und viele Top-Medienaktien wurden zu Deep-Value-Aktien.

Ich definiere eine „Value“-Aktie als eine, die mit einem 5-Jahres-Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis von unter 1 gehandelt wird, was darauf schließen lässt, dass die Aktie im Verhältnis zu ihrem wahrscheinlichen jährlichen Gewinnwachstum in den nächsten fünf Jahren preiswert ist. Wenn man sich die schwer getroffene Medienbranche anschaut, fallen zwei Aktien auf: Viacom (WKN:A0HM1Q) und Time Warner (WKN:A0RGAY).

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Was bei Viacom falsch lief

In den letzten 12 Monaten ist die Viacom-Aktie um ungefähr 40 % gefallen, was an schlechten Verkaufszahlen und schwachen Ticketeinnahmen lag. Im letzten Quartal ist der jährliche Umsatz von Viacoms Mediennetzwerk um 3 % auf 2,57 Milliarden US-Dollar gefallen. Das lag an Shows mit schlechteren Ratings, die schwächere Werbeeinnahmen generierten. Heimische und internationale Werbeumsätze fielen um 4 % und 2 %, während höhere Werbepreise es nicht schafften, die niedrigere Nachfrage und Währungseinflüsse wettzumachen. Diese Rückgänge zeigen, dass Viacoms neue Werbeprodukte – Velocity für Platzierungen im Produkt, Echo für Kampagnen in sozialen Medien und Vantage zur Identifizierung von Nischenpublikum – Werber nicht überzeugen konnten.

Teenage Mutant Ninja Turtles. Quelle: Paramount Pictures

Teenage Mutant Ninja Turtles. Quelle: Paramount Pictures

Der Umsatz der Filmunterhaltung ist um 15 % auf 612 Millionen US-Dollar gefallen, wobei Kinoverkaufszahlen um 44 % fielen, weil The Big Short und Daddy’s Home schlecht abschnitten im Vergleich zu der Weltpremiere von Teenage Mutant Ninja Turtles und der heimischen Veröffentlichung von Interstellar im Quartal des Vorjahres. Viacoms Gesamtumsatz fiel um 6 % auf 3,15 Milliarden US-Dollar und hat damit die Erwartungen um 110 Millionen US-Dollar verpasst. Angepasste Gewinne sind um 9 % auf 1,18 US-Dollar je Anteil gefallen und entsprachen damit den Schätzungen von Experten.

Zukünftig kann Viacoms Mangel an großen Hitshows auf MTV, VH1, Comedy Central und seinen anderen Netzwerken den Reiz seiner Werbung verringern. Das Fehlen von großen Film-Franchisen, die jahrelang laufen, verschlechtert seine Fähigkeit, verlässliches Geld an den Kinokassen einzuspielen. Seine größten Filme werden in diesem Jahr sicher Teenage Mutant Ninja Turtles und die Star Trek-Fortsetzungen in diesem Sommer sein. Transformers wird bis 2017 nicht im Kino laufen.

Um mit diesen Problemen Gewinnwachstum zu erhöhen, plant CEO Philippe Dauman, einen Teil von Paramount Pictures in naher Zukunft zu verkaufen. Analysten erwarten, dass das dabei helfen wird, Viacoms Gewinn in den nächsten fünf Jahren jährlich um 8,5 % wachsen zu lassen – eine traurige Zahl, die der Aktie trotzdem ein Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis von 0,9 gibt.

Was bei Time Warner falsch lief

Time Warner geht es besser als Viacom, aber seine Aktien sind in den letzten 12 Monaten trotzdem um 14 % gefallen, was an Sorgen um den Wandel weg vom Kabelfernsehen und seinen Kinokassen lag. Im letzten Quartal sind Turners Umsätze um 2 % jährlich auf 2,66 Milliarden US-Dollar gestiegen, während sich HBOs Umsätze um 5,5 % auf 1,41 Milliarden US-Dollar verbesserten. Trotzdem erreicht HBO mit seinen 800 Millionen Abonnenten nicht das Ziel von 1 Million bis 2 Millionen, was Analysten erwarteten. Diese Zahl gibt an, dass HBOs Streaming-Lösung, die 15 US-Dollar monatlich kostet, vielleicht nicht effektiv gegen den Service von Netflix mit 10 US-Dollar pro Monat ankommt. HBO wird auch Probleme damit haben, einen Ersatz für Game of Thrones zu finden, sobald diese Hitserie ausläuft.

Der Umsatz bei Warner Bros. – was Film, Fernsehen und Videospiele einschließt – ist um 13 % auf 3,3 Milliarden US-Dollar gefallen. Das lag an dem Fehlen von Filmen, die mit der Fortsetzung von Der Hobbit oder der weltweiten Veröffentlichung von Interstellar im letzten Jahr mithalten konnten. Der Ausblick sieht aber gut aus, wenn man an den kürzlichen Start von Batman vs. Superman und dem von Suicide Squad im Sommer bedenkt sowie J.K. Rowlings Fantastic Beasts and Where to Find Them, der zu den Feiertagen herauskommen wird. Diese Filme voller Franchise-Potenzial sollten es Warner ermöglichen, in den nächsten Jahren stabilere Einnahmen an den Kinokassen zu sehen.

Suicide Squad. Quelle: Warner Bros.

Time Warners Gesamtumsatz ist um 6 % auf 7,1 Milliarden US-Dollar im letzten Quartal gefallen, womit die Schätzungen um 450 Millionen verfehlt wurden. Angepasste Gewinne stiegen um 8 % auf 1,06 US-Dollar pro Anteil und wurden durch Rückkäufe gestärkt, während sie Schätzungen um 5 Cents schlugen. Analysten erwarten, dass Time Warner in den nächsten fünf Jahren seine jährlichen Gewinne um 16 % erhöhen kann. Damit hat es ein Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis von 0,9. Die Aktien von Time Warner sehen so preiswert aus wie die von Viacom, aber sein beeindruckendes Portfolio an Hitshows und Franchises sorgt vielleicht dafür, dass es sich schneller erholen kann.

Solltest du nun Viacom oder Time Warner kaufen?

Aktive Investoren haben Anfang des Jahres damit begonnen, sich Viacom und Time Warner genauer anzuschauen, weil beide Unternehmen mit recht preiswerten Bewertungen den Markt unterboten. Viacom und Time Warner werden wahrscheinlich nicht in nächster Zeit durch die Decke gehen, aber geduldige Investoren machen vielleicht heute einen guten Deal, wenn sie dem Gegenwind der nahen Zukunft standhalten können.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix. The Motley Fool empfiehlt Time Warner.

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und am 9.4.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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