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3 Anzeichen, dass ein Unternehmen unterbewertet ist

Foto: Pixabay, bykst

Jeder liebt Schnäppchen und Investoren machen da keine Ausnahme. Allerdings kann das Aufspüren von unterbewerteten Aktien selbst für erfahrene Investoren eine frustrierende Angelegenheit sein. Ganz zu schweigen von denjenigen, die noch lernen, einen Finanzbericht auseinanderzunehmen.

Zum Glück sind diese drei Kennzahlen ziemlich gute Indikatoren, ob ein Unternehmen wirklich unterbewertet ist.

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Insiderkäufe

Wer kennt ein Unternehmen besser als diejenigen, die es leiten? Mehrere akademische Studien haben gezeigt, dass hohe Quoten von Insiderkäufen oder der Unterschied zwischen Insiderkäufen und –Verkäufen ein starker Indikator für eine positive Entwicklung eines bestimmten Unternehmens und dessen Aktie ist. Da diese Leute bedeutende Informationen haben, wie beispielsweise anstehende Gewinnrekorde, ist dies der Kern des Insiderhandels. Insiderkäufe können daher als allgemeine, positive Meinung zur Entwicklung des Unternehmens gesehen werden.

Wie können Investoren von Insiderkäufen und –Verkäufen erfahren?

Die SEC fordert, dass alle Insider mit bedeutenden Aktienpositionen an einem Unternehmen diese vollständig offenlegen. Außerdem müssen Insider ein Formular ausfüllen, wenn sie Aktien des Unternehmens kaufen oder verkaufen. Dieses Formular kannst du über das EDGAR-Tool finden.

Aktienrückkäufe

Aktienrückkäufe sind in vielerlei Hinsicht ähnlich zu Insiderkäufen. Die Logik hinter den Aktienrückkäufen ist meist die Gleiche. Wer ist in der komfortablen Situation zu wissen, ob ein Unternehmen unterbewertet ist? Überraschung: Das Management!

Es ist nicht überraschend, dass die empirischen Daten zeigen, dass Unternehmen, die ihre Aktien zurückkaufen im Durchschnitt den allgemeinen Markt in den darauffolgenden zwölf Monaten übertreffen. Die größten Abstände sind bei Unternehmen zu erkennen, die große Rückkäufe durchführen.

Allerdings ist ein Wort der Warnung an dieser Stelle angebracht, da es ein verbreitetes Phänomen ist. Unternehmen können ihre Aktien zurückkaufen, egal zu welchem Preis. Die Manager sind sich dessen bewusst, dass die Investoren einen Aktienrückkauf als positives Signal sehen. Daher haben in der Vergangenheit auch Unternehmen in Schwierigkeiten Aktienrückkäufe genutzt, um die Wahrnehmung durch die Investoren zu verbessern, anstatt eine disziplinierte Wertschöpfung für ihre Aktionäre zu betreiben.

Quelle: Amazon

Quelle: Amazon

Ein Beispiel, welches besonders gut zu passen scheint, ist Amazons (WKN:906866) 5 Milliarden US-Dollar schweres Aktienrückkaufprogramm. Dieses wurde Anfang des Jahres angekündigt. Amazon hat eine lange Historie als eine der teuersten Aktien auf dem Markt. Und obwohl Amazons Aktien durch das Rückkaufprogramm um 25 % gefallen sind, ist die Aktie noch weit davon entfernt günstig zu sein. Dies bringt mich zu unserem letzten Bewertungsmaßstab.

Absolute und relative Bewertung

Achtung: Günstige Aktien übertreffen in der Regel den Markt; ein Ergebnis, welches schon seit Jahren debattiert wird. Da wir hier weder den Platz noch die Geduld für eine genauere Analyse haben, warum günstige Aktien funktionieren, konzentrieren wir uns auf eine nützlichere Frage. Nämlich, wie finden Investoren eine solche günstige Aktie überhaupt?

Aktien können auf zwei Arten unterbewertet sein. Entweder auf relativer oder absoluter Basis. Um diese beiden Faktoren zu gewichten, müssen wir uns die Bewertungskennzahlen anschauen, die viele Investoren verwenden. Diese umfassen das KGV, das Kurs-zu-Buchwertverhältnis, den Kurs zum Anlagevermögen, das Kurs-Free-Cashflow-Verhältnis und viele mehr.

Quelle: IBM

Um tiefer einzusteigen, schauen wir uns ein Unternehmen an, von dem ich denke, dass es auf attraktive Weise unterbewertet sein könnte. Ich meine den Technologieriesen IBM (WKN:851399). Um einschätzen zu können, ob IBM unterbewertet ist, schauen wir uns das KGV an, welches bei ungefähr 11 liegt. IBMs KGV ist deutlich unter dem gegenwärtigen und langfristigen KGV des S&P 500-Index. Dieses liegt nämlich gegenwärtig bei 22 und im langfristigen historischen Durchschnitt bei 14.

Keine exakte Wissenschaft

Dies sind nur drei Methoden, um herauszufinden, ob ein Unternehmen unterbewertet ist oder nicht. Aber es sind keinesfalls die einzigen Analysewerkzeuge, die Investoren anwenden können und sollten.

Jeder Investor, der eine Aktie aufgrund seiner Bewertung kaufen will, muss die gegenwärtige Bewertung, die Zukunftsaussichten, die Wettbewerber und den Markt im Allgemeinen betrachten. Darum ist die Bewertung viel undurchsichtiger als die vereinfachte Analyse, die wir hier vorgenommen haben. Beispielsweise ist IBM relativ günstig, aber es ist auch gerade inmitten einer Transformation der Geschäftstätigkeit, dessen Ausgang ungewiss ist.

Für Investorenanfänger und –Veteranen sind die oben genannten Punkte allerdings ziemlich nützlich, um Aktien zu finden, die man sich genauer anschauen sollte.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon.com.

Dieser Artikel wurde von Andrew Tonner auf Englisch verfasst und am 15.04.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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