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Dividenden oder Rückkäufe? Was ist besser?

Foto: Pixabay, falovelykids

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Unternehmen Gewinne an ihre Aktionäre zurückgeben können: Dividenden und Aktienrückkäufe. Der Gedanke hinter beiden ist zwar, Geld an die Aktionäre zurückfließen zu lassen, aber die beste Methode hängt von ein paar Dingen ab, wie den Zielen den Unternehmens, der Bewertung der Aktie und den persönlichen Zielen des Investors.

Was Unternehmen mit ihren Gewinnen machen

Unternehmen können mehrere Dinge mit ihren Gewinnen anstellen. Zuerst einmal ist es wichtig sicherzustellen, dass genug für Investitionen verfügbar ist. Wenn ein Unternehmen neues Gerät anschaffen muss oder in Forschung und Entwicklung investieren muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben, dann sollte das die erste Priorität sein.

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Zusätzlich kann das Unternehmen sein Kapital benutzen, um andere Unternehmen zu kaufen. Das ist auch der Hauptgrund, warum Warren Buffett so erfolgreich ist – nachdem der Kapitalbedarf von Berkshire Hathaway gedeckt sind, investiert er strategisch in andere Unternehmen und Aktien.

Ein Unternehmen kann sich aber auch dazu entschließen, nichts mit seinen Gewinnen anzustellen und sie stattdessen zu sparen. Apple ist ein bekanntes Beispiel dafür. Das Unternehmen sitzt auf einem Geldberg im Wert von mehr als 200 Milliarden US-Dollar.

Schließlich kann ein Unternehmen auch einen Teil des Gewinns an die Aktionäre ausschütten und hier gibt es zwei Möglichkeiten. Es kann eine Dividende zahlen, was nichts Anderes ist, als jedem Aktionär Geld (oder Aktien) für jede Aktie zu geben, die er besitzt. Oder das Unternehmen kauft seine eigenen Aktien zurück, was die Zahl der ausstehenden Aktien reduziert und damit die verbleibenden wertvoller macht.

Vorteile von Dividenden

Der offensichtlichste Vorteil der Dividende ist das Einkommen. Eine Dividendenzahlung kann den Investoren direkt Geld in die Tasche geben, was eine gute Sache für Leute ist, die davon abhängig sind, um ihren Lebensunterhalt damit zu bestreiten, wie Leute im Ruhestand zum Beispiel.

Darüber hinaus geben Dividenden den Investoren auch die Möglichkeit, die ausgeschütteten Gewinne so zu verwenden, wie sie es für richtig halten. Wenn sie die Aktie für attraktiv bewertet halten, dann können sie die Dividende benutzen, um mehr Aktien zu kaufen. Sie können ihre Gewinne aber auch woanders investieren.

Ein weiterer Vorteil der Dividende ist, dass der Gewinn sicher ist. In anderen Worten, wenn ein Unternehmen 1 US-Dollar Dividende zahlt, dann bekommt man genau diesen Betrag. Andererseits, wenn ein Unternehmen dieses Geld benutzt, um Aktien zurückzukaufen und der Kurs im darauffolgenden Jahr um 50 % einbricht, dann hätte sich die effektive Ausschüttung auf nur mehr 0,50 US-Dollar reduziert.

Warum Rückkäufe im besten Interesse der Aktionäre sein könnten

Trotz all der Vorteile der Dividende gibt es einige Gründe, warum die Aktionäre Rückkäufe vorziehen.

Zuerst einmal sind sie steuereffizienter. Die meisten Dividenden werden in den USA mit 15 oder 20 % besteuert, in Deutschland mit der Abgeltungssteuer von 25 %. Andererseits erlaubt ein Rückkauf es auch, dass der gesamte ausgeschüttete Gewinne zum Wohl der Aktionäre reinvestiert wird, ohne dass Steuern fällig werden bis die Aktie verkauft wird.

Rückkäufe sind auch flexibler. Allgemein genehmigt der Vorstand eines Unternehmens einen Rückkauf für einen bestimmten Betrag. Das Unternehmen kann dann diesen Betrag ausgeben, wann es das für richtig hält oder auch gar nicht. In anderen Worten, wenn das Unternehmen gerade schwere Zeiten durchmacht, dann kann es sich dazu entschließen, das Rückkaufsprogramm zurückzufahren, während eine Dividende schon voll ausbezahlt worden wäre.

Ein Rückkauf kann auch dazu dienen, das Gewinnwachstum anzutreiben. Das kann dann dazu führen, dass der Markt die Aktien des Unternehmens höher bewertet. Wenn ein Unternehmen beispielsweise seine Gewinne um 5 % in einem Jahr erhöht und 2 % der Aktien zurückkauft, dann wird sich der Gewinn pro Aktie um mehr als 7 % erhöhen. So erweckt das Unternehmen den Eindruck, mehr Wachstum erzeugt zu haben.

Schließlich kann ein Rückkauf es einem Unternehmen auch erlauben, einen Vorteil aus einer Unterbewertung der eigenen Aktien zu ziehen. Wenn eine Aktie zum Beispiel für 80 US-Dollar gehandelt wird und das Unternehmen aber glaubt, dass sich der intrinsische Wert auf 100 US-Dollar beläuft, dann kann das Unternehmen sofort Wert stiften, indem es die Aktien für weniger, als sie wert sind, zurückkauft.

Was ist jetzt besser? Hängt vom Unternehmen ab

Viele Unternehmen ziehen entweder Dividenden oder Rückkäufe vor, während andere eine Kombination von beiden bevorzugen. Ich tendiere zu Rückkäufen, aber es hängt vom Unternehmen ab.

Hier ein Beispiel von einer meiner aktuellen Lieblingsaktien: Bank of America (WKN:858388) zahlt eine moderate Dividende, hat aber auch ein saftiges Rückkaufsprogramm in Höhe von 4 Milliarden US-Dollar und weitere 800 Millionen US-Dollar, um die Verwässerung durch die Aktienanreize für die Mitarbeiter auszugleichen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes wurde die Aktie von Bank of America nur für 86 % des materiellen Buchwertes gehandelt. Daher kann das Unternehmen seine eigenen Vermögenswerte mit einem Rabatt von 16 % kaufen und damit sofort Werte für die Aktionäre schaffen.

Und es scheint, als würde Bank of America das auch ausnutzen, denn das Unternehmen hat allein im ersten Quartal Aktien für 1 Milliarde US-Dollar zurückgekauft. Obwohl Bank of America dieses Jahr die Dividende erhöhen könnte, wäre es besser, das Unternehmen würde mehr Aktien zurückkaufen, solange diese so billig sind.

Auf der anderen Seite haben wir AT&T (WKN:A0HL9Z). Das Unternehmen zieht es vor, mehr für die Dividende auszugeben und hat im letzten Jahr auch mehr als 67 % seiner Gewinne darauf verwendet. Die Steuer scheint hier kein großes Thema zu sein, immerhin ist AT&T eine extrem beliebte Aktie für den Ruhestand, daher wird ein Großteil der Dividende wahrscheinlich nicht besteuert. Die Telekominvestoren ziehen hier das Einkommen vor, daher konzentriert sich das Unternehmen genau darauf, wie die letzten 31 aufeinanderfolgenden Jahr auch.

Daher gibt es hier keine klare Antwort auf die Frage, was jetzt besser ist, aber Dividenden und Rückkäufe können sowohl für die Unternehmen als auch für die Investoren von Vorteil sein. Es kommt eben auf die Situation an.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple und Berkshire Hathaway. Motley Fool empfiehlt Bank of America.

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und wurde am 23.04.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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