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3 Gründe, warum man bei Rio Tinto & BHP Billiton optimistisch sein sollte

Foto: Pixabay, horjaraul

Mit einem Überangebot auf den Rohstoffmärkten sieht 2016 wie ein weiteres hartes Jahr für die Minenbranche aus. Aber es gibt drei überzeugende Gründe dafür, bei zwei der am besten positionierten der Branche optimistisch zu sein: Rio Tinto (WKN:852147) und BHP Billiton (WKN:908101).

1.Ihre Führungsrolle bei den Kosten

Wettbewerbsstärke ist einer der wichtigsten Faktoren, nach denen man Ausschau halten sollte, wenn man langfristige Investitionsentscheidungen trifft. Wegen der geringen Produktdifferenzierung in der Rohstoffbranche können Bergbauunternehmen Wettbewerbsstärke nur mit einer Strategie erreichen – geringe Kosten.

Genaus deswegen sind Rio und BHP marktführend, wenn es um viele Rohstoffe wie Eisenerz, Kupfer, Kohle und Bauxit geht. Dank ihrem Fokus auf Riesenprojekte profitieren diese beiden Unternehmen von Skaleneffekten und hoher Produktivität. Ihre Produktionskosten sind für die meisten Rohstoffe am unteren Ende angesiedelt.

Das gibt ihnen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren Rivalen und ermöglicht es ihnen, höhere Margen und Überrenditen während des Konjunkturzyklus zu generieren. Rio hat eine angepasste EBITDA-Marge von 34 % im Jahr 2015 erreicht, während BHPs bei 40 % lag. Das vergleicht sich sehr vorteilhaft mit Glencore und Anglo American, deren angepassten Margen bei 16 % und 21 % lagen.

2. Die Ausweitung der Produktion

Eine höhere Produktion ist vielleicht das Letzte, was die Branche zurzeit braucht, aber wenn man mit die geringsten Produktionskosten der Branche hat, führt Expansion zu höherer Profitabilität, auch wenn dadurch Preisdruck nach unten ausgeübt wird. Außerdem können niedrigere Rohstoffpreise in der Zwischenzeit dabei helfen, kostengünstigen Produzenten langfristig zu helfen. Niedrigere Preise sollten kostenintensivere Produzenten verdrängen, wodurch sich das Angebot auf dem Markt verringert und höhere Preise langfristig gewährleistet sind.

Obwohl zurzeit ein Überangebot auf dem Markt vorliegt, könnte es bis zum Ende des Jahrzehnts bei einigen Rohstoffen zu einem Engpass kommen. Viele Analysten haben immer noch positive langfristige Aussichten, was Grundmetalle angeht – besonders Kupfer und Nickel – weil Minen mit hoher Produktion veralten. Daher sinkt die Produktivität jener Minen, wodurch das globale Angebot fallen könnte.

Es gibt nicht viele Projekte, die in den nächsten Jahren auf den Markt kommen und BHP und Rio sind unter den wenigen Unternehmen mit großen Projekten in Entwicklung. Rio ist besonders attraktiv, weil es durch seine Megaprojekte Oyu Tolgoi und Pilabara ein besseres Produktionspotenzial hat. Diese Projekte fördern zwei der profitabelsten Rohstoffe: Kupfer und Eisenerz.

3. Ihre starken Bilanzen

BHP und Rio haben zwar kürzlich ihre Dividenden gekürzt, aber ihre Bilanzen bleiben robust. Mit einem Nettoverschuldungsgrad von unter 30 % sind beide in der einzigartigen Position, von Fusionen und Akquisitionen zu profitieren. Das birgt bei den derzeitig niedrigen Preisen von Vermögenswerten und dem Mangel an Konkurrenz seitens potenzieller Käufer ein großes Potenzial. Fusionen und Akquisitionen könnten Skaleneffekte und mehr Verhandlungsmacht bringen, was die Wettbewerbsvorteile der beiden langfristig stärken könnte.

Obwohl beiden Unternehmen kurzfristige Hindernisse bevorstehen, geben uns ihre starken Bilanzen Vertrauen darin, dass beide Unternehmen in einer guten Position sind, um mit den niedrigen Preisen länger umgehen zu können. Es ist fast unmöglich, den Tiefpunkt des Markts timen zu können, aber immerhin können wir sicher sein, das BHP und Rio die finanzielle Flexibilität haben, den Rohstoffzyklus zu überstehen.

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Dieser Artikel wurde von Jack Tang auf Englisch verfasst und am 22.4.2016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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