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Warum die Schuldenhöhe die größte Angst der Investoren ist

Foto: Pixabay, stevepb

Hier in Großbritannien sind wir an einem niedrigen Leitzins gewöhnt. Tatsächlich ist dies für die Einen schon Standard, die Anderen erinnern sich nicht mal an Zeiten, in denen der Leitzins höher war. Dennoch wird der Leitzins nicht für immer bei 0,5 % bleiben und wenn die Bank of England sich für eine restriktive Währungspolitik entscheidet, wird der FTSE 100 darunter leiden.

Schocktaktik

Das ist der Fall aus einigen, verschiedenen Gründen. Erstens wäre da der Schock der steigenden Zinsrate für Einzelpersonen, Betriebe und Investoren. Wie erwähnt, wird ein niedriger Leitzins heute als „normal“ angesehen und das Ende dieser Ära könnte die Zuversicht unter Druck setzen. Als die Federal Reserve den Leitzins im Dezember um 0,25 % erhöht hat, war genau dies der Fall in Amerika. In Folge dessen verschlechterte sich die Zuversicht der Investoren und der S&P 500 fiel. Dasselbe könnte auch in Großbritannien passieren.

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Zweitens, abgesehen von der Lehre aus der Kreditkrise, haben Großbritanniens Konsumenten und Betriebe immer noch einen extrem hohen Schuldenstand. Ein höherer Leitzins könnte daher nicht nur die Konsumenten, Betriebe und Investoren schockieren, sondern verschlechtert auch die finanziellen Zukunftsperspektiven. Zum Beispiel würden Einzelpersonen ein höhere Hypothek zahlen und andere Schuldenrückzahlungen tilgen, und das könnte das Konsumverhalten schwächen. Gleichzeitig geht die Gewinnmarge der Betriebe zurück aufgrund steigender Kosten von Schuldendiensten. Und bezüglich börsennotierter Unternehmen, könnte dies bei Investoren zu einer weniger positiven Einstellung hinsichtlich der Zukunftsperspektiven führen.

Wir lernen daraus, dass es für Investoren nur vernünftig ist, den Schuldenstand ernst zu nehmen. Obwohl einige Unternehmen in bestimmten Sektoren mit höheren Schulden besser leben könnten als andere, z.B. die Versorgungs- und Tabakindustrie, könnten dessen Aktienpreise immer noch unter Druck geraten aufgrund langsam wachsender Aussichten hinsichtlich Profitabilität. Ebenso die Unternehmen, die zyklischer sind und sich in der Vergangenheit darauf verlassen haben, dass Schulden ihre Kapitalrentabilität ankurbeln, könnten anfangen zu scheitern, falls sie die doppelte Angst der sinkenden Verkaufszahlen (aufgrund niedrigem Konsum) und höheren Schuldendienstkosten überstehen.

Bargeld auf der Seite

Zweifellos haben die meisten Unternehmen Schulden in ihrer Bilanz, also ist beim Investieren die komplette Vermeidung von Unternehmen mit Schulden sehr schwierig. Nichtsdestotrotz könnten sich Investoren auf Unternehmen konzentrieren, die eine beträchtliche Bargeldsumme bei Seite haben oder eine vernünftige Schuldensumme relaltiv zu der Belastbarkeit ihres Geschäftsmodells.

Ein Weg, um dies zu bewerten, ist die debt-to-equity Kennzahl (dt. Verschuldungsgrad), welches sich aus der Division von Schuldenhöhe und Eigenkapital ergibt. Für defensivere Unternehmen ist ein akzeptabler Stand naturgemäß höher als der von zyklischen. Zusätzlich lohnt es sich die Zinsdeckungsrate zu berechnen, also wie oft es einem Unternehmen möglich ist seine Fremdkapitalzinsen zu zahlen. Das ist ganz einfach der operative Gewinn (z.B. Gewinn vor Zinsen und Steuern) dividiert durch die Zinskosten. Bei einem belastbaren Geschäft hat diese etwas weniger Freiraum als bei einem eher zyklischen Unternehmen.

Also, während es einige Risiken für Investoren gibt, überlappt die Erhöhung des Leitzinses die meisten davon. Obwohl weniger im kurzfristigen Horizont, könnte der Leitzins innerhalb der nächsten fünf Jahre über 3 % sein und daher sollten diese Risiken ernst genommen werden.

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Dieser Artikel wurde von Peter Stephens auf Englisch verfasst und wurde am 31.03.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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