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Silver Wheaton oder Barrick Gold? Was ist der bessere Kauf?

Foto: Pixabay, Geizkragen69

Die Märkte für Edelmetalle standen die letzten Jahre ziemlich unter Druck und Unternehmen wie das Streaming-Unternehmen Silver Wheaton (WKN:A0DPA9) und der Minenriese Barrick Gold (WKN:870450) mussten beide ihren Aktienkursen beim Fallen zusehen. In letzter Zeit entdecken die Investoren aber wieder das Potenzial von Gold und Silber und die Trendwenden in den beiden Märkten haben die Kurse der dort tätigen Unternehmen wieder steigen lassen.

Daher wollen die interessierten Investoren wissen, welche der beiden Aktien der bessere Kauf ist. Daher wollen wir Silver Wheaton und Barrick Gold einmal anhand einiger wichtiger Kennzahlen vergleichen, um zu sehen, welche gerade attraktiver aussieht.

Kursentwicklung und Bewertung

Die Kurse von Silver Wheaton und Barrick Gold stehen seit längerer Zeit unter Druck, aber in letzter Zeit sind sie wieder stärker gestiegen. In den letzten 3 Monaten konnten beide nach den Tiefpunkten im Januar Gewinne von etwa 75 % an der Börse verzeichnen.

Es ist schwer, die beiden nur anhand der Bewertungskennzahlen der Vergangenheit zu bewerten, denn beide Unternehmen standen unter hohem finanziellen Druck. Beide mussten große Abschreibungen vornehmen, da sich die Preisbedingungen in den Märkten für Gold und Silber ungünstig entwickelt hatten. Daher konnte Silver Wheaton auch nicht so hohe Gewinne erzielen und wird daher mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von mehr als 100 gehandelt. Auch Barrick hat in den letzten 12 Monaten Geld verloren, die das KGV praktisch aussagelos machen.

In Zukunft erwarten beide Unternehmen aber wieder profitabel zu werden und ihre erwarteten Bewertungen sind sich auch ziemlich ähnlich. Aufgrund der Erwartungen liegt das künftige KGV bei etwa 27. Wenn man sich die Bewertungen und die letzten Entwicklungen ansieht, dann ergibt sich bei beiden Unternehmen ein ähnliches Bild.

Dividenden

Relativ wenige Edelmetallunternehmen zahlen überhaupt Dividenden, daher ist es erwähnenswert, dass Silver Wheaton und Barrick Gold ihre Aktionäre mit regelmäßigen vierteljährlichen Zahlungen belohnen. Die Renditen sind aber nicht besonders attraktiv. Silver Wheaton zahlt 1,1 %, was aber immer noch mehr ist als die 0,5 % von Barrick Gold.

Beide Unternehmen mussten in den letzten Jahren die Dividenden im Zaum halten. Silver Wheaton bindet die Dividende an die Gewinne und daher ist die Ausschüttung aufgrund des Rpckganges bei den Gold- und Silberpreisen auch fast um zwei Drittel gesunken. Ähnlich hat Barrick vor knapp einem Jahr beschlossen, seine Dividende um 60 % zu kürzen. Als Grund wurde angeführt, man müsse mehr Kapital behalten, um sich an die verändernden Bedingungen auf den Edelmetallmärkten anzupassen und um strategische Gelegenheiten nutzen zu können. Bei den Dividendeninvestoren hat Silver Wheaton leicht die Nase vorn.

Wachstum

Beide Unternehmen sind lange genug im Geschäft, um zu wissen, wie man es durch die zyklischen Abwärtstrends schafft und sie konzentrieren sich auch darauf, langfristige Strategien auszuarbeiten, die einen Vorteil aus den aktuellen Bedingungen ziehen. Silver Wheaton arbeitet seit einiger Zeit daran, Verträge mit Minenunternehmen auszuhandeln, da diese sich momentan in der schwächeren Position befinden und das Streaming-Unternehmen extrem vorteilhafte Bedingungen in Austausch für die Finanzierung bekommen kann.

Die Aktionäre waren nicht besonders glücklich darüber, dass sich das Unternehmen dazu entschlossen hat, weitere Aktien zu verkaufen, um Kapital aufzunehmen, aber wenn die Preise für Gold und Silber weiterhin steigen, dann werden sich diese Maßnahmen in Form von größeren Kursgewinnen noch auszahlen.

Im Gegensatz dazu muss sich Barrick Gold direkt mit den Problemen als Minenbetreiber herumschlagen und die langfristigen Probleme bestehen immer noch. Die Bemühungen, um die Kosten zu senken und die Gewinne zu erhöhen, waren bisher positiv, aber die anhaltenden Probleme wie in Pascua-Lama an der Grenze von Chile zu Argentinien könnten Barrick davon abhalten, so sehr zu wachsen, wie die Investoren das gerne hätten. Die günstige Produktion von Barrick gibt dem Unternehmen ein höheres Gewinnpotenzial, aber erst müssen die Edelmetallpreise steigen, um daraus den vollen Vorteil zu ziehen.

Aktuell scheint Silver Wheaton besser aufgestellt zu sein für Edelmetallinvestoren, denn es bietet die maximalen Gewinnchancen, sollten die Preise für Gold und Silber steigen. Im Gegensatz dazu muss Barrick Gold erst noch einige Hürden hinter sich lassen, bevor der Abwärtszyklus für beendet erklärt werden und man sich aggressiv auf das Wachstum konzentrieren kann.

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Motley Fool besitzt Aktien von Silver Wheaton.

Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und wurde am 24.04.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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