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6 Faszinierende Fakten, die du wahrscheinlich noch nicht über den 3D-Druck wusstest

Foto: Planetary Resources

In den letzten Jahren ist der 3D-Druck geradezu explodiert. Aus einer Technologie, die erst nur unter Tech-Liebehabern und Investoren von Unternehmen wie 3D Systems (WKN:888346) und Stratasys (WKN:A1J5UR) bekannt war, ist ein Phänomen geworden, das in jeden Winkel unseres Lebens und der Industrie eindringt, vom Gesundheitssektor über die Bildung, Unterhaltung bis hin zur Luftfahrt und Automobilindustrie.

Das liegt daran, dass es in den letzten Jahren riesige technologische Sprünge in diesem Bereich gab, der Mitte der 80er Jahre erfunden wurde. Daher ist auch der mögliche Anwendungsbereich inzwischen deutlich größer und das verspricht auch weiteres exponentielles Wachstum.

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Hier sind sechs Fakten, die alle, die dieser interessanten Technologie nicht folgen, vielleicht noch nicht wissen.

1. Das erste Objekt aus dem 3D-Drucker aus Asteroidenmaterial wurde im Januar vorgestellt

Planetary Resources und sein Partnerunternehmen 3D Systems stellten das erste Objekt, das jemals aus Asteroidenmaterial gedruckt wurde, auf der Consumer Electronics Show im Januar 2016 vor. Das Material kam vom Einschlag im Campo del Cielo bei Argentinien und besteht aus Eisen, Nickel und Kobalt – also ähnlich wie hochwertiger Stahl auch.

Der Raumschiffprototyp weiter oben besteht aus Asteroidenmaterial, das pulverisiert und mit dem ProX DMP 320 3D-Drucker von 3D Systems gedruckt worden war. Das Pulver wurde von Allegheny Technologies hergestellt, indem das Material unter einem Vakuum geschmolzen und dann gasverdüst wurde.

Das Privatunternehen Planetary Resources sollte man im Auge behalten. Es baut Raumschiffe, um Asteroiden als Minen zu nutzen. Einige glauben sogar, dass könnte ein Billionengeschäft werden und helfen, die Weltwirtschaft anzukurbeln, da es endlose Ressourcen im Weltraum gibt. Zu den Gründungsinvestoren zählen Larry Page, CEO und Mitgründer von Alphabet (dem Mutterunternehmen von Google) und Sir Richard Branson, Gründer der Virgin Group.

2. 3D-gedruckte menschliche Körperteile wurden erfolgreich bei Tieren implantiert

BILDQUELLE: FLICKR VIA U.S. ARMY MATERIAL COMMAND. 

BILDQUELLE: FLICKR VIA U.S. ARMY MATERIAL COMMAND.

Das Wake Forest Institute for Regenerative Medicine ist eines der führenden Unternehmen im Bereich „Bioprinting“ – dem 3D-Druck von lebenden Zellen, die Gewebe und Organe bilden. Das Unternehmen verkündete im Februar, man habe einen Meilenstein erreicht: Ein Forschungsteam unter der Führung von Dr. Anthony Atala druckte einen menschlichen Knochen, ein Ohr und Muskelgewebe und implantierte sie ausgewählten Tieren wie Mäusen und Ratten, wo sie auch nach mehreren Monaten noch voll funktionierten.

Die Implantate reiften erfolgreich zu voll funktionalem Gewebe. Das bedeutet, sie überlebten lange genug, um Blutgefäße zu bilden und um sich von in den Körper des Tieres zu integrieren. Diese Errungenschaft wurde im Fachmagazin Nature Biology veröffentlicht und bringt die Wissenschaft dem heiligen Gral des Bioprinting einen Schritt näher: Der 3D-Druck von funktionellen menschlichen Organen als Transplantate. Zusätzlich zu Wake Forest versuchen sich noch mehrere andere Institute daran. Zu erwähnen wären hier Organovo(WKN:A1JUPD) und das Wyss Institute von Harvard.

3. Die FDA hat das erste 3D-gedruckte Medikament 2015 zugelassen

Aprecia Pharmaceuticals erhielt im August als erstes Pharmaunternehmen der Welt die Zulassung der FDA. Das Medikament Spritam (levetiracetam) wird benutzt, um Epilepsie zu behandeln und kam im März auf den Markt.

Das Privatunternehmen Langhorne aus Pennsylvania nutzt dabei seine selbst entwickelte ZipDose-Technologie, die auf der Power-Liquid-Technologie des MIT basiert. Der Prozess produziert eine poröse Formel, die sich schnell beim Kontakt mit ein wenig Flüssigkeit wieder auflöst. Spritam sollte davon profitieren, dass es so viele Epilepsiepatienten gibt, die an Schluckbeschwerden leiden.

Aprecia plant ZipDose zu nutzen, um weitere Medikamente in hoher Konzentration herzustellen, die oft verschrieben werden.

4. Die erste 3D-Druckanlage im Weltraum jetzt auch hier

RÜCKANSICHT DER INTERNATIONALEN WELTRAUMSTATION, DIE JETZT MIT EINER 3D-DRUCKANLAGE AUSGESTATTET IST. BILDQUELLE: NASA.

Solltest du im Weltraum mal einen 3D-Drucker brauchen, dann musst du nur bei der Internationalen Weltraumstation vorbei schweben. Seit dem 26. März ist die ISS mit einer Anlage ausgestattet, die aus einem 3D-Drucker und dem entsprechenden Gerät besteht.

BILDQUELLE: AUTODESK.

Das Innovation Lab von Lowes (WKN:859545) arbeitet mit dem Privatunternehmen Made in Space zusammen, um Lowe’s zum ersten Weltraumeinzelhändler zu machen. Dieser 3D-Drucker ist erst der zweite außerhalb der Erde. Made in Space brachte den ersten im September 2014 auf die ISS im Rahmen des „3D Printing in Zero-G Experiments“. Die Ergebnisse dieser Mission wurden benutzt, um den 3D-Drucker zu verbessern, der jetzt permanent auf der ISS ist und gegen Gebühr von der NASA und anderen Institutionen benutzt werden kann. Der Drucker musste speziell gebaut werden, um auch in der Schwerelosigkeit zu funktionieren – in einem Null-G-Umfeld also. Designed wurde er mit den Programmen Autodesk Inventor und Fusion 360 von Autodesk (WKN:869964).

5. Walt Disney hat seine eigene 3D-Drucktechnologie entwickelt.

Es ist bekannt, dass Disney (WKN:855686) den 3D-Druck für mehrere Anwendungen in seinem Unterhaltungsimperium nutzt, aber es scheint nicht vielen Leuten bekannt zu sein, dass der Mäusekonzern auch seine eigene Technologie mit dem Namen „Printed Optics“ entwickelt hat.

SCHACHFIGUREN MIT EINGEBETTETEN 3D-GEDRUCKTEN LICHTRÖHRCHEN ALS DISPLAY, UM ORT UND VORSCHLÄGE FÜR SCHACHZÜGE ZU GEBEN – BILDQUELLE: DISNEY RESEARCH.

Die Technologie erlaubt es maßgefertigte optische Elemente für Sensoren, Anzeige und Beleuchtung direkt in ein interaktives Gerät einzubetten. Disney hat das mit einem Eden-Drucker von Stratasys geschafft. Die Fiberoptiken formen hier animierte Augen für interaktive Spielzeuge, die Möglichkeiten sind riesig. Printed Optics ist Teil von Disney langfristiger Vision für die Herstellung von interaktiven Geräten, die komplett aus dem 3D-Drucker kommen sollen.

6. Es gibt auch 4D-Druck.

Diese an Magie grenzende Technologie befindet sich aber noch im Versuchsstadium. Wie der Name schon andeutet wird hier noch eine weitere Dimension hinzugefügt: Die Zeit. In anderen Worten, es handelt sich dabei um den 3D-Druck von Objekten, die eine oder zwei Dinge können, sich selbst zusammenbauen und/ oder unter bestimmten Bedingungen ihre Eigenschaften ändern.

DIE PROGRAMMIERBAREN MATERIALIEN VON STRATASYS KÖNNEN IHRE EIGENSCHAFTEN ÄNDERN, WENN SIE DEM WASSER AUSGESETZT WERDEN. IM BILD WIRD „MIT“ GESCHRIEBEN. BILDQUELLE: STATASYS

Der wichtigste Name im Bereich 4D-Druck ist aber Skylar Tibbits, Chef des Self-Assembly Lab am MIT, der diesen Term geprägt hat. Tibbits präsentierte das Thema auf der TED-Konferenz 2013. Stratasys und Autodesk arbeiten mit ihm zusammen.

Von etablierten Unterhaltungsfirmen wie Disney bis hin zu neuen Biotechs wie Organovo, der 3D-Druck hinterlässt überall seine Spuren.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.
Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A und C)und Walt Disney. Motley Fool empfiehlt 3D Systems, Orbital ATK und Stratasys.

Dieser Artikel wurde von Beth McKenna  auf Englisch verfasst und wurde am 23.04.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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