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Investoren: Sich selbst treu zu bleiben ist nicht immer einfach

„Der Grund, warum Buffett erfolgreich ist, ist nicht, dass er einen magischen Aktienzauberstab hat, sondern seine unglaubliche Fähigkeit, seinem Stil treu zu bleiben.“

— Mebane Faber

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Es ist vielleicht keine Überraschung, dass es laut Studien einen schlechten Einfluss auf unsere psychische Gesundheit hat, sich ständig selbst zu hinterfragen. Aber wie steht es um unser finanzielles Vermögen?

Historisch gesehen hat der S&P 500 70 % der Zeit positive jährliche Renditen generiert. Das klingt großartig, oder?

Leider sind es oft die übrigen 30 %, die bei Investoren die Frage aufwerfen, wo etwas falsch gelaufen ist. Psychologen nennen das „negative Voreingenommenheit“. Menschen konzentrieren sich einfach mehr auf das Negative als auf das Positive.

Wenn man über diese Hochs und Tiefs des Investierens nachdenkt, versteht man leicht, warum wir vielleicht viele Stimmen in unserem Kopf haben, die unsere Gedanken in verschiedene Richtungen drängen. Es hat sich herausgestellt, dass die Fähigkeit, diese Stimmen auszuschalten, vielleicht das Erfolgsrezept eines der größten Investoren der Welt ist – Warren Buffett.

Mebane Faber, Mitgründerin und Chief Investment Officer von Cambria Investment Management, hat kürzlich die Renditen der Top-10 von Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) seit dem Jahr 2000 analysiert. Sie hat herausgefunden, dass sie in neun von den 16 Jahren, die sie sich angeschaut hat, schlechtere Leistung geliefert haben als der Index.

Ja, Warren Buffetts Top-10-Investitionen haben den weiteren Markt in mehr als der Hälfte dieses Millenniums unterboten. Offensichtlich hat er den Anschluss verloren, oder?

Falsch!

Sicher haben Buffetts Top-10 ein oder neun Mal verloren, aber wenn du alle 16 Jahre zusammen betrachtest, haben sie aus 10.000 US-Dollar 40.000 US-Dollar gemacht. Mit einer Rendite von 300 % in 16 Jahren könntest du leben, oder?

Wie ist es also diesem Buffett-schlagenden Index ergangen? Naja, er hat verloren – und das nicht nur ein bisschen. Er hätte deine ursprünglichen 10.000 US-Dollar nicht ganz verdoppelt und liegt damit mit mehr als 20.000 US-Dollar unter Berkshire.

Wie hat Buffett diese Leistung erreicht? Er ist sich treu geblieben.

Im Jahr 2000 beinhalteten Berkshires 5 größten Anlagen Namen wie American Express, Coca-Cola, Gillette (jetzt Procter & Gamble), The Washington Post Co. und Wells Fargo. Wenn man dann auf den Februar 2016 schaut, beinhalteten die Top-10 immer noch alle außer die Washington Post Co (jetzt Graham Holdings). Der Hauptgrund dafür ist, dass Warren Buffett quasi 1,6 Millionen Anteile an Graham Holdings für den kompletten Besitz einer Tochterfirma von Graham Holdings gehandelt hat, was eine Fernsehstation in Miami mit einschließt.

Mehrere Akquisitionen in der Zeit machen den Rest von Buffetts Top-10 aus. Sie haben sich nicht – wie in den Portfolios vieler einzelner Investoren – aus Veräußerungen entwickelt. Um es einfach auszudrücken: Er lässt seine Gewinner einfach gewinnen. Wir Sterblichen machen leider häufig das Gegenteil und geben uns dem Dispositionseffekt hin – Gewinner verkaufen und Verlierer behalten.

Wir bei The Motley Fool versuchen Buffett nachzueifern, indem wir mehr von den Gewinnern kaufen, anstatt sie zu verkaufen. Sie sind ja aus einem guten Grund Gewinner, oder? Leider ist das nicht immer so leicht.

Zu diesem Thema hat mein Kollege Jason Moser in einem Podcast namens Million Dollar Portfolio folgendes angeboten: „Mehr von seinen Gewinnern zu kaufen ist nicht sehr leicht, wenn man es zuvor noch nie getan hat, aber je häufiger man es macht, desto leichter, finde ich, wird es. Ich glaube, wir werden das häufiger machen, wenn wir unseren Gewinnern beim Entwickeln zuschauen können.“

Anscheinend hat sich Onkel Warren daran gewöhnt. Ich weiß, dass ich persönlich daran gearbeitet habe.

Warren Buffett und... Deutschland?

Deutschland ist für Warren Buffett ein attraktiver Investitions-Standort und hat nach eigenen Angaben „den Code für Deutschland geknackt“. Mit Detlev Louis geht seine Einkaufstour durch die Republik also jetzt erst los. Was bedeutet das für dich als Investor? Ganz einfach: Dass du unbedingt auf dem Schirm haben solltest, was Buffett plant. Lade dir jetzt unseren kostenlosen Sonderbericht über Buffetts Pläne für Deutschland herunter, in dem unsere Analysten unter anderem verraten, welche seine deutsche Lieblingsaktie ist – und was du darüber hinaus von der Legende lernen kannst. Bis gleich in deinem Postfach!

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway und Wells Fargo. The Motley Fool hält die folgenden Optionen: Short Mai 2016 52 USD Puts auf Well Fargo. The Motley Fool empfiehlt American Express, Coca-Cola und Procter & Gamble.

Dieser Artikel wurde von Taylor Muckerman auf Englisch verfasst und am 19.4.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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