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Der Ölmarkt wird sich wandeln: Wirst du bereit sein?

Trotz recht hysterischen Vorhersagen in der Presse sind die Ölpreise am Montag nicht kollabiert. Nach einem kurzen Schwanken ist Brent-Rohöl auf das Level von 43 US-Dollar zurückgekehrt, auf welchem es die letzte Woche beendet hat.

Man hatte große Angst davor, dass das Versagen der OPEC, sich in Doha auf ein Einfrieren der Ölförderung zu einigen, zu einem weiteren Ölpreiskollaps führen könnte. Tatsächlich war das Scheitern der OPEC vorauszusehen und irrelevant. Fast alle großen Ölförderer fördern bereits so viel Öl wie sie können. Sie können ihre Produktion gar nicht erhöhen.

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Das heißt nicht, dass der Ölpreis in den nächsten Monaten nicht wieder fallen könnte, denn das ist eine Möglichkeit. Aber wenn das passiert, wird es sich vermutlich um ein kurzfristiges Tief handeln, welches das Ende des Bärenmarkts für Öl signalisiert.

Hier sind die großen Neuigkeiten

Nach über einem Jahr des Wartens beginnt die Ölförderung langsam zu fallen. In den USA um ungefähr 500.000 Barrels pro Tag von dem Höhepunkt im letzten Jahr von 9,5 Millionen Barrel pro Tag. Der Rückgang wird deutlicher und die Produktion fällt wöchentlich.

Die Förderung fällt auch an anderen Orten. In Russland und einigen OPEC-Ländern waren Produzenten nicht in der Lage, das notwendige Geld auszugeben, um ihre Produktionslevel zu halten. Ich glaube, der Ölmarkt steuert auf einen Wendepunkt zu, an dem globale Vorräte sinken werden und sich der Markt wieder ausgleichen wird. Es wird vielleicht sogar irgendwann Lieferengpässe geben.

In eine Erholung investieren

Meiner Meinung nach sind die sichersten Optionen auf dem aktuellen Markt die Größen BP und Shell. Die Anteile beider Unternehmen sind im letzten Jahr um 15 % – 25 % gefallen, aber beide haben ihre Dividenden beibehalten. Deswegen bieten sie Renditen von über 7 % und sehen in Bezug auf langfristige Gewinne preiswert aus. Es besteht zwar immer noch das Risiko der Dividendenkürzung, aber ich denke, dass beide in den nächsten Jahren Gewinne liefern werden.

Die zweite Aktienkategorie würde ich gut finanzierte Unabhängige nennen. Unternehmen wie Faroe Petroleum und Amerisur Resources haben viel Cash und minimale Schulden sowie geringe Produktionskosten.

Ich halte das Risiko nach unten für begrenzt, dank der starken Bilanzen der Unternehmen und ihrer Cashflows durch die Produktion. Es besteht jedoch das Risiko, dass die Erholung zum Großteil bereits in die Aktien eingepreist ist. Amerisur wird beispielsweise zurzeit mit dem 18-fachen seiner voraussichtlichen Gewinne für 2017 gehandelt.

Die dritte und risikoreichste Kategorie, die ich vorschlagen möchte, sind Unternehmen mit guten Vermögenswerten aber zu hohen Schulden. Wir haben bereits gesehen, wie einige Ölaktien mit geringer Marktkapitalisierung aufgrund von Schulden zusammengebrochen sind. Die Frage ist, ob größere hochverschuldete Unternehmen wie Tullow Oil und Premier Oil zurzeit gute Kaufoptionen sind.

Premier hat Nettoschulden von mehr als 2 Milliarden US-Dollar, während die von Tullow auf 4 Milliarden US-Dollar gestiegen sind. Beide Unternehmen müssen Teile ihrer Schulden im Jahr 2017 refinanzieren. Ich denke, dass ein hier ein echtes Risiko besteht – besonders für Premier. Das kann dazu führen, dass das Unternehmen frisches Kapital besorgen muss – entweder durch Bezugsrechtsemission oder durch den Verkauf von Anteilen wichtiger Vermögenswerte.

Meiner Meinung nach sind diese Aktien zu risikoreich für Investoren – trotz der Verbesserung des Ölpreises, die wir dieses Jahr sehen konnten. Aber ich könnte falsch liegen.

Ich glaube, dass die Unsicherheit auf dem Ölmarkt Diversifikation noch wichtiger macht als sie ohnehin schon ist.

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The Motley Fool UK hat Aktien von BP, Royal Dutch Shell B und Tullow Oil empfohlen. 

Dieser Artikel wurde von Roland Head auf Englisch verfasst und am 21.4.2016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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