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3 Möglichkeiten, an der Börse alles zu verlieren

Um als Investor Erfolg zu haben, ist es nicht nur wichtig zu wissen, was man tut, sondern auch was man nicht tun sollte. Sonst könntest du ein ausgezeichneter Investor sein und jedes Jahr hohe Renditen einfahren, aber wenn du leichtsinnig wirst und etwas Dummes tust, dann könnte dein Sparschwein ganz schnell weg sein.

Daher haben wir unsere Foolishen Autoren gebeten, uns ein paar Szenarien zu nennen, in denen man alles an der Börse verlieren kann. Im Folgenden erfährst du, was ihnen dazu eingefallen ist, damit du diese Minenfelder umgehen kannst.

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BILDQUELLE: MEINERSTERAMPE ON PIXABAY.

Foto: Pixabay, Meineresterampe

Dan Caplinger:

Die Börse ist riskant genug, wenn du nur bei den Aktien der Unternehmen deiner Wahl bleibst. Meistens geraten die Investoren in Schwierigkeiten, wenn sie das Risiko ihrer Portfolios erhöhen und Strategien benutzen, wie mit Margin zu investieren oder Optionen zu nutzen, um bei ihren bevorzugten Aktien mit Hebel zu investieren.

Die meisten Broker leihen einem Geld, um mehr Aktien kaufen zu können, als man sich eigentlich leisten könnte. Das ist wunderbar, wenn die Aktie steigt, denn dann hast du ja mehr Aktien und damit auch höhere Gewinne. Dabei werden aber auch Zinsen fällig und du musst einigen Regeln folgen, die dich dazu zwingen können, die Gewinne zum ungünstigsten Zeitpunkt zu Geld zu machen. Das schafft permanente Verluste, von denen du dich vielleicht nicht erholen kannst.

Genauso könnten Optionenstrategien riesige Renditen generieren, wenn die zugrundeliegende Aktie sich im vereinbarten Zeitraum in die von dir erwartete Richtung bewegt. Viele Optionen verfallen aber einfach wertlos. Zusätzlich kannst du dabei alles verlieren, selbst wenn die Kurse stabil bleiben oder sich leicht zu deinen Gunsten bewegen.

Alles in allem erhöhen Hebel die potenzielle Rendite, aber sie bieten auch höhere Risiken. Wenn du einen Hebel nicht richtig benutzt, dann erhöht das die Chancen, alles zu verlieren dramatisch.

Brian Feroldi:

Eine Möglichkeit, wie man als Anfänger daneben liegen kann, ist, indem man nur Pennystocks kauft. Es ist nur zu einfach, eine attraktive ultragünstige Aktie zu finden und zu investieren. Immerhin ist das Web ja vollgepflastert mit der entsprechenden Werbung, die riesige Renditen verspricht, wenn du nur dem “sicheren” System des Anbieters folgst.

Doch leider sind Pennystocks meisten eine sehr schlechte Idee und oft handelt es sich bei den Unternehmen, die diese bewerben auch nur um Betrügereien. Wenn du die angebotenen Aktien kaufst, dann verlierst du fast schon garantiert eine Menge Geld.

BILDQUELLE: TAX CREDITS ON FLICKR. 

Foto: Tax Credits, Flicr

Beweise? Vor ein paar Jahren war ein Motley-Fool-Analyste schlau genut, eine entsprechende Homepage zu erstellen und gab einfach jeder dieser Aktien einen Daumen nach unten. Die Ergebnisse sprechen für sich selbst – mehr als 93 % dieser Pennystocks haben sich drastisch unter dem Durchschnitt entwickelt und mehrere Dutzend davon haben einen Verlust von mindestens 98 % eingefahren.

Die Sache ist klar: Meide Pennystocks und steck dein Geld lieber in hochwertige Unternehmen oder Indexfonds.

Ich musste das zum Beispiel auf die harte Tour lernen. Als ich mit dem Investieren angefangen habe, habe ich nur in solche Pennystocks investiert, denn der niedrige Kurs hat mich einfach angezogen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch nicht viel zum Investieren, daher hat mir der Gedanke hunderte oder sogar tausende von Aktien mit wenigen hundert Dollar kaufen zu können, sehr zugesagt. Angesehen davon, da der Kurs so niedrig war, mussten die Kurse ja nur um ein paar Pennies steigen und schon hätte ich einen dicken Gewinn gemacht, oder?

Falsch. Jede dieser Aktie ist drastisch eingebrochen und meine Ersparnisse waren schnell dahin. Zum Glück habe ich verkauft, bevor die Lage wirklich schlimm geworden ist. Daher sollte man als Investor den Preis einer Aktie komplett ignorieren und sich mehr darauf konzentrieren, ein hochwertiges Unternehmen zu kaufen.

Selena Maranjian:

Eine sehr gute Möglichkeit, um an der Börse all sein Geld zu verlieren, ist seine Emotionen nicht im Griff zu haben. Gier zum Beispiel kann jede Menge Wohlstand zerstören, indem sie dich dazu bringt, in schnell steigende Aktien zu investieren, die ihren intrinsischen Wert schon weit hinter sich gelassen haben und bald wieder abstürzen werden.

Dann wäre da noch die Angst. Wenn du die Tatsache nicht akzeptieren kannst, dass die Börse und einzelne Aktien steigen und fallen werden – manchmal auch abrupt – dann wirst du vielleicht in Panik geraten und Aktien verkaufen, die sich gerade in einem Abwärtstrend befinden. Vergiß nicht, dass sich der Markt noch immer nach Abwärtsbewegungen wieder erholt und neue Hochstände erreicht hat. Ein Graph der langfristigen Börsenentwicklung zeigt ziemlich viele Zickzackmuster, aber der übergeordnete Trend hat noch immer nach oben gezeigt.

Daten von Dalbar & Lipper zeigen wie viel Schaden Emotionen anrichten können. Zwischen 1996 und 2015 haben die Investmentfonds im Durchschnitt 7,7 % pro Jahr erwirtschaftet. Damit wird eine einzige Investition von 10.000 US-Dollar aus dem Jahr 1996 bis Ende 2015 zu 44.000 US-Dollar. Der durchschnittliche Gewinn eines Investmentfondskunden lag im selben Zeitraum aber nur bei 4,7 %. Mit einem durchschnittlichen Jahresgewinn von 4,7 % würden im Laufe von 20 Jahren aus 10.000 US-Dollar 25.000 US-Dollar werden – ganze 19.000 US-Dollar weniger. Warum der Unterschied?

Das liegt darin begründet, dass die Anleger ihre Anteile wieder verkaufen, wenn sie Angst bekommen und wie auf den Zug aufspringen, wenn sie gierig werden. Das Kaufen und Verkaufen kann auch die Handelsgebühren erhöhen.

Vergiß nicht, dass fast jede gute langfristige Aktie mal einbricht oder auf der Stelle bricht. Solange du aber an das Unternehmen glaubst, ist es oft das Beste, investiert zu bleiben. Geduldig und rational zu bleiben, kann die Gewinne deines Portfolios stark erhöhen.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger, Brian Feroldi und Selena Maranjian auf Englisch verfasst und wurde am 14.04.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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