The Motley Fool

Was haben sie sich nur dabei gedacht?

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Ein Viertel der Ausgaben für Medicare geht an Patienten in den letzten sechs Monaten ihres Lebens.

Die Politiker sagen, was das für eine Verschwendung sei. Die Analysten zeigen, wie viel man sparen könnte. Eine Gruppe, von denen man aber nicht viele Beschwerden hört, sind die Ärzte. Und es gibt einen Grund dafür, wie der Chirurg und Autor Atul Gawande einmal geschrieben hat:

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Die Analysten merken oft an, wie lächerlich es ist, dass wir mehr als ein Viertel unserer öffentlichen Gesundheitsausgaben in den letzten sechs Monaten unseres Lebens ausgeben. Vielleicht könnte man diese nutzlosen Ausgaben einsparen – wenn wir nur wüssten, wann die letzten sechs Monaten gekommen sind.

Wenn wir die Vergangenheit analysieren, ist das größte Problem, dass man schon weiß, wie die Geschichte endet. Das macht es unmöglich, sich in die Lage anderer hineinzuversetzen und zu verstehen, was sie gedacht und gefühlt haben, als sie diese Entscheidungen getroffen haben.

Das trifft auch auf das Investieren zu, wo das meiste dessen, was wir untersuchen, emotionale Entscheidungen in der Vergangenheit sind.

Wir können einen Blick in die Vergangenheit werfen, als die Kurs-Gewinn-Verhältnisse niedrig und die Kursgewinne danach hoch waren. Jetzt haben wir eine Strategie, die auf Daten basiert: Aktien kaufen, wenn die Bewertungen niedrig sind. Ganz simpel eigentlich! Und es macht es einem auch leicht, sich über andere lustig zu machen, die Aktien zur falschen Zeit verkauft haben, genau dann, als es nach oben ging. Warum haben diese Idioten 2009 verkauft, als die Bewertungen so niedrig waren? Wussten sie nicht, dass man günstige Aktien kaufen soll? Schau nur wie dumm und orientierungslos sie waren.

Ich falle auch immer wieder darauf herein. Der Fehler liegt natürlich darin, dass 2009 keiner wusste, dass das der Tiefpunkt war. Niemand wusste, ob ein Einbruch um 50 % nicht bis auf 80 % fallen würde. Unter allen möglichen Szenarien war die amerikanische Wirtschaftsleistung seit 2009 eines der optimistischsten Szenarien, die man sich hätte vorstellen können. Ich hätte dem eine Wahrscheinlichkeit von 10 % gegeben. Aber so denken wir meistens nicht. Wir halten das für ein normales Ergebnis, denn das ist immerhin das, was passiert ist. Und eine einfache Vorstellung von „normal” ist das, was wirklich passiert ist. Da wir es als normal ansehen, glauben wir, dass man es leicht hätte vorhersagen können.

Daher schütteln wir natürlich jetzt den Kopf und können nicht glauben, wie die Investoren 2009 in Panik verfallen sind. Und das sollten wir. Aber es ist unmöglich, sich daran zu erinnern, wie viel Angst in dieser Zeit umging – inzwischen kennen wir das Ende der Geschichte. Ich glaube wirklich, dass es unmöglich ist, egal wie sehr man es auch versucht. Wenn du den Film nie gesehen hast, dann fang mit der letzten Szene von Planet der Affen an und sieh, ob du dir den Rest des Films noch voller neugieriger Offenheit ansehen kannst. Sicher nicht. Niemand kann absichtlich etwas ausblenden, was er schon weiß.

Immer wenn wir in die Zukunft blicken, dann scheint es, als gäbe es eine Million möglicher Szenarien, denn meistens sind sie alle möglich. Wenn wir aber in die Vergangenheit blicken, dann wissen wir ja, wie die Geschichte geendet hat und das lässt uns sofort vergessen, wie es hätte enden können. Jedes Mal wenn ich ein Video über den Tag des Sieges über Japan 1945 sehe, als der zweite Weltkrieg endete, dann denke ich: „Diese Leute müssen so glücklich gewesen sein. Der Krieg war vorbei und der größte Wohlstand in der Geschichte der Welt lag vor ihnen.“ Aber das dachten sie nicht. Sie hatten furchtbare Angst vor den Soviets und einer neuen wirtschaftlichen Depression.

Wenn wir das auf das Investieren anwenden, dann besteht das Risiko, sich Daten aus der Vergangenheit anzusehen und anzunehmen, dass wir den Mut haben, das zu tun, was sich in der Zukunft als richtig herausstellen wird. Da wir uns nicht mehr genau erinnern können, wie wir uns 2009 gefühlt haben, werden wir uns wahrscheinlich irren und nicht mehr richtig beurteilen können, wie wir uns in einem ähnlichen Szenario fühlen würden. Wenn die Börse nochmal um 50 % fällt, dann wirst du das wahrscheinlich nicht als eine Wiederholung von 2009 sehen. Du wirst dich eher fragen, ob es wieder wie 1933 ist oder wie in den 1990ern in Japan. Und du könntest Recht haben. Es ist schwer, Mut im Angesicht der Unsicherheit aufzubringen. Das ist auch der Grund, warum es mehr Leute gibt, die Warren Buffett zitieren „Sei gierig, wenn die anderen ängstlich sind“ als Leute, die 65 Milliarden US-Dollar haben.

Was kann man dagegen tun? Zwei Dinge könnten helfen.

1) Das wichtigste bei einer Investmentstrategie ist deine Fähigkeit, sie einzuhalten. Eine mäßige Strategie, die du konsequent anwendest, wird fast immer eine brillante Strategie schlagen, der du nicht folgst. Deine Ergebnisse werden am Ende wahrscheinlich nicht davon bestimmt, ob du aktuell eine Strategie benutzt, die historisch gesehen, 50 zusätzliche Punkte gebracht hat. Was den Ausschlag geben wird, ist ob du deiner Strategie auch folgen kannst – in guten wie in schlechten Zeiten.

2) Wie Benjamin Graham einmal gesagt hat: „Der Zweck der Sicherheitsmarge besteht darin, die Prognosen unnötig zu machen.“ Das sind wahrscheinlich die 13 besten Worte, die jemals über das Investieren geschrieben worden sind. Stell dir vor, was im schlimmsten Fall passieren könnte. Wenn du das finanziell überstehen kannst, dann ist es nicht mehr wichtig, wann der nächste Bärenmarkt oder die nächst Rezession kommt – oder in Gawandes Fall, die letzten sechs Monte des Lebens.

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Dieser Artikel wurde von Morgan Housel auf Englisch verfasst und wurde am 05.04.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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