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Aktien im Rückblick: DAX legt stark zu, Fusionsgerüchte beflügeln Stahlaktien, Banktitel erholen sich

Weil der Rohölpreis stieg, der Eurokurs fiel und die chinesische Konjunktur zumindest zeitweise nicht schwächelte, herrschte in der zu Ende gehenden Handelswoche Optimismus auf dem Frankfurter Börsenparkett. Die Folge: Der DAX konnte an vier Tagen in Folge zulegen und etablierte sich am Mittwoch oberhalb der 10.000er-Marke.

Besonderen Grund zur Freude hatten Aktionäre von Stahlkonzernen …

Was war an der Börse los?

Bereits am Montag bot sich den Börsenakteuren ein freundliches Bild: Der DAX (WKN:846900) startete zwar im Minus, konnte sich aber schnell in die Gewinnzone vorarbeiten und beendete den Handelstag beim Stand von 9.683 Zählern mit einem Plus von 0.6 %. Als Begründung für den freundlichen Wochenauftakt nannten zahlreiche Marktteilnehmer die jüngste Ölpreiserholung.

Besonders gut lief es bei Stahlaktien: Papiere von ThyssenKrupp (WKN:750000) legten 2,6 % zu, und die im MDAX (WKN:846741) notierte Aktie von Salzgitter (WKN:620200) stieg sogar um rund 3 %.

Nach ganz oben in der DAX-Tabelle schaffte es die Commerzbank (WKN:CBK100), deren Anteilscheine sich um 3,2 % verteuerten. Die Papiere des Geldhauses folgten damit einem europaweiten Trend bei Bankaktien. Dieser wiederum beruhte auf der Hoffnung, dass eine Lösung für faule Kredite bei italienischen Instituten bevorstehe.

Am Dienstag setzte der DAX seinen Erholungskurs fort und verbesserte sich um weitere 0,8 % auf 9.761 Zähler. Als Stütze erwies sich erneut der Ölpreis, der sich nach Berichten über eine Einigung zwischen Saudi-Arabien und Russland über eine Begrenzung der Fördermenge weiter stabilisierte.

Positive Analystenkommentare halfen Versicherungswerten nach oben. An der DAX-Spitze zeigte die Allianz (WKN:840400) ein Plus von 1,8 % und der Kurs der Munich Re (WKN:843002) verbesserte sich um 1,5 %. Im MDAX zog die Aktie der Hannover Rück (WKN:840221) um 1,7 % an. Weniger erfreulich lief es bei den noch am Vortag favorisierten Bankaktien. Die Deutsche Bank (WKN:514000) notierte knapp im Minus und Commerzbank-Papiere gaben 0,3 % ab.

Am Mittwoch übersprang der DAX die 10.000er-Marke und konnte sich bis zum Handelsschluss oberhalb dieser angeblich „psychologisch wichtigen“ Schwelle behaupten: Das Börsenbarometer stieg um 2,7 % auf 10.026 Punkte. Als wichtiger Grund für den Optimismus auf dem Parkett wurde neben dem steigenden Ölpreis und dem schwächeren Euro eine deutliche Belebung des chinesischen Außenhandels im März genannt. Letzteres wurde allgemein als Zeichen für eine konjunkturelle Trendwende in China interpretiert.

Vom Optimismus der Marktteilnehmer profitierte besonders die Deutsche Bank, deren Aktie mit einem Plus von 10 % an die DAX-Spitze katapultiert wurde. Anteilscheine der Commerzbank landeten mit einem Kursaufschlag von 7 % auf dem zweiten Platz.

Stark gefragt waren auch die Aktien von ThyssenKrupp, die nach einem Bericht über Fortschritte bei Gesprächen mit dem indischen Konzern Tata Steel zum Thema „Zusammenschluss des Stahlgeschäfts“ rund 6 % gewannen. Das Gerücht, dass auch eine Fusion des Duisburger Stahlriesen mit Salzgitter irgendwann möglich sei, verhalf den Salzgitter-Papieren zu einem Aufschlag von fast 7 %.

Wer am Donnerstag Gewinnmitnahmen erwartete, hatte wahrscheinlich nicht auf die New Yorker und Tokioter Kurstafeln geschaut: Der Dow Jones hatte am Vorabend auf dem höchsten Stand seit Dezember geschlossen, und auch in Japan war es vor dem europäischen Handelsbeginn zu deutlichen Kursanstiegen gekommen.

Kein Wunder also, dass der DAX sich um weitere 0,7 % auf 10.094 Punkte verbessern konnte. Favorit der Anleger war die Aktie des Chemiekonzerns BASF (WKN:BASF11), deren Kurs um 1,9 % stieg. Die Lufthansa (WKN:823212) feierte ihr 50. Börsenjubiläum mit einem Kursanstieg von 1 %.

Am Freitag setzte der DAX seine Klettertour nicht weiter fort und gönnte sich ein Verschnaufpäuschen. Bis 15:30 Uhr gab der deutsche Blue-Chip-Index 0,3 % ab und hielt sich damit immer noch deutlich oberhalb der 10.000er-Schwelle.

Wie geht es weiter?

Am Montag (18.04.) wird in den USA die Quartalsberichterstattung fortgesetzt: Morgan Stanley, IBM und Netflix öffnen ihre Bücher und informieren Analysten und Investoren über die Geschäftsentwicklung im ersten Vierteljahr.

Am Dienstag (19.04.) werden die deutsche Leistungsbilanz für Februar und die ZEW-Konjunkturerwartung für April veröffentlicht. In den Vereinigten Staaten legen u. a. Philip Morris, Goldman Sachs, Johnson & Johnson, Intel und Yahoo! Quartalszahlen vor. Die US-Statistiker liefern Daten zu Baubeginnen und Baugenehmigungen im März.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Johnson & Johnson und Netflix. The Motley Fool empfiehlt Intel und Yahoo.

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