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Warum Evotec weiterhin eine spannende Aktie ist

Foto: Pixabay, PublicDomainPictures

Die Evotec AG (WKN:566480) ist ein Hamburger Unternehmen aus der Biotechnologie. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte das Unternehmen erneut mit erstaunlichen Wachstumszahlen glänzen. Aber warum wächst das Unternehmen? Wieso bin ich davon überzeugt, dass es auch in Zukunft wachsen wird? Und was haben die langfristigen neuen Partnerschaften der Gesellschaft damit zu tun? All das möchte ich dir folgend gerne zeigen.

Warum 2015 ein weiteres Erfolgsjahr war

Der Umsatz konnte im vergangenen Jahr um 43 % auf knapp 128 Mio. Euro gesteigert werden. Das Geschäftsmodell des TecDax-Unternehmens gliedert sich in die Bereiche „EVT Execute“ und „EVT Innovate“. Daher ist besonders interessant, dass der Umsatz in „EVT Execute“ mit 44 % ebenso stark gesteigert werden konnte wie „EVT Innovate“ mit 46 %.

Bis vor Kurzem ging das starke Wachstum zulasten des Gewinns und man schrieb lange rote Zahlen. Mittlerweile hat sich jedoch auch hier das Blatt gewendet. In 2015 erzielte Evotec ein bereinigtes EBITDA von 8,7 Mio. Euro. Das ist ein Wachstum von 13 % zum Vorjahreszeitraum.

Die wichtigsten Aspekte finden sich jedoch in den folgenden Argumenten wieder.

Der Hauptgrund für die exzellenten Zahlen ist die neue starke Partnerschaft mit dem französischen Pharmariesen Sanofi (WKN: 920657). Durch die enge Zusammenarbeit hat man ein Segment von Sanofi in Toulouse vollständig übernommen und weitere Zahlungen aus diesem Joint-Venture erhalten. Drei weitere strategisch wichtige und langfristige Partnerschaften und Währungseffekte runden die wichtigsten Argumente für den Umsatzanstieg ab.

Warum auch 2016 verspricht, ein Erfolgsjahr zu werden

Wie ich dir zu Beginn schon gesagt habe, finde ich einen Faktor ganz besonders spannend. Alle Partnerschaften, die das starke Umsatzwachstum in 2015 ermöglicht haben sind langfristig ausgelegt. Das bedeutet also, dass es sich nicht um einmalige Erträge handelt, sondern in 2016 mit weiteren Umsatzerlösen zu rechnen ist. Allein das Umsatzpotenzial aus der Partnerschaft mit Sanofi beläuft sich auf geschätzte 300 Mio. Euro. In Anbetracht der aktuellen Ertragslage ist es aus meiner Sicht nicht unwahrscheinlich, dass erste Erfolge dabei ein regelrechtes Kursfeuerwerk auslösen könnten.

Weiterhin existiert eine wichtige Allianz mit dem Pharmariesen Bayer (WKN: BAY001). Diese Zusammenarbeit ist noch bis mindestens 2017 aktiv und hat bereits in den letzten Jahren wichtige Meilensteinzahlungen erwirkt.

Erst im Oktober des vergangenen Jahres gab man zwei weitere wichtige Partnerschaften bekannt. Vom U.S. National Cancer Institut hat man einen mehrjährigen Vertrag zur Verwaltung von Substanzbibliotheken erhalten. Schlag auf Schlag verkündete man kurze Zeit später die Zusammenarbeit mit der Beyond Batten Disease Foundation. Die Vereinbarung sieht erhebliche Forschungszahlungen für Evotec vor und beinhaltet darüber hinaus eine Verlängerung der Laufzeit des Vertrages bis Ende 2017.

Das Management des Unternehmens hingegen stapelt weiter tief. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Umsatzwachstum von 15 % erwartet. Dies ist, so schätze ich die Lage ein, eine eher konservative Aussage. Sie beruht „lediglich“ auf Umsätzen aus Meilensteinen (vorher festgelegt Forschungsziele, die Evotec sich bei Erreichen bezahlen lässt), Abschlagszahlungen und Lizenzgebühren. Jegliches Neugeschäft, dass derzeit noch nicht absehbar ist oder noch in ersten Gesprächen steckt wird hier nicht enthalten sein. Die langfristigen Allianzen mit den zahlreichen Pharmaunternehmen kann ebenso Erfolge hervorbringen, die zu nicht vorhersehbaren Gewinnen führen können. Also ist auch hier Luft nach oben. Sowohl für das Unternehmen als auch für die Aktie.

Für ein Wirkstoffforschungsunternehmen ist ein Posten besonders wichtig. Dabei handelt es sich natürlich um die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Im vergangenen Jahr lagen diese bei 18 Mio. Euro. Im aktuellen Jahr sollen auch diese um 11 % auf über 20 Mio. Euro steigen. Auf den Lorbeeren wird sich also nicht ausgeruht. Weitere Forschungserfolge sollen her und dafür nimmt das 1993 gegründete Unternehmen weiterhin viel Geld in die Hand. Wie soll es anders sein, spielen auch hier neu errungene Partner eine wichtige Rolle. Oftmals muss Evotec für die Kosten der Forschung nicht oder nur zu einem Teil selber aufkommen.

Dieses Geld ist auch vorhanden. Schließlich lieben Foolishe Investoren Gesellschaften, die flexibel und unabhängig sind. Eine solche Unabhängigkeit entsteht vor allem dann, wenn keine großen Kreditlinien gegenüber Banken oder Schulden bei Anleihegläubigern vorhanden sind. Beides ist bei Evotec nicht der Fall. Damit jedoch nicht genug. Aktuell verfügt der Konzern über fast 135 Mio. Euro Liquidität. Das sind immerhin knapp mehr als 1 Euro pro Aktie oder 33 % der gesamten Marktkapitalisierung. Die attraktive Struktur, dass große Partner nicht nur heute, sondern auch langfristig Kosten übernehmen könnten, sorgt dafür, dass diese Vorteile beibehalten werden.

Eine Foolishe Aktie für Foolishe Investoren

Die positiven Argumente liegen also auf der Hand. Eine verschwindend geringe Verschuldung führt zu hoher Stabilität und Flexibilität. Das ist es, was ich bei Unternehmen liebe und weswegen ich dich an dieser wertvollen Information teilhaben lassen möchte. Am wichtigsten ist jedoch, dass die Gründe für das starke Umsatzwachstum in 2015 auch 2016 weiter aktiv sind. Viele große und vor allem auf mehrere Jahre ausgelegte Partnerschaften sollen langfristig höhere Umsätze bringen. Das Wachstum ist bei Evotec aus meiner Sicht das Hauptaugenmerk, wovon auch die Aktie profitieren kann.

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Andreas Meyer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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