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Das beste Argument, warum Tesla ein Tech-Unternehmen ist

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Ob Tesla Motors (WKN:A1CX3T) als Tech-Unternehmen durchgeht, ist immer wieder das Thema hitziger Debatten. Wenn wir uns die Bewertung ansehen, dann profitiert Tesla davon, als Tech-Unternehmen gesehen zu werden, da konventionelle Autobauer eher schlechtere Bewertungen bekommen. Gleichzeitig kann sich Tesla aber auch nicht der Realität der Autoherstellung entziehen. Die geographische Lage von Tesla im Silicon Valley ist auch nicht konsequent, da auch die anderen Hersteller in der Gegend Zweigstellen eröffnen.

Hier ist das beste Argument, warum Tesla ein Tech-Unternehmen ist.

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MODEL S MITTELKONSOLE. BILDQUELLE: TESLA

MODEL S MITTELKONSOLE. BILDQUELLE: TESLA

Die Integration ist der Schlüssel

Eine Gemeinsamkeit der Tech-Welt ist, dass der Erfolg oft davon bestimmt wird, wie gut ein Unternehmen Hardware, Software und Dienste integrieren kann. Es reicht nicht mehr, einfach nur unglaublich gut in einem dieser drei Bereiche zu sein. Die modernen Kunden verlangen lückenlose Integration in allen Bereichen und dieser strategische Imperativ ist genau der Grund, warum ein bestimmer iPhone-Hersteller so erfolgreich ist.

Spezialwissen bringt einen nicht ans Ziel, aber die meisten vielversprechenden Unternehmen wissen, wie man die drei zusammenbringt, selbst wenn andere Unternehmen ihnen etwas voraus haben. Und Tesla ist deutlich besser bei der Integration der drei Bereich als die traditionellen Autohersteller.

Hardware and software

Die alteingesessenen Autobauer sind unglaublich gut darin, große Mengen Autos zu bauen, Tesla nicht. Das ist der größte Vorteil, den die großen Autohersteller haben: Viel Erfahrung bei den Fahrzeugplattformen und bei der Massenproduktion, um ein breites Portfolio von Fahrzeugen für die ganze Welt zu bauen.

Um eines klar zu stellen. Die Schwierigkeiten bei der Herstellung dieser Fahrzeuge in diesen großen Stückzahlen können nicht genug betont werden. Das ist eine der schwierigsten Branchen mit scharfem Wettbewerb, der die Preissetzungsmacht beschränkt, aber immer noch viel Kapital erfordert.

Aber die Stärken von Tesla liegen bei der Integration von Software. Natürlich beinhalten alle modernen Autos jede Menge Software, die für viele Aspekte des Fahrzeugs zuständig sind. Da die traditionellen Autobauer aber die Softwareentwicklung meist anderen Unternehmen überlassen, darunter auch die wichtigen Aspekte wie das Infotainmentsytem, das Display und Interface, sind diese Systeme nicht voll in das Fahrzeug integriert wie bei einem Tesla. Als effiziente Systemintegratoren haben die meisten Hersteller mehrere Lösungen von Zulieferern und dazu zählt auch die Software.

Hier eine Geschichte, die der Mitbegründer von Tesla Marc Tarpenning bei Amplify Mentor 2013 über die Entwicklungsgeschichte des Roadster 2007 erzählt hat. Die Autobauer bringen ihre Fahrzeuge oft auf die gefrorenen Seen in Schweden, um die Fahrleistung und Traktion bei kaltem Wetter zu testen. Meistens, wenn das Fahrzeug nicht gut ist, werden die mechanischen Komponenten neu designt, um die neu gewonnen Daten einzuarbeiten. Dann werden Prototypen der neuen Komponenten für weitere Tests hergestellt und dann geht es nochmal nach Schweden. Dieser Prozess allein dauert Wochen.

Bei Tesla läuft das anders. Tarpenning: „Bei unserem Auto wurde so viel wie möglich mechanische Komplexität durch Software ersetzt.“ Das bedeutet, dass die Ingenieure von Tesla einfach vor Ort neue Algorithmen zur Stabilitätskontrolle kodieren und diese Änderungen fast unmittelbar umsetzen konnten. Dieser neue schnellere Prozess war dem damaligen Partner Lotus so neu, dass er die Zusammenarbeit bei den Chassis kurz ausgesetzt hatte, weil man glaubte, Tesla würde betrügen oder die Ergebnisse fälschen, da die Änderungen innerhalb einer Stunde vorgenommen wurden.

EIN AKTUELLES SOFTWARE-UPDATE BRACHTE EINE NEUE MÖGLICHKEIT ZUR ÖFFNUNG DER SCHWINGTÜREN DES MODEL X. BILDQUELLE: TESLA.

Diese Durchdringung der Software macht einen Tesla zu einem einzigartigen Auto. Das ist ein Grad der Hardware- und Softwareintegration, die den anderen Herstellern fehlt, selbst wenn sie deutlich besser in der Massenproduktion sind. Einfach gesprochen, traditionelle Autobauer sind sehr gut bei der Hardware aber nicht so gut bei der Software und den Diensten.
Dienste

Wenn man an Dienste nach dem Kauf eines Fahrzeugs denkt, dann denkt man zuerst an den Service und die Instandhaltung. Die meisten Autobauer überlassen das den Händlern, was ein antiquiertes Modell ist, das es schon seit Jahrzehnten gibt. Die traditionellen Autohersteller bieten praktisch keine Dienste nach dem Kauf. Natürlich gibt es Dienste wie OnStar von General Motors oder eine Handvoll Connected-Car-Apps wie Ford Sync oder Toyota Entune, aber die sind etwas begrenzt, was den Umfang und die Nutzerfreundlichkeit angeht.

Tesla nimmt die Wartung und den Service direkt vor, was einige wichtige Vorteile bietet. Das Unternehmen kann so schnelle Rückmeldung über Fahrzeugprobleme geben und diese Informationen in die Produktentwicklung einfließen lassen. Dabei wird sichergestellt, dass die Kundenerfahrung positiv ist. Das geht nicht, wenn man mit einem Händlernetzwerk arbeitet, da man es ja dabei mit tausenden von Unternehmen zu tun hat und das allein stellt schon große Herausforderungen dar. Zwar ist es deutlich teurer, die Dienste direkt durchzuführen, aber es gibt auch viele Vorteile.

DIE SUPERCHARGER-LADESTATIONEN SIND EIN EINZIGARTIGER SERVICE VON TESLA. BILDQUELLE: TESLA

Die Ladestationen sind ein weiterer unglaublich wichtiger Dienst, den Tesla nach dem Kauf zur Verfügung stellt. Durch das kostenlose Angebot für Langstreckenreisen konnte Tesla die Vorbehalte der Kunden schnell entkräften. Kein anderer Autohersteller war bisher willens derart viel in eine Infrastruktur aus Ladestationen von dieser Größe zu investieren. Stattdessen waren sie wie gelähmt von der Diskussion um Standards und Kompatibilität (was durch kleine Adapter aber behoben werden kann).

Die Autohersteller können beim Service einfach nicht mit Tesla konkurrieren.

Beides ist möglich

Am Ende des Tage ist Tesla sowohl ein Tech-Unternehmen als auch ein Autohersteller. Es ist ein Tech-Unternehmen, das Autos herstellt, während die meisten traditionellen Autohersteller nur Autobauer sind, die immer mehr Technologie einbauen. Tesla steht vor großen Herausforderungen beim Bau von Autos, was auch das bei Weitem größte Risiko für dieses Unternehmen darstellt. Aber strategisch und organisatorisch ist Tesla durch und durch ein Tech-Unternehmen.

Der Unterschied besteht darin, wo sich Tesla im Spektrum zwischen Auto- und Tech-Unternehmen befindet. Ich denke, dass Tesla näher am Tech-Ende ist.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Ford and Tesla Motors. Motley Fool empfiehlt General Motors.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu, CFA auf Englisch verfasst und wurde am 11.04.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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