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Mittwochsbilanz: 3 Gewinntage in Folge, 10.000er-Marke in Sicht, Stahlaktien im Fokus

Foto: Pixabay, markusspiske

Nach einem halben Monat mit Verlusten hat sich der DAX in den ersten drei Handelstagen der laufenden Woche deutlich erholt. Die Parkettakteure freuten sich besonders über eine Stabilisierung des Rohölpreises, die nach Gesprächen zweier großer Förderländer länger anhalten könnte.

Aber auch Unternehmensnachrichten aus der Stahlbranche boten Anlass für Kurssteigerungen …

Was war an der Börse los?

Bereits am Montag bot sich den Börsenakteuren ein freundliches Bild: Der DAX (WKN:846900) startete zwar im Minus, konnte sich aber schnell in die Pluszone vorarbeiten und beendete den Handelstag beim Stand von 9.683 Zählern mit einem Plus von 0.6 %. Als Begründung für den freundlichen Wochenauftakt nannten zahlreiche Marktteilnehmer die jüngste Ölpreiserholung.

Besonders gut lief es bei Stahlaktien: Papiere von ThyssenKrupp (WKN:750000) legten 2,6 % zu, und die im MDAX (WKN:846741) notierte Aktie von Salzgitter (WKN:620200) stieg sogar um rund 3 %.

Nach ganz oben in der DAX-Tabelle schaffte es die Commerzbank (WKN:CBK100), deren Anteilscheine sich um 3,2 % verteuerten. Die Papiere des Geldhauses folgten damit einem europaweiten Trend bei Bankaktien. Dieser wiederum beruhte auf der Hoffnung, dass eine Lösung für faule Kredite bei italienischen Instituten bevorstehe.

Am Dienstag setzte der DAX seinen Erholungskurs fort und verbesserte sich um weitere 0,8 % auf 9.761 Zähler. Als Stütze erwies sich erneut der Ölpreis, der sich nach Berichten über eine Einigung zwischen Saudi-Arabien und Russland über eine Begrenzung der Fördermenge weiter stabilisierte.

Positive Analystenkommentare halfen Versicherungswerten nach oben. An der DAX-Spitze zeigte die Allianz (WKN:840400) ein Plus von 1,8 % und der Kurs der Munich Re (WKN:843002) verbesserte sich um 1,5 %. Im MDAX zog die Aktie der Hannover Rück (WKN:840221) um 1,7 % an.

Weniger erfreulich lief es bei den noch am Vortag favorisierten Bankaktien. Die Deutsche Bank (WKN:514000) notierte knapp im Minus und Commerzbank-Papiere gaben 0,3 % ab. Marktteilnehmer begründeten die Zurückhaltung der Anleger mit der bevorstehenden Veröffentlichung von Quartalszahlen großer US-Geldhäuser, in deren Vorfeld sich Engagement nicht aufdrängen würde.

Am Mittwoch näherte sich der DAX wieder der 10.000er-Marke, die in den vorhergehenden Verlustwochen in weite Ferne gerückt war. Bis 16:30 Uhr stieg das Börsenbarometer um 2,4 % und war weniger als 5 Pünktchen von der runden Zahl entfernt.

Besonders gefragt waren die Aktien von ThyssenKrupp, die nach einem Bericht über Fortschritte bei Gesprächen mit dem indischen Konzern Tata Steel zum Thema „Zusammenschluss des Stahlgeschäfts“ rund 9 % gewannen.

Wie geht es weiter?

Am Donnerstag (14.04.) legt der deutsche Internet-Inkubator Rocket Internet (WKN:A12UKK) seine endgültigen Jahreszahlen vor. Die deutschen Statistiker liefern Daten zu den Insolvenzen im Januar. Ihre US-Kollegen berichten über die Verbraucherpreise und Realeinkommen im März. Außerdem wird die wöchentliche Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe bekannt gegeben. Jenseits des großen Teichs beginnt die Quartalszahlen-Saison: AMD, Blackrock, die Bank of America und Wells Fargo lassen die Anleger in ihre Bücher schauen.

Am Freitag (15.04.) erwarten die Freunde volkswirtschaftlicher Kennzahlen Auskünfte über die Wirtschaftsentwicklung in China: Im Reich der Mitte werden Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal sowie zur Industrieproduktion und zum Einzelhandelsumsatz im März auf den Tisch gelegt. Der europäische Automobilherstellerverband gibt die Zahl der Pkw-Erstzulassungen im März bekannt. Passend dazu berichtet Volkswagen (WKN:766403) über den Absatz im dritten Monat. In den USA liefert die Citigroup Quartalszahlen. Außerdem erfahren wir etwas über die US-Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung im März. Die Uni Michigan äußert sich zum Verbrauchervertrauen.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool eine angenehme Restwoche.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Wells Fargo und besitzt die folgenden Optionen: Short Mai 2016 $52 Puts auf Wells Fargo. The Motley Fool empfiehlt Bank of America.

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