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Warum ich statt Siemens lieber General Electric oder 3M kaufen würde

Quelle: Melanie Brantl

Unternehmen wie Siemens (WKN:723610), General Electric (WKN:851144) oder 3M (WKN:851745) werden gerne als Mischkonzerne bezeichnet. Anders als zum Beispiel Apple, das fast ausschließlich im Bereich Unterhaltungselektronik tätig ist, versorgen die oben genannten Firmen Kunden unterschiedlichster Branchen mit technischen Produkten und den dazugehörigen Dienstleistungen.

Durch diese breit gefächerten Betätigungsfelder haben Mischkonzerne eine Menge Know-How unter einem Dach vereint. Schafft es das Management, das Wissen an den richtigen Stellen zu verknüpfen, können tolle, neue Produkte entstehen. Umsatzwachstum und steigende Erträge können die Folge sein.

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Doch nicht alle Mischkonzerne sind eine Bereicherung fürs Depot. Warum ich statt in Siemens lieber in General Electric oder 3M investieren würde, erfährst du, wenn du weiterliest.

Umsatzwachstum und Marge

Eine wichtige Fähigkeit eines erfolgreichen Unternehmens ist es, seinen Umsatz zu steigern. Weiterhin muss das Unternehmen über ein profitables Geschäftsmodell verfügen. Daher habe ich mir das Umsatzwachstum der letzten fünf Jahre und die EBIT-Margen angeschaut.

Umsatzsteigerung 2011 – 2015 EBIT-Marge 2015
Siemens                      2,9 %          9,5 % *
General Electric                      6,7 %        15,3 % **
3M                      2,2 %        22,9 %

Quelle: Unternehmensdaten

* bei Siemens wurde die EBT Marge verwendet

** der Einmaleffekt aus der Aufgabe der Finanzsparte wurde nicht berücksichtigt

Siemens gibt seinen Gewinn nach Zinsen an, weshalb hier das EBT und dessen Marge angegeben wurden. Da die Münchener allerdings mehr Zinsen bekommen als bezahlen, wäre die EBIT-Marge sogar noch niedriger ausgefallen.

General Electric schaffte es als einziges der drei Unternehmen, seinen Umsatz seit 2011 jährlich zu steigern. Das zeigt uns, dass GE in der Lage ist immer neue Umsatzquellen zu erschließen. Das Management scheint das breite Wissen des Unternehmens also hervorragend zu nutzen.

Siemens hingegen konnte seinen Umsatz seit 2011 kaum steigern, genau wie 3M. Dieser Punkt geht also ganz klar an General Electric.

Bei den Margen sticht 3M besonders hervor – 22,9 % sind ein wirklich starker Wert. Er zeigt, dass der Konzern, der unter anderem Klebstoffe, medizinische Einwegartikel und Büroartikel herstellt, über attraktive Produkte verfügt und gleichzeitig seine Kosten im Griff hat.

Wie schon beim Umsatzwachstum befindet sich Siemens auch bei den Margen hinter GE. Da die Produktpaletten sich sehr ähneln – beide sind zum Beispiel im Bereich Energie, Gesundheit und Mobilität tätig – scheint der US-Konzern vieles besser zu machen. Entweder können die Amerikaner höhere Preise durchsetzen oder sie haben ihre Kosten besser im Griff.

Als potentieller Siemens-Investor sollte dich diese Tatsache jedenfalls stutzig machen.

Das Management

Breit aufgestellte Unternehmen wie Siemens, General Electric oder 3M benötigen ein fähiges, langfristig denkendes Management. Lass uns also einen Blick auf die aktuellen CEOs werfen.

Siemens wird derzeit von Joe Kaeser geleitet. Bereits seit 1980 befindet er sich im Dienst des Unternehmens und war dort zum Beispiel in den Bereichen Bauelemente, Semiconductors, Halbleiter und Finanzen tätig. Meiner Meinung nach bringt er damit wirklich wunderbare Voraussetzungen für den Posten als CEO mit.

Was mir bei Siemens allerdings nicht gefällt, sind die häufigen Wechsel an der Spitze des Unternehmens. Kaeser ist bereits der dritte CEO in den letzten 10 Jahren, nicht wirklich ein Zeichen für eine langfristig ausgelegte Unternehmensführung.

Das sieht bei General Electric ganz anders aus. CEO Jeffrey R. Immelt befindet sich bereits seit dem Jahr 2001 an der Spitze des Konzerns. Und auch in den Jahren davor arbeitete er unter anderem in der Werkstoffsparte, dem Haushaltssegment und im Medizinbereich von GE, seit 1982 hält er dem Unternehmen die Treue. Er verfügt somit über eine Menge Erfahrung und kennt seine Firma sehr genau.

3M hat ebenfalls einen betriebstreuen CEO. Seit 1979 gehörte Inge G. Thulin zum Konzern und verfügt dementsprechend genau wie Kaeser und Immelt über eine Menge Erfahrung. Was die Kontinuität an der Spitze betrifft, liegt 3M zwischen Siemens und GE, der Schwede Thulin ist der zweite CEO innerhalb der letzten 10 Jahre.

Mein Fazit

Konstante Umsatzsteigerung, ordentliche Margen und Kontinuität an der Spitze, das alles sind Dinge, die General Electric seinen Investoren bieten kann – Siemens nicht.

Letztlich kann auch die hohe Dividendenrendite des bayerischen Traditionskonzerns von derzeit 3,9 % (Stand: 05.04.2016) nicht darüber hinweg täuschen, dass 3M (Dividendenrendite 2,5 %) und besonders GE (Dividendenrendite 3,0 %) wesentlich besser da stehen als Siemens. Entsprechend würde ich die beiden US-Konzerne dem Münchener Technikriesen vorziehen.

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Thomas Brantl besitzt Aktien von Apple. The Motley Fool empfiehlt Apple. The Motley Fool besitzt Aktien von Apple und General Electric Company.

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