MENU

Das bessere Geschäft: Facebook vs. Alphabet

Foto: Pixabay, domeckopol

Wenn es um die vielversprechendsten Aktien geht, gibt es keine zwei anderen Unternehmen, die weiter oben auf meiner Liste stehen könnten: Facebook  (WKN:A1JWVX) und Alphabet  (WKN:A14Y6H), besser bekannt als Google. Beide, von den Gründern geführten, Unternehmen sind unglaublich erfolgreich und haben die Konkurrenz meilenweit hinter sich gelassen. Darüber hinaus sind ihre Visionen für die Zukunft auf weit mehr als nur den Gewinn orientiert.

Das sind Gründe, warum beide zusammen mehr als 25 % der Beteiligungen meiner Familie ausmachen. Gleichzeitig machen sie die Entscheidung darüber, welche Aktie der bessere Kauf wäre, extrem schwierig. Um die Aufgabe etwas einfacher zu gestalten, werde ich beide Unternehmen aus drei verschiedenen Perspektiven beleuchten und schauen, ob es einen klaren Gewinner gibt.

Finanzielle Stärke

Das sind wohl die langweiligsten Kennzahlen, die man beobachten kann. Geld auf dem Konto zu haben ist schön und gut, aber einige Investoren wollen genau wissen, wie sich das Geld vermehrt.

Glücklicherweise wissen CEOs der großen Unternehmen über die Wichtigkeit von Bankguthaben und niedrigem Verschuldungsgrad Bescheid. Wenn harte Zeiten sich nähern, sind die mit hohen Schulden fragil, oft allein vom Wohlwollen der Kreditoren oder des Kreditmarktes abhängig und können deshalb zur Konkursanmeldung gezwungen werden. Die Unternehmen mit viel Bargeld können solche Zeiten als Wohltat ansehen. Diese haben keine Probleme mit der Zahlung von Rechnungen und können oftmals kluge Akquisitionen tätigen, oder deutlich mehr als ihre Wettbewerber investieren, um ihre eigenen Marktanteile zu erweitern.

Hier sind einige Kennzahlen von Facebook und Alphabet zur finanziellen Stärke:

Bargeld Schulden Reingewinn Freier Cashflow
Facebook 18 Mrd. USD 315 Mill. USD 3,7 Mrd. USD 6,1 Mrd. USD
Alphabet 72 Mrd. USD 7,6 Mrd. USD 15,8 Mrd. USD 16,1 Mrd. USD

Keiner, der in eines dieser Unternehmen investiert, muss sich je Sorgen machen, denn beide sind überraschend gesunde Geldmaschinen, mit relativ niedrigem Verschuldungsgrad.

Aber falls ich einen Gewinner ernennen müsste, wäre es Alphabet. Es ist nicht nur 60 % höher bewertet als Facebook, auch Alphabets Bargeldbestand, Reingewinn und freier Cashflow (dt. Kapitalfluss) sind das Doppelte bis Vierfache der entsprechenden Werte von Facebook.

Gewinner = Alphabet

Bewertung

Das nächste auf meiner Liste ist die Bewertung – eine Perspektive, bei der beide Unternehmen für konservative Investoren von der Liste fallen würden. Während der S&P 500 für ungefähr das 23fache seiner Einkünfte gehandelt wird, tragen beide Unternehmen ein Preisschild, das über dieser Richtlinie liegt.

Aber das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist nur eine von vier Kennzahlen die man in Betracht zieht, wenn man eine Aktie bewertet. Hier im Vergleich:

Kurs-Gewinn-Verhältnis Preis zu freiem Cashflow Kurs-Umsatz-Verhältnis Kurs-Gewinn-Wachstum Verhältnis
Facebook 50 55 18 1,1
Alphabet 26 32 7 1,3

Anhand der ersten drei Kennzahlen erscheint Alphabet klar als günstigere Aktie. Aber die letzte Kennzahl misst das Kurs-Gewinn-Verhältnis im Vergleich zum Wachstum, der jeweils von ihnen in den nächsten Jahren erwartet wird. Und aus dieser Perspektive ist Facebook eigentlich günstiger.

Warum ist das so? Erstens hat sich Facebook als König der mobilen Werbung erwiesen, welches dem Unternehmen dabei geholfen hat, viel schneller seinen Umsatz zu generieren, als andere zum Zeitpunkt des Börsengangs in 2012 erwartet hätten. Hier der Vergleich beider Unternehmen hinsichtlich Umsatz- und Ertragswachstum in den letzten vier Jahren:

Umsatzwachstum von Facebook und Alphabet

Ausgehend davon, dass beide Unternehmen vom großen Umschwung in Richtung mobiler Werbung profitieren, sowie in Anbetracht der Geschwindigkeit, mit der Facebook gerade wächst, glaube ich, dass es hier ein Unentschieden gibt.

Gewinner = Unentschieden

Nachhaltiger Wettbewerbsvorteil

In den neun Jahren als Investor gab es keine einzige Sache, die mehr mit der Performance meiner Beteiligungen korrelierte, als die Stärke des Wettbewerbsvorteils eines Unternehmens. Obwohl es so etwas wie einen ultimativen Wettbewerbsvorteil nicht gibt, sind dennoch einige stärker als andere.

Für diese zwei ist der wirksamste aller Wettbewerbsvorteile im Spiel: der Netzwerk-Effekt. Für jeden Anwender, den Google oder Facebook hinzufügen kann, kann das jeweilige Unternehmen weitere Daten zu seinem Besitz hinzufügen – was wiederum seine Werbeposition explodieren lässt. Abgesehen davon motiviert jeder neue Anwender weitere Anwender dem Netzwerk beizutreten (Was wäre der Sinn von Facebook, wenn kein anderer darauf wäre?), was einen Kreislauf kreiert.

Aber welcher nachhaltige Wettbewerbsvorteil ist der Stärkere? Also ich glaube nicht, dass es möglich ist, Facebook als König der sozialen Netzwerke abzulösen. Google hat es mit Google+ versucht, konnte die Krone aber nicht übernehmen. Und mit WhatsApp, Instagram und Oculus Rift, die dabei sind noch größeren Umsatz zu produzieren, glaube ich, dass Facebooks Herrschaftsgebiet schon sehr gefestigt ist.

Dasselbe gilt auch für Google, welches eine ganze Reihe an Produkten hat, welche von über eine Milliarde Anwendern genutzt werden: Google Suche, YouTube, Maps, Gmail, Android und Chrome, um nur einige zu nennen.

Der bekannte Investor Charlie Munger sagte einst, dass Facebook eines der größten Herrschaftsgebiete überhaupt hat, und es ist schwer dagegen zu argumentieren.

Aber um diesen Battle Royale nicht mit einem Gleichstand zu beenden, gebe ich Facebook diesen Punkt. Meine Begründung: Google scheiterte bei dem Versuch an Facebook ranzukommen. Gleichzeitig glaube ich, dass es im Bereich des Möglichen liegt, auch wenn unwahrscheinlich, dass Facebook herausfinden könnte, wie sie eine Suchmaschine bauen könnten, die Google übertrifft.

Gewinner = Facebook

Hier haben wir es also: Beides sind exzellente Unternehmen, die ein Investor für sein Portfolio in Betracht ziehen sollte. Die Verlagerung der Werbung von gedruckten Medien hin zu Desktop und mobiler Werbung, ist enorm und keine zwei anderen Unternehmen als Alphabet und Google könnten mehr davon profitieren. Am Ende des Tages sind es beide wert, dass du sie in Betracht ziehst.

Die nächste Milliarden Dollar Revolution ist hier

Tesla Gründer Elon Musk hat riesige Pläne für ein anderes Unternehmen, von welchem er in seinen Worten erwartet, dass es Fabriken baue, die "eine Größenordnung größer sind, als die größte heute in der Welt existierende Fabrik". Investoren auf der ganzen Welt wurden bereits reich mit Tesla. Könnte dieses andere revolutionäre Unternehmen dein Ticket zum Reichtum sein? Du kannst mehr herausfinden, wenn du den Sonderbericht von The Motley Fool "Die aufstrebenden Wachstumsaktien, die Warren Buffett niemals kaufen wird -- aber kaufen sollte" liest. Klick hier, um kostenlosen Zugang zu dem Bericht zu erhalten.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet und Facebook.

Dieser Artikel wurde von Brian Stoffel auf Englisch verfasst und wurde am 03.04.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Kostenlos: Aktientipps, Börsen-Nachrichten, Anlage-Erkenntnisse

Registriere dich kostenlos für den Newsletter "Bilanz Ziehen", deine wöchentliche E-Mail von The Motley Fool

Ich würde gerne E-Mails von euch zu Produktinformationen und –angeboten von The Fool und seinen Geschäftspartnern erhalten. Jede dieser E-Mail wird einen Link zum Abbestellen zukünftiger E-Mails beinhalten. Mehr Informationen dazu, wie The Fool persönliche Daten sammelt, speichert und handhabt finden sich in den Datenschutzhinweisen von The Fool.