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Apple wurde 40, kommen die besten Zeiten erst noch?

Quelle: Apple

Jetzt zu seinem 40. Geburtstag stellt sich die Frage, ob es ein amerikanischeres Unternehmen als Apple (WKN:865985) gibt.

Darüber kann man natürlich endlos debattieren, aber Apple ist schon ein bahnbrechendes amerikanisches Unternehmen. Es verkörpert das Beste und manchmal auch das Schlechteste der modernen amerikanischen Unternehmenskultur.

Nach den stereotypischen bescheidenen Anfängen kam der steile Aufstieg, danach der Fall mit der harten Landung und daraufhin die Wiederauferstehung. Das ist das Zeug, aus dem Businesslegenden sind. Heute ist das Unternehmen und seine Marke wahrscheinlich größer als jedes andere Unternehmen weltweit.

Apple hat am 1. April seinen 40. Geburtstag gefeiert. Daher wollen wir uns einen kurzen Moment nehmen und uns ansehen, woher das Unternehmen kommt und was noch wichtiger ist, was Apple noch tun muss, um in den nächsten 40 Jahren genauso viel Erfolg zu haben.

Auf die Verrückten

Inzwischen ist die Geschichte von Apple fast schon zu einer Volkssage geworden, wohlbekannt, aber immer wieder gerne neu erzählt. Gegründet wurde das Unternehmen von Steve Jobs und Steve Wozniak am 1. April 1976, genau rechtzeitig zur Explosion der Personal-Computerindustrie. Bis 1980 war Apple zu einem Unternehmen mit einem Umsatz von 117 Millionen US-Dollar geworden und ging an die Börse.

In den 80ern erreichte Apple mehrere seiner bekanntesten Errungenschaften, bereitete aber auch schon den Boden für den folgenden fatalen Abstieg. Die Einführung des Macintosh führte die gesamte Computerindustrie in eine neue Ära der Kundenfreundlichkeit, während die berühmte TV-Werbung nach dem Vorbild von Orwells 1984 von vielen als eine der besten, wenn nicht sogar als die beste Werbung aller Zeiten angesehen wird.

Interne Querelen, besonders der Machtkampf zwischen Gründer Steve Jobs und dem damaligen CEO John Sculley führten zu einer Reihe von gescheiterten Produkten, die die Finanzen und das öffentliche Bild belasteten. Die schwache Führung und fehlerhafte Produktstrategien führten Apple in den 90ern an den Rand des Bankrotts.

as war auch genau der Zeitpunkt, an dem Mitgründer Steve Jobs Anfang 1997 zurückkehrte. Die folgende Rettung des Unternehmens führte Apple zurück in die Gewinnzone und schuf gleichzeitig die Basis für Apples unglaubliche Reihe von erfolgreichen Produkten, die die moderne Ära des Unternehmens definieren — iMac, iTunes, iPod, iPhone, iPad und aktuell die Apple Watch.

Trotz all dieser Erfolge hat Apple im Lauf der Jahre aber auch einige Kontroversen ertragen müssen. Die vielleicht bekannteste war Apples Involvierung in die grauenhaften Arbeitsbedingungen beim chinesischen Produktpartner Foxconn. Das Unternehmen zog auch den Zorn der Öffentlichkeit und der Behörden auf sich, als die Preise für elektronische Bücher festgesetzt und die Zahlung von Milliarden an Unternehmenssteuern vermieden wurden. Wie bei seinen Erfolgen ist auch hier die Liste von Apples Verfehlungen, sowohl definitiv als auch subjektiv zu lange für diesen Artikel.

Trotz dieser vielen Fehlern haben die Erfolge das Unternehmen auf seinen aktuellen Rang als wertvollstes Unternehmen der Welt katapultiert. Apple hat fast 1,6 Milliarden Geräte verkauft und verfügt über eine Basis von über 1 Milliarde aktiver Computer, Smartphones, Tablets, MP3-Player und Smartwatches. Die Aktie kostete beim Börsengang 22 US-Dollar und hat sich seither im Wert auf fast schon unanständige 21.240 % vor Dividenden erhöht.

Es wird schwerer

Wenn wir einen Blick in die Zukunft werfen, dann wird wohl nur ein Narr – kein Fool wohlgemerkt – ähnlich spektakuläre Ergebnisse erwarten, Gleichzeitig genießt Apple noch mehrere Wachstumsmöglichkeiten, um in der Welt weiter an Einfluss zu gewinnen und interessante Renditen für die Investoren zu generieren. Trotzdem ist der Erfolg hier auf keinen Fall garantiert.
Abgesehen von dem neuen Markt für Smartwatches befinden sich die anderen Kernmärkte von Apple schon kurz vor oder mitten im fortgeschrittenen Stadium. Das soll keinesfalls andeuten, dass Apple nicht noch neue Möglichkeiten finden kann, um seine Präsenz in den Märkten für Smartphones, Tablets und PCs zu erhöhen, während die Apple Watch noch einmal für moderates Wachstum sorgen könnte.

Das aktuelle iPhone SE oder das letztjährige Debüt des iPad Pro mit dem größeren Bildschirm zeigen, dass das Unternehmen bereit ist, seine aktuellen Produkte an verschiedene Größen anzupassen. Trotzdem wird Apple abgesehen von gewinnschädlichen Preissenkungen komplett neue Produkte in große Märkte einführen müssen, um seine Umsätze und Nutzerbasis zu erweitern.

Zum Glück scheint Apple aber genau darauf hin zu arbeiten. Unter Berufung auf verschiedene Quellen innerhalb des Unternehmens melden mehrere respektable Medien, dass sich ein Elektroautoprojekt von Apple unter dem Namen Project Titan in Entwicklung befindet. Das ist zwar noch nicht sicher, aber einige Publikationen meinen zu wissen, dass das Auto 2019 auf den Markt kommen soll. Zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten für Apples kontinuierliche Expansion liegen im Bereich Smart Home. Hier bin ich besonders bullisch, genau wie im Bereich erweiterte Realität.

Da Apple jetzt nicht mehr jung ist, ist es auch ein anderes, reiferes Unternehmen. Wie viele 40jährige, die langsam graue Haare bekommen, wird es niemals die unterschwellige Magie der eigenen Jugend zurückbekommen, besonders wenn wir bedenken, wie groß Apple inzwischen ist. Um weiter zu wachsen muss Apple sich an die Charakterzüge erinnern, die das Unternehmen in diese schwindelerregenden Höhen gebracht haben. Und das wird nicht leicht. Nur wenige Unternehmen haben es geschafft, bei solcher Größe nicht träge und unflexibel zu werden. Wenn Apple das aber schaffen sollte, dann sollte der Rest wie von allein kommen. Auf die nächsten 40 Jahre.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple.

Dieser Artikel wurde von Andrew Tonner auf Englisch verfasst und wurde am 03.04.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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