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3 Gründe, warum Twitter steigen könnte

Foto: Twitter

Die Aktie von Twitter (WKN:A1W6XZ) hat sich in letzter Zeit nicht gut entwickelt. Vor einem Jahr war der Kurs schon um ein Drittel gefallen und alle Aktionäre, die bald nach dem Börsengang eingestiegen waren, hatten heftige Verluste zu verschmerzen. Die Rückkehr von Jack Dorsey als CEO hat leider nicht gereicht, um die Gemüter zu beruhigen. Es steht immer noch ein großes Fragezeichen über dem Nutzerwachstum und den Auswirkungen einer stagnierenden (oder sogar schrumpfenden) Nutzerbasis auf das Umsatzwachstum.

Das Unternehmen steckt gerade in einer ziemlich hässlichen Situation, die Führung ist gespalten und es werden immer mehr Aktien als Vergütung ausgegeben, um die Mitarbeiter zum Bleiben zu bewegen. Aber hier sind drei Gründe, warum die Aktie wieder steigen könnte.

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1. Kurzfristige Katalysatoren für Nutzerwachstum und Engagement

Twitter wird 2016 von einigen großen Veranstaltungen profitieren, die ein unglaubliches Potenzial haben, das Engagement der Nutzer zu erhöhen, sie an die Plattform zu binden und die Werbeeinnahmen zu erhöhen: Die olympischen Spiele und die Präsidentschaftswahl.

Aus der Sicht der Nutzer ist Twitter in der Vergangenheit bei globalen Sportveranstaltungen sehr interessant gewesen. Die olympischen Spiele werden weltweit das Interesse an Sportnachrichten erhöhen. Die Fähigkeiten von Twitter, Inhalte in der neuen Funktion Moments zu sammeln und zu organisieren oder eine besondere Funktion wie eine Anzeige des Punktestandes (was Twitter schon für die FIFA Fußball-WM und Spiele der NFL gemacht hat) könnte das Engagement auf der Plattform fördern.

Zusätzlich hat sich Twitter in Form der Live-Streaming-App Periscope mehr den Videoinhalten zugewandt, was das Engagement verglichen mit vorhergehenden Veranstaltungen sogar noch erhöhen könnte. Das Interesse an der amerikanischen Präsidentschaftswahl mag vielleicht kein so großes weltweites Interesse hervorrufen, aber es ist eine große Veranstaltung mit dem Potenzial für ähnliche Ergebnisse.

Aus Sicht der Werbetreibenden hat sich seit den letzten olympischen Spielen viel geändert und es gibt auch mehr Potenzial. „Diese Möglichkeiten existierten während der letzten Wahlen und der letzten olympischen Spiele nicht, insbesondere diese Werbeprodukte.” sagte COO Adam Bain den Investoren während der Telefonkonferenz zum vierten Quartal. „Egal, ob Videos die Budgets der politischen Meinungsbildung während der Wahl oder der olympischen Spiele im Fernsehen nach oben treiben, wir befinden uns in einer wirklich guten Position.”

2. Alle Register bei der Monetarisierung ziehen

Das Umsatzwachstum von Twitter ist in den letzten Jahren trotz des schwachen Nutzerwachstums stark geblieben. 2014 erreichte das Unternehmen 111 % Umsatzwachstum, letztes Jahr waren es 58 %. Für dieses Jahr erwarten die Analysten eine Verlangsamung auf 33,6 %.

Aber Twitter hat noch einige Möglichkeiten zur Verfügung. Erstens hat man beschlossen zu testen, wie die Monetarisierung von ausgeloggten Nutzern funktionieren kann. Das Management spricht seit fast zwei Jahren von den ausgeloggten Nutzern. Sie meinen, es wären 500 Millionen Einzelbesucher pro Monat, die sich nicht einloggen.

Das Management glaubt, dass diese Nutzer durchschnittlich die Hälfte der eingeloggten Nutzer einbringen können. Wenn diese Schätzung korrekt ist, dann wäre das ein Wachstumspotenzial von 83 % bei den gesamten Werbeeinnahmen.

Twitter hat auch noch Luft nach oben, um mehr Werbung zu schalten. Langfristig glaubt das Management, die Werbung könnte auf 5 % erhöht werden – das heißt, jeder 20. Tweet wäre dann gesponsort. Das Management hat schon damit begonnen, mehr Werbung zu schalten, CFO Anthony Noto sagte den Analysten während der Telefonkonferenz zum vierten Quartal, es gäbe noch Wachstumsspielraum.

Der Anstieg bei der Werbung kam aber von erhöhtem Bedarf und nicht von einer Entscheidung, das Angebot zu erhöhen. Twitter muss die Zahl der aktiven Werbekunden erhöhen, um mehr Werbung zu schalten.

Twitter arbeitet auch daran, das Engagement seiner Nutzer zu erhöhen. Das Engagement bei Werbung ist in den letzten Quartalen zwar gestiegen, das ist aber mehr eine Folge der Autoplay-Videos und nicht von erhöhter Effizienz. Änderungen wie die neuen Algorithmen für die Timeline und neue Messwerkzeuge und Werbeformate könnten helfen, höhere Konversionsraten zu erzielen.

3. Bessere Messungen und Reichweite durch DoubleClick

Twitter hat in Q4 eine Partnerschaft mit der Werbeplattform DoubleClick von Google gestartet. Es läuft auch ein Pilotprojekt mit dem DoubleClick Campaign Manager bis Ende des ersten Quartals. DCM ermöglicht es DoubleClick-Nutzern, die auf Twitter Werbung schalten, mehr Informationen darüber zu bekommen, wie ihre Anzeigen auf Twitter verglichen mit dem Rest ihrer Kampagnen laufen. Twitter wettet, dass so die wahre Effizienz seines Werbeangebots bewiesen wird und dass sich dadurch die Nachfrage von bestehenden Kunden erhöhen sollte.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Twitter auch beim DoubleClick Bid Manager als Option, um Werbung zu kaufen, auftauchen wird. Das wird es den DoubleClick-Nutzern leichter machen, Twitter- Werbung zu kaufen und Twitter den unzähligen Werbekunden vorschlagen, die die Werbeplattform der Tochterfirma von Alphabet (WKN:A14Y6H) bereits nutzen.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.
Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A und C)und Twitter.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und wurde am 31.03.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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