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6 günstige Aktien, die du heute kaufen kannst

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Das Sprichwort sagt, dass du gierig sein sollst, wenn andere ängstlich sind, und ängstlich, wenn andere gierig sind. Allerdings spielt hier noch die emotionale Ebene mit hinein. Gefühle sind häufig die Triebkraft von Investoren und die Logik hinter Benjamin Grahams „Mr. Market“. Wenn du das Zeug hast, um einen antizyklischen Blick auf die Dinge zu haben, dann solltest du dir diese sechs Schnäppchenaktien aus dem Ölsektor, der Stahlindustrie und dem produzierenden Gewerbe anschauen.

Ölfeld

Die Ölpreise hatten Mitte 2014 ihren Höchststand erreicht. Danach stürzten sie ab. Aber das heißt nicht, dass du das Weite suchen solltest. Öl und Gas sind volatile Rohstoffe. Ein Auf und Ab wie dieses, ist ganz normal.

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Klar, du willst Unternehmen meiden, die riskante Ölgeschäfte machen, aber es gibt ein paar Namen, die durch solche Situationen schon mal gegangen sind. Ein Beispiel ist Chevron (WKN:852552). Seine Geschichte reicht bis 1879 zurück. Mit der Zeit hat sich das Unternehmen in einen diversifizierten Energieriesen verwandelt. Seine Öl- und Gasgeschäfte werden durch Raffinerien und chemische Produkte ausgeglichen. Fallende Ölpreise waren zwar schmerzhaft, aber der Preisrückgang erhöht die Margen in anderen Bereichen.

Chevron bietet im Moment eine Rendite von 4,5 % und das Management bekräftigt immer wieder, dass es an der Dividende festhält. Darum müssen dieses Jahr Schulden aufgenommen werden. Die Investitionen verringern sich ebenfalls, da größer Projekte anlaufen. Damit sollten die Umsätze steigen, während die Ausgaben sinken. Angenommen, der Ölmarkt stabilisiert sich irgendwann, dann dürften Investoren, die heute in Chevron investieren, stattliche Dividenden einstreichen; zusätzlich zu den steigenden Aktienpreisen.

Wenn du dir Chevron anschaust, dann solltest du auch einen Blick auf Exxon Mobil (WKN:852549) werfen. Beide haben sehr ähnliche Geschäftsprofile. Allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied. Exxon ist wahrscheinlich das am besten geführte Ölunternehmen der Welt. Das erklärt auch, warum Exxon nur eine Dividendenrendite von 3,6 % hat, 20 % weniger als Chevron.

XOM Cash Return on Capital Invested (CROCI) (Letzte zwölf Monate) Daten von YCharts

XOM Cash Return on Capital Invested (CROCI) (Letzte zwölf Monate) Daten von YCharts

Was bedeutet am besten geführt? Wenn du dir die Umsätze von Exxon anschaust, die es mit seinem Eigenkapital erzielt, dann ist es ein viel besserer Verwalter des Investorenvermögens als Chevron. Es hat also einen Grund, warum es beliebter als Chevron ist. Aber nur weil es nicht ganz so günstig wie Chevron angeboten wird, heißt das nicht, dass es im Moment kein Schnäppchen darstellt. Für konservativere Investoren, die bereit sind, für Qualität zu zahlen, könnte das der richtige Kauf sein.

Beide Unternehmen haben Dividendenrenditen, die sie seit der Mitte der 90er nicht mehr gesehen hatten. Und das Kurs-Buchwertverhältnis ist nahe des Tiefststandes seit Jahrzehnten. Es könnte daher genau der richtige Zeitpunkt sein, um aufzuspringen.

Mehr Rohstoff

Öl und Gas sind allerdings nicht die einzigen Rohstoffe, die einen Abschwung erfahren haben. Ein anderer großer Verlierer war Stahl. An dieser Front ist Nucor Corporation (WKN:851918) eines der am besten geleiteten Unternehmen in den USA. Als Beispiel für die gute Führung kannst du die Tatsache sehen, dass Nucor in den letzten zehn Jahren nur einmal Geld verloren hat; und das trotz des lang anhaltenden Abschwungs. Der Konkurrent AK Steel hingegen hat sieben Jahre in Folge rote Zahlen geschrieben.

Bild: Nucor.

Wie macht Nucor das? Nucor nutzt die günstigeren Lichtbogenöfen. Damit hat es gegenüber seinen Konkurrenten einen Vorteil, die sich noch auf Gebläseöfen verlassen. Zudem hat Nucor auch sehr gute Beziehungen zu seinen Mitarbeitern. Die Verträge belohnen Mitarbeiter in guten Jahren, aber beteiligen sie auch an den schweren Zeiten. Das hilft, die Kosten für Nucor zu reduzieren, wenn es am notwendigsten ist.

Nucor ist nicht das einzige Stahlunternehmen, das du in deine Überlegung einbeziehen solltest. Steel Dynamics (WKN:903772) nutzt ebenfalls die Lichtbogentechnologie und war in acht der letzten zehn Jahre rentabel. Das ist zwar kein überragender Wert, aber immer noch besser als seine Wettbewerber AK Steel und sogar U.S. Steel, welches in den letzten zehn Jahren sechs Mal im Minus war.

Nucor hat eine Rendite von 3,3 % und Steel Dynamics bringt es auf 2,6 %. Was das Einkommen angeht, hat Nucor die Nase vorn. Das Unternehmen hat seine jährliche Dividende auch während des Abschwungs erhöht, wenn auch in moderaten Schritten. Damit kommt es auf eine beständige Dividendenerhöhung in den letzten 40 Jahren.

Steel Dynamics und Nucor haben Dividendenrenditen, die im Vergleich zu ihren Konkurrenten recht hoch sind. Auch Steel Dynamics zahlt seine Dividende fast so lang wie Nucor. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis ist recht niedrig, aber nicht auf einem historischen Tiefststand. Es ist daher ein guter Zeitpunkt, sie sich genauer anzuschauen, besonders für Einkommensinvestoren.

Produzierendes Gewerbe
Die nächsten zwei Schnäppchen kommen aus dem produzierenden Sektor. Dieser verkauft im Grunde Produkte und Dienstleistungen andere Unternehmen. Auch hier stehen schwere Zeiten an. Eaton Corporation (WKN:A1J88N) beispielsweise, eine der beiden Schnäppchenaktien, musste letztes Jahr einen Rückgang seines organischen Wachstums um 2 % hinnehmen. Für dieses Jahr wird ein Rückgang um 4 % erwartet.

Aber dieser Sektor ist ein zyklisches Geschäft. Eaton hat in seiner über hundertjährigen Firmengeschichte schon so manchen Zyklus mitgemacht. Das erklärt, warum der Produktionsriese, der sich auf Energiemanagement konzentriert, seine Kosten reduziert und seinen Cashflow stärkt. Um dir einen Eindruck zu verschaffen, wie gut das funktioniert, hilft die folgende Zahl. Fast 95 % seines Nettogewinns ging letztes Jahr in den free Cashflow ein. Und selbst während des schwierigen Marktes war es in der Lage, seinen Gewinn 2015 um 12 % zu steigern. Es erwartet auch dieses Jahr einen Gewinnanstieg trotz der schwierigen Branchensituation.

Emerson Electric (WKN:850981) ist ein weiterer Name in der Branche, den du dir genauer anschauen solltest. Emerson bewältigt den Abschwung, indem es die Dinge regelt, auf die es Einfluss hat. So verdiente es 2015 mehr als noch 2014. Eaton steht hier auf dem ersten Platz, weil sich Emerson inmitten einer Aufspaltung befindet. Die Network Power-Sparte soll nämlich abgespalten werden. Diese wurde erst kürzlich aufgebaut. Das ist kein zu vernachlässigendes Detail. Schnäppchenjäger sollten daher genau hinschauen, was das Management macht.

Eaton hat eine Dividende von 3,8 % und Emerson bringt 3,7 %. Beide Unternehmen könnten also interessante Dividendenaktien darstellen. Du solltest außerdem bedenken, dass Emerson seine Dividende seit ca. 60 Jahren kontinuierlich angehoben hat. Daher haben wir es in die Liste aufgenommen. Eatons Dividende stieg auch mit der Zeit, nur zwischen 2007 und 2009, also während der Rezession, blieb sie konstant.

Die Rendite von Eaton und Emerson war seit der Rezession zwischen 2007 und 2009 nicht mehr so hoch. Und der Letzte vergleichbare Stand vor der Rezession war Anfang der 90er. Obwohl es möglich ist, dass eines oder beide Unternehmen scheitern können, zeigt die Geschichte, dass dies eine Kaufgelegenheit und nicht das Ende der Welt bedeutet.

XOM Daten von YCharts

Die Dinge ändern sich schnell

Chevron, Exxon, Nucor, Steel Dynamics, Eaton und Emerson sehen heute wie Schnäppchenaktien aus. Aber das wird nicht ewig anhalten. Tatsächlich sind sie 2016 im Vergleich zu 2015 bereits stark gestiegen. In anderen Worten, dir könnte die Zeit knapp werden, um gierig zu sein. Wenn du also an diesen sechs Aktien interessiert bist, solltest du dich lieber beeilen, bevor die Kaufgelegenheit vorüber ist.

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The Motley Fool besitzt Aktien von ExxonMobil. The Motley Fool empfiehlt  Chevron, Emerson Electric und Nucor.

Dieser Artikel wurde von Reuben Gregg Brewer auf Englisch verfasst und am 26.03.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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