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Aktien im Rückblick: ThyssenKrupp-Höhenflug, Metro-Aufspaltung und Aixtron-Gerüchte

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Die ersten drei Monate sind geschafft. Der DAX konnte im März zwar rund 5 % zulegen, legte im Quartal jedoch ein Minus von 7 % und damit den schlechtesten Vierteljahresauftakt seit sieben Jahren hin.

Man kann’s aber auch positiv sehen: Seit dem Tiefpunkt am 11. Februar mit einer Schlussnotiz von 8.753 Punkten hat sich das Börsenbarometer deutlich erholt. In der vergangenen Woche war erneut der Kampf mit der 10.000er-Marke angesagt.

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Auch diesmal ging er verloren…

Was war an der Börse los?

Nach den Osterfeiertagen startete der deutsche Aktienmarkt am Dienstag bei geringen Umsätzen in eine verkürzte Handelswoche. Der DAX (WKN:846900) bewegte sich unentschlossen zwischen der Gewinn- und Verlustzone hin und her und ging beim Stand von 9.895 Zählern mit einem Plus von 0,4 % in den Feierabend. Gesprächsthemen auf dem Parkett waren – wie schon oft in den vergangenen Wochen – ein erstarkter Euro und ein fallender Ölpreis.

Die beste kurzfristige Wertentwicklung im DAX zeigte mit 2,4 % die Aktie des Immobilienkonzerns Vonovia (WKN:A1ML7J). Ans untere Ende der Tabelle schickten die Marktteilnehmer die Deutsche Bank (WKN:514000), deren Kurs 1,6 % nachgab.

Ähnlich schlecht lief es bei den Vorzügen von Volkswagen (WKN:766403). Die Papiere des Wolfsburger Automobil- und Skandalproduzenten litten wieder einmal unter den möglichen finanziellen Folgen der Abgasaffäre. Ein namentlich nicht genanntes Aufsichtsratsmitglied war in einem dpa-Bericht mit der Aussage zitiert worden, dass es keinen Hinweis gebe, der auf eine Dividendenzahlung hoffen lasse. Die Andeutung der kompletten Streichung von Ausschüttungen quittierten die Parkettakteure mit einem Kursabschlag von 1,57 %.

Wegen zu geringer Niederschläge und des deshalb niedrigen Wasserstands der Werra darf der Düngemittelhersteller K+S (WKN:KSAG88) nur noch wenig Abwasser in den Fluss leiten, damit die Salzkonzentration bestimmte Grenzwerte nicht überschreitet. Die Folge: Zwei Standorte für die Kaliproduktion werden ab Ende März vorläufig geschlossen. Diese Nachricht bescherte der kürzlich in den MDAX (WKN:846741) abgestiegenen K+S-Aktie einen Kursabschlag von 2,9 %.

Als die europäischen Börsen bereits geschlossen waren, gab die Chefin der US-Notenbank dem amerikanischen Aktienmarkt einen kurzen Aufwärtsimpuls: Janet Yellen kündigte in New York an, dass die FED bei der Fortsetzung der im Dezember eingeleiteten Zinswende vorsichtig vorgehen werde. Außerdem hätten die Notenbanker „erheblichen Spielraum“ für stimulierende Maßnahmen, falls diese sich als notwendig erweisen sollten. Die Mehrheit der Marktbeobachter entnahm diesen Aussagen, dass die für April erwartete Zinserhöhung erst einmal abgesagt sei. Die Folge: Der Dow Jones legte 0,6 % zu und der Technologieindex Nasdaq gewann 1,6 %.

Die europäischen Börsen vollzogen diese Aufwärtsbewegung am Mittwoch nach. Der DAX stieg um 1,6 % auf 10.047 Punkte. Besonders stark gefragt waren Aktien von ThyssenKrupp (WKN:750000): Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte Deutschlands Stahlkonzernen in einem Interview mit der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ Unterstützung im Kampf gegen billigen Stahl aus China zugesichert. Der Kurs der ThyssenKrupp-Papiere stieg um 8,7 %.

Favorit im MDAX war die Aktie des Düsseldorfer Handelskonzerns Metro (WKN:725750), der laut einer Ankündigung des Vorstandsvorsitzenden Olaf Koch im kommenden Jahr in zwei börsennotierte Unternehmen aufgespalten werden soll. Eine Gesellschaft soll für den Groß- und Lebensmittelhandel zuständig sein, die andere das Geschäft mit Verbraucherelektronik übernehmen. Die Marktteilnehmer reagierten euphorisch auf diese Nachricht und spendierten den Metro-Papieren ein Kursplus von 11,5 %.

Die Hoffnung, dass der DAX die 10.00er-Marke diesmal nachhaltig überwunden habe, wurde bereits am Donnerstag enttäuscht. Das deutsche Kursbarometer fiel um 0,8 % auf 9.966 Punkte. Als Begründung für die Abwärtsbewegung musste wieder einmal der Euro herhalten, dessen Wechselkurs am Nachmittag zeitweise 1,14 US-Dollar und damit den höchsten Wert seit Oktober erreichte.

Im TecDAX (WKN:720327) sorgte Aixtron (WKN:A0WMPJ) für Gesprächsstoff. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Nachmittag, der Spezialmaschinenbauer befinde sich in informellen Gesprächen mit Übernahmeinteressenten, zu denen auch der größte US-Konkurrent gehöre. Eine baldige Einigung werde allerdings nicht erwartet, hieß es weiter. Aixtron-Anteile verteuerten sich um 8,9 %.

Am Freitag startete der DAX mit Verlusten ins neue Quartal und gab bis 14:30 Uhr 2,5 % ab. Gegen den Trend legte ThyssenKrupp über 5 % zu. Die Düsseldorfer Zeitung „Rheinische Post“ hatte berichtet, der indische Konzern Tata Steel sei am Einstieg bei der europäischen Stahlsparte des Duisburger Unternehmens interessiert.

Wie geht es weiter?

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Am Montag (04.04.) müssen die europäischen Börsen ohne Impulse aus dem Reich der Mitte auskommen: Die chinesischen Festlandbösen und der Markt in Honkong bleiben wegen eines Feiertags geschlossen. In Deutschland werden die Pkw-Absatzzahlen für März bekannt gegeben. Aus den USA kommen Zahlen zum Industrie-Auftragseingang im Februar.

Am Dienstag (05.04.) berichten auch die deutschen Statistiker über den Auftragseingang bei der Industrie im zweiten Monat. In den USA werden die Handelsbilanz für Februar und der März-Wert des ISM-Einkaufmanagerindex fürs nicht-verarbeitende Gewerbe vorgelegt. IWF-Chefin Christine Lagarde äußert sich zur Agenda für die IWF-Frühjahrstagung im April.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der im Text genannten Aktien.

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