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Warum du dein Portfolio breit aufstellen solltest

Kennst du auch: Du checkst den Ticker und stellst fest, dass eine deiner Aktien böse abgeschmiert ist. Scheinbar kann man sich einfach nicht dagegen schützen. Im Gegenteil: Es scheint ein unausweichliches Ereignis in der Investment-Karriere eines jeden Einzelnen zu sein.

Man kann sich aber ein wenig dagegen absichern, indem man nicht alles auf eine Karte setzt und stattdessen sein Portfolio durchmischt. Wenn das Unternehmen, das an Wert verliert, die Hälfte deines Gesamtinvestments darstellt, tut das viel mehr weh als wenn es nur eines von 10 oder gar 15 ist.

Allerdings verhält es sich ähnlich schlecht, wenn du zwar 10 verschiedene Unternehmen kaufst, diese aber allesamt in derselben Branche zuhause sind –zum Beispiel in Öl. Sollte dann nämlich die ganze Branche erwischen, dürftest du auch Verluste erleiden. Die Lösung: Das Investment auf verschiedene Unternehmen in verschiedenen Branchen aufteilen, ganz klar.

Ganz klar?

Klingt logisch, es gibt aber ein paar Fehler, den die Leute immer und immer wieder machen – angefangen beim “Über-Vermischen”. Das Problem: je diverser das Portfolio, desto geringer der positive Beitrag, den das einzelne starke Unternehmen zum Gesamtbeitrag leistet. Ein zweites Investment trägt viel zur Sicherheit deines Portfolios bei, das zehnte schon viel weniger.

Das ist auch akademisch nachgewiesen: In den Siebzigern haben zwei Forscher – Edwin Elton und Martin Gruber – herausgefunden, was als “Normalabweichung” jährlicher Portfolio-Einnahmen gilt. Und die hängt von der Anzahl der Investments ab.

Sobald du zehn Aktien im Portfolio hast, ist der einzelne Wertbeitrag schon recht gering, bei der 20. Aktie dann aber fast vollständig zu vernachlässigen. An dieser Stelle ist man mit einem Indexfonds besser beraten, könnte sich also ruhig die ganze Mühe sparen und einfach in einen Index investieren.

Kauf keinen Müll

Ein weiterer Fehler: dass man eine schlechte Aktie kauft, bloß weil man unbedingt ein gemischtes Portfolio will. So hast du beispielsweise 10 Aktien von Unternehmen, hinter denen du tatsächlich stehst, und kaufst dann ein paar weitere Unternehmen, in die du weniger Vertrauen hast, nur um ein Gegengewicht zu haben. Und das steht konträr zum Fool-Prinzip, das besagt, dass du ausschließlich in Aktien investierst, die du auch verstehst und darüber hinaus tatsächlich nur Aktien kaufst, die alle deine Investment-Kriterien erfüllen.

Wie viele Aktien solltest du bestenfalls also für ein breites Portfolio halten? Ich denke, dass es voll und ganz auf deine Risikobereitschaft ankommt. Wenn dir ein bisschen Risiko nichts ausmacht, dann sind ungefähr fünf Aktien aus verschiedenen Branchen sicherlich nicht verkehrt. Aber wenn dir das zu riskant erscheint, dann sollten es trotzdem nicht mehr als 15 sein.

Das Portfolio

Welche Aktien aber machen sich gut in einem gemischten Portfolio? Kommt ganz auf deine Strategie an. Für den Anfang schlage ich eine Bank wie Lloyds Banking Group (WKN:871784) vor, eine Dividenden-Aktie wie National Grid oder SSE, ein Öl-Investment wie BP (WKN:850517) oder Royal Dutch Shell (WKN:A0D94M), langfristig interessante Pharma-Riesen wie GlaxoSmithKline (WKN:940561) oder AstraZeneca sowie – für das kleine bisschen Risiko – einen Kandidaten mit Wachstumschancen wie ARM Holdings.

Du willst rauf auf 10? Gut. Dann eben noch einen soliden Versicherer mit Aviva und einen großen Markennamen wie Unilever (WKN:A0JMZB) , aber dann würde ich aufhören, weil ich lieber Aktien aufgrund ihrer individuellen Stärke aussuche und nicht nur, weil sie Breite ins Portfolio bringen.

Was auch immer deine Unternehmen am Ende sein werden, es ist nicht ausgeschlossen, dass du damit eine schöne Summe zusammenbekommst.

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The Motley Fool UK besitzt und empfiehlt Unilever.

Dieser Artikel von Alan Oscroft erschien am 21.3.2016 auf Fool.co.uk. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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