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3 attraktive Aktien, deren Dividenden sich verdoppeln könnten

Foto: Pixabay, Skitterphoto

Dividendenaktien sind oft das Fundament eines guten Pensionsportfolios. Denn Dividendenzahlungen geben dir nicht nur Geld zum Leben, sondern helfen auch, Abwärtsbewegungen des Marktes abzumildern. Darüber hinaus sind sie normalerweise ein Indiz für ein finanziell gesundes Unternehmen. Dividenden geben Investoren eine einfache Möglichkeit, in eine Aktie zu reinvestieren und damit die künftigen Auszahlungen zu erhöhen und vom Zinseszinseffekt zu profitieren.

Aber nicht alle Einkommensaktien schöpfen ihr Potenzial voll aus. Wenn wir uns die Auszahlungsquote, also den Anteil an den Gewinnen eines Unternehmens ansehen, der in Form von Dividenden an die Aktionäre zurückfließt, dann sehen wir, ob ein Unternehmen noch Spielraum hat, um die Dividende zu erhöhen. Am besten gefallen uns Auszahlungsquoten zwischen 50 % und 75 %. Es folgen drei Einkommensaktien mit Auszahlungsquoten von unter 50 %, die ihre Dividenden potenziell verdoppeln könnten.

Comfort Systems

Macht dir das Wetter gerade zu schaffen? Dann ist dieses Unternehmen vielleicht etwas für dich. Die Dividende sieht gerade etwas blutleer aus, hat aber das Potenzial sich in den nächsten 10 Jahren zu verdoppeln oder vielleicht sogar zu verdreifachen: Comfort Systems (WKN:907784).

Comfort Systems kümmert sich um Heizung, Lüftung und Klimaanlagen, deren Installation, Reparation und Instandhaltung und das in mehreren Industriezweigen. Ein Grund, warum die Aktie so attraktiv ist, liegt an den Aussichten eines schwachen BIP-Wachstums in den USA und im Rest der Welt. Das könnte dazu führen, dass die Federal Reserve ihre Zinsanhebungen und die langfristigen Zinsziele etwas abmildern könnte. Niedrige Zinsen führen zu Unternehmensexpansionen, was wiederum Baumöglichkeiten schafft und damit auch mehr Gebäude, wo Comfort Systems seine Klimasysteme installieren und instandhalten kann. Solange die Zinsen niedrig und der Zugang zum Kapital gesichert ist, sollte Comfort Systems davon auch profitieren.

BILDQUELLE: COMFORT SYSTEMS. 

BILDQUELLE: COMFORT SYSTEMS.

Niedrige Zinsen führen daher zu organischem Wachstum bei Comfort System. Die Umsätze im vierten Quartal stiegen von 356,5 im Vorjahr auf 383,8 Millionen US-Dollar. Der bereinigte Gewinn pro Aktie verbesserte sich von 0,29 US-Dollar auf 0,35 US-Dollar, der freie Cashflow von nur 1,4 Millionen auf 18,1 Millionen US-Dollar.

Der Sache dienlich ist auch eine Reihe von Übernahmen. Anfang Februar kündigte Comfort den Kauf von ShofferKalthoff an. Wie bei den meisten Übernahmen wird es auch hier ein paar Quartale dauern, in denen dieser Kauf den Gewinn von Comfort Systems negativ beeinflussen wird. Nach 12 bis 18 Monaten sollte sich das aber ändern und den Gewinn erhöhen.

Stand heute wird Comfort Systems seinen Aktionären 0,26 US-Dollar pro Aktie zahlen, was einer Dividende von 0,9 % entspricht. Das Unternehmen ist aber auf Kurs zu seinem erwarteten Gewinn pro Aktie von 1,61 US-Dollar im aktuellen Steuerjahr. Wenn Comfort Sytems sein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich aufrecht erhalten und seine Kosten unter Kontrolle halten kann, dann gibt es keinen Grund zum Zweifel, dass sich die Dividende in den nächsten zehn Jahren oder weniger nicht verdoppeln oder verdreifachen könnte.

BankUnited

Der Bankensektor ist oft eine Quelle saftiger Dividenden. Daher möchte ich die Einkommensinvestoren auch auf die Regionalbank BankUnited (WKN:A1H51S) aufmerksam machen.

BankUnited arbeitet vorrangig in Florida, obwohl sie auch Filialen in New York hat. Aber es handelt sich dabei nicht um einer typische Bank. Im Januar kündigte das Unternehmen an, es würde das Hypothekengeschäft (was aber auch das kleinste Segment war) schließen. BankUnited ist dabei, eine Full-Service-Bank für Kleinunternehmen und andere gewerbliche Einrichtungen zu werden. Sich auf das Kerngeschäft zu beschränken, sollte helfen, die Kosten zu reduzieren und sich auf die profitabelsten Geschäftsteile zu konzentrieren.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Erfolges von BankUnited ist die geographische Lage in Florida und New York, zwei Staaten, die relativ wenig mit Krediten im Energiesektor zu tun haben. Verglichen mit den vielen regionalen Konkurrenten zeigt BankUnited keine Anzeichen von Kreditproblemen, die mit den fallenden Energie- und Rohstoffpreisen im Verbindung stehen. Das nimmt schon mal eine große Unsicherheit aus der Gleichung, die momentan die Bankenindustrie überschattet.

Die Ergebnisse des letzten Steuerjahres sprechen von einer Bank, deren konservative Kreditvergabe sich in soliden Ergebnissen niederschlägt. Für das Gesamtjahr erhöhten sich die Einlagen um 3,4 Milliarden US-Dollar auf 16,9 Milliarden US-Dollar. Die neuen Kreditverträge erhöhten sich um 4,7 Milliarden US-Dollar. Die faulen Kredite lagen nur bei 0,37 %, was verglichen mit Q3 2015 noch einmal 29 Basispunkte weniger waren. Der Buchwert verbesserte sich auch um 3 % im Jahresvergleich.

Aktuell zahlt das Unternehmen 0,84 US-Dollar jährlich aus, was einer vernünftigen Dividende von 2,4 % entspricht. Die Wall Street erwartet, dass sich der Gewinn pro Aktie bis 2019 auf jährlich über 3,50 US-Dollar erhöhen könnte. Wenn das eintreten sollte, dann ist es möglich, dass BankUnited seine Dividende im Lauf der nächsten 10 Jahre verdoppeln könnte.

HP

Schließlich möchte ich den geneigten Einkommensinvestoren noch eine kontroverse Aktie im Tech-Sektor vorschlagen: HP (WKN:A142VP).

BILDQUELLE: HP 

BILDQUELLE: HP

Wenn dir der Name bekannt vorkommt, dann liegt das daran, dass das ein Teil des im Oktober aufgespaltenen Hewlett-Packard ist. HP hat sich in HP und Hewlett Packard Enterprise (WKN:UBS5CZ) aufgespalten, um Shareholder Value freizulegen und um es jedem der beiden Teile zu erlauben, sich leichter auf die eigenen Stärken zu konzentrieren. Hewlett-Packard Enterprise bietet die besten Wachstumsperspektiven als IT- und Cloud-Unternehmen, während HP langsameres Wachstum im Bereich PC, Drucker und Web-Services bietet.

Oberflächlich gesehen ist Hewlett-Packard Enterprise die bessere Wahl, da hier das Datenzentrum und das Wachstum im Cloudsegment beheimatet sind. Aber es gibt einen wichtigen Grund, warum Einkommensinvestoren wirklich davon profitieren könnten, HP zu kaufen und lange zu halten. Obwohl die Umsätze aus dem PC- und Druckersegment langsam schrumpfen sollen, gewinnt HP in diesen Kategorien weiter Marktanteile. Das könnte die Preissetzungsmacht verbessern, aber noch wichtiger sind die Einsparungen beim Marketing, was zu höheren Margen führt.

HP wird auch attraktiv bewertet mit nur dem siebenfachen der erwarteten Gewinne und generiert einen erheblichen Cashflow, der bei der Dividende hilfreich sein könnte. Das Unternehmen zahlt derzeit aggressive 0,50 US-Dollar pro Jahr aus, was gut genug für eine Rendite von 4,3 % ist und damit auch deutlich über der Durchschnittsdividende im S&P 500 liegt. Wenn sich die Umsätze aus dem PC-Geschäft langsam zusammenziehen und die Margen von HP verbessern, könnte es eine gute Idee sein, die Dividende zu erhöhen. Mit einem erwarteten Gewinn pro Aktie von etwa 1,60 US-Dollar in der absehbaren Zukunft, wäre eine Anhebung auf 1 US-Dollar schon im Bereich des Möglichen, wenn du mich fragst.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und wurde am 23.03.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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