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Warum die Airbus-Aktie kein Überflieger ist

Foto: Pixabay, Unsplash

Die Auftragsbücher von Airbus (WKN:938914) sind prall gefüllt, über eine Billion Euro befinden sich in der Pipeline des europäischen Flugzeugbauers. Diesbezüglich lässt man sogar den ewigen Rivalen Boeing (WKN:850471) hinter sich, und das bereits zum zweiten Mal in Folge.

Beste Voraussetzungen also für ein Foolishes Investment, nicht wahr? Ich jedenfalls habe mir das so gedacht. Ein Blick auf die Zahlen allerdings verrät, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.

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Die Zahlen sprechen gegen Airbus

Auch wenn die Entwicklung des Umsatzes noch sehr vielversprechend aussieht, sollte man spätestens bei der EBIT-Marge und der Eigenkapitalquote stutzig werden.

2011 2012 2013 2014 2015
Umsatz (in Milliarden Euro) 49,1 56,5 57,6 60,7 64,5
EBIT (in Milliarden Euro)   1,6   2,1   2,6   4,0   4,1
EBIT-Marge  3,3 %  3,7 %  4,5 %  6,6 %  6,4 %
Eigenkapitalquote 10,0 % 11,3 % 11,8 %  7,4 %  5,6 %

Quelle: Unternehmensberichte / onvista.de / finanzen.net

Seit 2011 konnte der Umsatz jährlich um durchschnittlich 6,3 % zulegen. Das ist recht ordentlich, und die vollen Auftragsbücher lassen darauf schließen, dass sich daran auch zukünftig nicht viel ändern wird.

Das war es dann allerdings auch schon mit dem Positiven aus dem Zahlenwerk von Airbus. Zwar schaffte es das Unternehmen, die EBIT-Marge von 3,3 % auf 6,4 % zu steigern, ein wirklich toller Wert ist das allerdings noch lange nicht.

Auch Dauerkonkurrent Boeing erwirtschaftet eine operative Marge von lediglich 7,7 %, was meiner Meinung nach zum einen zeigt, wie hart der Wettbewerb zwischen den beiden ist und zum anderen, dass die Entwicklung neuer Jets extrem kostspielig ist.

Es ist nicht davon auszugehen, dass sich an einem der beiden Punkte in naher Zukunft etwas ändern wird. So erwartet auch das Management von Airbus einen lediglich stabilen EBIT im nächsten Jahr – bei gleichzeitig steigenden Flugzeugauslieferungen, was auf eine weiter sinkende EBIT-Marge hindeutet.

Und es könnte noch schlimmer werden …

Die zweite Kennzahl, die ich kritisch sehe, ist die extrem niedrige Eigenkapitalquote von Airbus. Bei den aktuell niedrigen Zinsen mag solch eine hohe Verschuldung noch tragbar sein, ich gehe aber davon, dass die Ära des billigen Geldes früher oder später zu Ende gehen wird.

Schon im Geschäftsjahr 2015 musste man einen bedeutenden Teil seines Gewinns für Zinszahlungen aufwenden – es waren satte 551 Millionen Euro. Verdoppelt sich der Zinssatz, wären wir bei über einer Milliarde Euro für Zinsaufwendungen, oder bei mehr als 25 % des EBITs. Und noch ein Punkt könnte in meinen Augen die Margen weiter zum Schmelzen bringen …

… nämlich ein starker Euro. Der aktuell schwache Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung beflügelt die Verkäufe außerhalb der Eurozone, da die Flugzeuge von Airbus für Kunden mit starken Währungen wie dem US-Dollar günstiger werden.

Sollte sich der Euro jedoch künftig wieder stärker entwickeln, würde aus dem Rückenwind schnell Gegenwind werden. Sowohl Umsatz als auch Gewinn könnten in Mitleidenschaft gezogen werden.

Auch hier gilt das gleiche wie für die Zinsen. Ich kann leider nicht vorhersehen, wie sich die Währungen entwickeln, allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass der Euro bis in die Ewigkeit schwach sein wird, auch wenn es aktuell vielleicht den Anschein hat.

Mein Fazit

Mit viel Euphorie bin ich aufgrund der enormen Auftragsbestände an die Analyse von Airbus herangegangen. Schnell jedoch folgte die Ernüchterung aufgrund des Zahlenwerks und der möglichen, weiteren Schwierigkeiten, die wie beschrieben auf das Unternehmen zukommen könnten.

Und auch ein Schnäppchen ist der europäische Flugzeugbauer nicht. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17,9 (Stand: 23.03.2016) und ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 4,6 sind bei der hohen Verschuldung und den niedrigen Margen eine ambitionierte Bewertung.

Ich denke, es gibt deutlich attraktivere Unternehmen in Europa, nach denen wir langfristig orientierte Anleger Ausschau halten können, weshalb ich die Airbus Aktie von meiner Watchlist gestrichen habe.

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Thomas Brantl besitzt keine der genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der genannten Aktien.

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