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Was man braucht, um ein selbstbestimmter Investor zu sein

Foto: Pixabay, StartupStockPhotos

Am Ende des Tages muss man sich als selbstbestimmter Investor mit den Aktien wohl fühlen, die man hält. Und um sich damit wohl zu fühlen, muss man zumindest wissen, was diese Unternehmen machen und wie sie ihr Geld verdienen.

Zusätzlich sollte man als Investor gewillt sein, kontinuierlich dazu zu lernen und über das eigene Handeln nachzudenken. Es kann gefährlich werden, wenn man auf Autopilot investiert, daher sollte man die Ergebnisse einer jeden Investition periodisch objektiv analysieren, um zu sehen, ob sie ihr Ziel erreicht hat.

Kontinuierliches Lernen

Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Bücher und Artikel lesen, mit anderen reden und Kurse belegen, sind gute Möglichkeiten, um Neues zu lernen. Aber das Wichtigste dabei ist, das Erlernte auch anzuwenden.
Nachdem man die Grundkenntnisse erworben hat, kann man schon mit einem virtuellen Depot anfangen. Hier ist der Erfolg natürlich begrenzt. Nur mit echtem Geld an der echten Börse können Investoren die Erregung Angst, Gier und vielleicht auch den Druck spüren.

Vor ein paar Jahren begann ich mit Aktien von Husky Energy Inc. (WKN:552934) zu handeln, indem ich die wöchentlichen Hochs und Tiefs beobachtete. Ich kaufte tief und verkaufte auf dem Hoch. Das funktionierte ein paar Mal, aber beim dritten Mal fiel Husky unter meinen Basiskostensatz. Ich war damals noch kein richtiger Investor und ich wusste auch nicht, was ich danach tun sollte. Daher lernte ich erst mal weiter.

Kritisches Denken

Mal abgesehen vom Trading, selbst beim langfristigen Investieren weiß niemand, wo der Kurs einer Aktie morgen, nächste Woche, nächsten Monat oder nächstes Jahr stehen wird. Nur weil eine Aktie steigt, nachdem du sie gekauft hast, bedeutet das nicht, dass du recht hast. Genausowenig heißt es, dass du falsch liegst, nur weil eine Aktie fällt, nachdem du sie gekauft hast.

Ein Beispiel: Einige Investoren, die General Motors (WKN:A1C9CM) im letzten November zu einem Kurs von 36 US-Dollar mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 7,5 gekauft haben, dachten, die Aktie wäre unterbewertet mit einer guten Dividende von 4 %. Wer hätte gedacht, dass die Aktie jetzt bei etwa 31 US-Dollar mit einem KGV von 6,1 mit einer noch höheren Dividende von 4,9 % gehandelt werden würde?

Irren ist menschlich, das trifft auch auf Unternehmen wie Microsoft (WKN:870747) zu. Nach dem unvermeidlichen Fall der Aktie während der Internetblase 1999 bewegte sich Microsoft jahrelang nur seitwärts, selbst nachdem die Gewinne 2008 wieder gestiegen waren. Dann kam natürlich die Finanzkrise und die Aktie fiel Anfang 2009 bis auf ein KGV von etwa 9.

Zwischen Mitte 2010 und 2011 schwankte der Kurs zwischen 9,5 und 11,5. Aber viele Investoren hatten zu diesem Zeitpunkt schon den Glauben an das Unternehmen verloren. Erst Ende 2013 konnte Microsoft aus diesem Seitwärtstrend ausbrechen und wieder steigen. Damit wurde wieder einmal bewiesen, dass ein Unternehmen, das im Lauf der Zeit wertvoller wird, schließlich auch von den Investoren zu einem höheren Kurs gehandelt wird. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich im Durchschnitt in den letzten 10 Jahren um 9,8 % pro Jahr.

Foolishes Fazit

Ein selbstbestimmter Investor sollte immer lernwillig sein und dieses Wissen auch anwenden. Er sollte kritisch denken und auch über seine eigenen Handlungen nachdenken. Investoren sollten ihre Ziele für jede Investition aufzeichnen und sie periodisch unter die Lupe nehmen, um zu sehen, ob diese Ziele erreicht wurden. In diesem Fall sollte man sich gleich neue Ziele setzen.

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Motley Fool besitzt Aktien von Microsoft.

Dieser Artikel wurde von Kay Ng auf Englisch verfasst und wurde am 24.03.2016 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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