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Apple oder Alphabet? Was ist der bessere Kauf?

Foto: The Motley Fool

Apple (WKN:865985) ist nicht nur das größte Unternehmen nach Marktkapitalisierung, sondern auch eine äußerst beliebte Aktie bei Einzelinvestoren. Fast 40 % aller Apple-Aktien werden weder von Insidern noch von Finanzinstitutionen gehalten. Das Mutterunternehmen von Google, Alphabet (WKN:A14Y6H) ist nur ein wenig kleiner, wobei 21 % der Aktien von Rentenfonds und anderen nicht-institutionellen Portfolios gehalten werden.

Sie gehören beide zu den beliebtesten Investitionen an der Börse. Aber welche Aktie passt besser in dein Portfolio?

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Keine normalen Unternehmen

Normalerweise würde ich gleich mit den Zahlen anfangen, Wachstumsraten miteinander vergleichen, den Cashflow ansehen, die finanzielle Stabilität und all die Dinge besprechen, warum man in ein hochwertiges Unternehmen investieren sollte.

Aber das ist in diesem besonderen Fall einfach irrelevant. Sowohl Apple als auch Alphabet verfügen über Umsätze und Cashflowströme wie ein mittelgroßes Land. Wenn das Geschäft nicht mehr laufen sollte, dann haben beide immer noch hohe Barreserven von jeweils 73 und 216 Milliarden US-Dollar. Wenn du aber darauf bestehst, dass wir uns die Zahlen ansehen, dann sagt ein Bild hier mehr als tausend Worte:

APPLE UMSATZ (LETZTE 12 MONATE) DATEN VON YCHARTS.

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Kurz gesagt, beide Unternehmen haben fantastische Zahlen im Rücken. Es gibt hier keine Probleme. Um Apple und Alphabet aber zu unterscheiden, müssen wir hinter die Zahlen schauen.

Die Zahlen erzählen nie die ganze Geschichte

Oberflächlich gesehen haben wir es mit zwei extrem ähnlichen Unternehmen zu tun. Alphabet ist am besten für die Suchmaschine Google, seine Werbedienste und seine Nebenprojekte bekannt. Apple ist auf Gedeih und Verderb vom iPhone und iPad abhängig, dazu kommen noch der Mac, iTunes und ein paar einfache Tricks und Gadgets, die aber extrem profitabel sind. Aber sobald man tiefer gräbt, kommen auch die Unterschiede zum Vorschein.

Google hat sich selbst in Alphabet umbenannt, um neue Märkte zu erkunden ohne die Investoren zu vergraulen. Google hat mit selbstfahrenden Autos oder fortgeschrittener medizinischer Forschung nichts zu tun, denn diese Projekte sind vom Kerngeschäft einfach zu weit entfernt. Aber diese Ideen können unter dem Dach von Alphabet verfolgt werden, während Google sich auf das Internetgeschäft konzentriert. Man kann Google wie Berkshire Hathaway sehen. Das Unternehmen ist auf Versicherungen konzentriert, aber niemand regt sich auf, dass auch Dairy Queen, Norfolk Southern und Fruit of the Loom dazu gehören. Die Sache würde nur dann ihren Sinn verlieren, wenn Berkshire Fastfood und Unterwäsche zusammen mit den Versicherungen unter dem Namen GEICO verkaufen würde.

Apple konzentriert sich dagegen strikt auf das, was das Unternehmen am besten kann. Von iPads bis zur Apple Watch und den immer weiter veraltenden iPods hat das Unternehmen seinen Reichtum auf einer einzigen Hardware/Software-Plattform aufgebaut. Ohne das iOS-Ökosystem würde Cupertino nur mit dem Mac dastehen, der auch nur für 9 % der Gesamtumsätze verantwortlich ist.

BILDQUELLE: AUTOR.

Apple hat mit seiner Strategie den Walkman verdrängt und dann dasselbe im Bereich Handys wiederholt. Google ist auch auf dem Smartphonezug aufgesprungen, nachdem man zuerst fast jeden Konkurrenten aus dem Geschäft mit Suchmaschinen gedrängt hat. Blackberry (WKN:A1W2YK) war einmal der Inbegriff eines Smartphones bis das iPhone und Android ankamen. Inzwischen sind die ehemaligen Crackberry-Süchtigen auf bessere mobile Plattformen umgestiegen.

Die Aktie von Blackberry ist seit dem Hoch 2007 um mehr als 95 % abgestürzt, davon 87 % allein in den letzten fünf Jahren. Ja, ich verstehe, dass ein diversifiziertes Unternehmen auch ein gewisses Risiko mit sich bringt – manchmal ist es sogar ein erheblicher Nachteil. Aber es trifft auch zu, dass Hightech-Imperien die Zeiten nicht überdauern. Die nächste Revolution ist schon in Lauerstellung und droht, alles auf den Kopf zu stellen.

Das könnte Apple auch passieren. Je mehr CEO Tim Cook in die einzige Produktplattform steckt, die er zur Verfügung hat, desto tiefer wird Apple fallen, wenn die nächste mobile Revolution beginnt – und glaub mir, sie wird kommen.

Daher war es auch so klug von Google, sich unter dem Dach von Alphabet neu zu organisieren und nach neuen Märkten zu suchen. Das Unternehmen investiert schon jetzt in die Zeit nach Google. Das sind langfristige Planungen bei der Streuung der Einnahmen. Genau so sollte man für das Schicksal vorsorgen, das jeden Innovator einmal einholt. Und das sehe ich bei Apple einfach nicht.

Foolishes Fazit

Alphabet plant für die nächsten Jahrzehnte, während Apple noch den relativ kurzfristigen Gewinn abgreifen will. Apple wird in den nächsten Jahren vielleicht der Gewinner sein, aber Alphabet ist die Aktie, die man einmauern und Jahrzehnte liegen lassen kann. Wenn man dann in 20 Jahren zurückkommt, dann bin ich mir sicher, dass Alphabet ein anderes, aber immer noch genauso gutes Unternehmen sein wird.
Dasselbe kann ich von Apple nicht behaupten.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.
Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A und C), Apple und Berkshire Hathaway.

Dieser Artikel wurde von Anders Bylund auf Englisch verfasst und wurde am 23.03.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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