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Silver Wheaton Quartalsbericht: Gut oder schlecht?

Foto: Pixabay, Geizkragen69

Silver Wheaton (WKN:A0DPA9) meldete einen bereinigten Gewinn von 0,14 US-Dollar pro Aktie für das vierte Quartal, was auf demselben Niveau wie das Vorjahr lag und 0,01 US-Dollar über den den Erwartungen der Analysten. Für das Gesamtjahr erreichte der bereinigte Gewinn pro Aktie 0,53 US-Dollar, letztes Jahr waren es noch 0,75 US-Dollar gewesen, Die Umsätze stiegen im vergangenen Jahr um 5 % auf fast 650 Millionen US-Dollar. Wenn man sich das ganze Bild ansieht, dann waren das gemischte Ergebnisse.

Die guten Nachrichten

Es gab definitiv gute Nachrichten im Jahresbericht von 2015. Die beste war die Produktion von 47,5 Millionen Unzen Silberäquivalenten, was einen unglaublichen Anstieg von 35 % verglichen mit 2014 und einen neuen Unternehmensrekord darstellt. Das Unternehmen verkaufte auch 26 % mehr Silber und Gold. Trotz der Schwäche auf den Rohstoffmärkten stiegen die Umsätze um 5 % im Jahresvergleich.

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BILDQUELLE: SILVER WHEATON.

BILDQUELLE: SILVER WHEATON.

Die treibende Kraft hinter dieser Performance war eine Reihe von neuen Streamingverträgen. 2016 fing auch einigermaßen gut an, denn Silver Wheaton hat schon einen neuen Vertrag in der Tasche. Obwohl der Vertrag im Wert von 140 Millionen US-Dollar relativ klein verglichen mit dem Vertrag mit Vale im Wert von 800 Millionen US-Dollar und dem mit Glencore in Höhe von 900 Millionen US-Dollar ist, zeigt das, dass die geschwächten Minenunternehmen immer noch verzweifelt Geld brauchen. Da der Vertrag mit Glencore erst Ende letzten Jahres zustande kam, erwartet Silver Wheaton für 2016 eine um 13 % höhere Produktion.

Die schlechten Nachrichten

Das waren die guten Nachrichten, jetzt die schlechten: Aufgrund der Schwäche auf den Rohstoffmärkte musste Silver Wheaton Einbußen von 17 % pro Unze ertragen. Daher wurde um 26 % mehr verkauft, während die Einnahmen nur um 5 % gestiegen sind und die Gewinne für das Gesamtjahr gefallen sind.

Die Edelmetallpreise sind in letzter Zeit wieder gestiegen, was auch die Gewinne in Q1 stützen sollte, aber es ist wahrscheinlich noch zu früh, um sich darüber zu freuen. Silber und Gold sind in kurzen Zeiträumen sehr volatile Rohstoffe. Mit der höheren Produktion werden die Ergebnisse aber von einem langfristigen Aufwärtstrend profitieren, wenn er eintreten sollte.

Was neue Verträge betrifft, sind die Aussichten gerade nicht besonders gut. Silver Wheaton beendete das Jahr mit etwa 100 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln und etwa 450 Millionen US-Dollar an revolvierenden Krediten. Daher hat das Unternehmen etwa 550 Millionen US-Dollar auf der hohen Kante. Davon wurden bereits 140 Millionen für den letzten Vertrag ausgegeben, daher stehen noch etwa 400 Millionen für neue Streamingverträge zur Verfügung – aber damit sind nicht die großen Verträge möglich wie 2015.

Silver Wheaton kauft auch seine eigenen Aktien zurück, weil man sie für unterbewertet hält. Damit scheint eine Kapitalerhöhung auch vom Tisch zu sein. In anderen Worten, es besteht immer noch die Möglichkeit, von den schwachen Minenunternehmen zu profitieren, aber Silver Wheaton scheint nur noch kleine Verträge schließen zu können.

BILDQUELLE: CANADIAN REVENUE AUTHORITY.

Die Sache mit den Steuerbehörden ist noch nicht ausgestanden

Da wäre dann noch das Problem mit den Steuern. Kanada sagt, das Unternehmen hätte seine Steuererklärung falsch gemacht und schulde dem Staat Steuern und Strafzahlungen. Silver Wheaton fechtet dies an. Inzwischen geht es nicht nur um die Jahre 2005 bis 2010 sondern um die Jahre 2005 bis 2013 – die folgenden Jahre bleiben natürlich auch offen.

Zu diesem Thema gab es noch keine Neuigkeiten, aber man sollte wissen, dass sich das Problem nicht von allein lösen wird. Das könnte auch langfristige Schäden verursachen, sollte Silver Wheaton verlieren, denn das könnte zu höheren Steuern zusätzlich zu den Nachzahlungen und Strafzahlungen führen. Daher sollte man als Investor hier aufpassen.

Halb voll oder halb leer?

Es war ein gemischtes Jahr für Silver Wheaton. Das Unternehmen hat die Produktion deutlich erweitert, aber dank der schwachen Silber- und Goldmärkte sieht man nicht viel davon. Wenn wir annehmen, dass die Preise für Edelmetalle im Lauf der Zeit steigen werden, dann ist das Unternehmen aber gut positioniert, um seine Gewinne zu erhöhen.

Silver Wheaton scheint momentan nicht genug Geld für große Verträge zu haben. Das könnte das Wachstum kurzfristig einschränken und die Sache mit dem Finanzamt ist auch noch nicht durch. Du musst selbst entscheiden, ob das Glas halb voll oder halb leer ist.

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Motley Fool besitzt Aktien von Vale und Silver Wheaton (USA).

Dieser Artikel wurde von Reuben Brewer auf Englisch verfasst und wurde am 21.03.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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