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Diese 5 Unternehmen haben zusammen Cash und Investitionen in Höhe von 521 Milliarden US-Dollar

Foto: The Motley Fool

Obwohl sich die Dinge bereits etwas beruhigt haben, erlebten Investoren Anfang 2016 die schlechtesten ersten zwei Jahreswochen der Geschichte. Nach einer kleinen Erholung ist der breit aufgestellte S&P 500 – der wahrscheinlich bester Indikator für die Gesundheit von US-Unternehmen – immer noch über 3 % gesunken.

Einigen Investoren hat dieser schwache Start ins Jahr Angst gemacht: Sie suchen entweder den Ausgang oder schnell nach Alternativen, um ihr investiertes Kapital zu schützen, sollte der Markt noch weiter fallen. Diese Alternativen schließen US-Schatzbriefe und Sparbriefe ein, die zurzeit beide Renditen weit unter ihren historischen Raten abwerfen. Mit anderen Worten: Investoren könnten langfristig Enttäuschungen erleben, wenn sie Aktien auf Grund von kurzlebigen Turbulenzen den Rücken zukehren.

Cash ist der Schlüssel

Wie können Investoren während einer Marktkorrektur oder eines Bärenmarkts ihr Kapital schützen und überdurchschnittliche Gewinne einfahren? Ein kluger Schritt ist es vielleicht, in Unternehmen zu investieren, die hohe Summen an liquiden Mitteln aufweisen. Es liegt zwar immer noch am Unternehmen, dieses Geld gut zu nutzen, aber eine gute Cash- und Investmentposition können als Puffer fungieren, die Unternehmen davor schützen können, zu weit zu sinken, wenn die Marktbedingungen hart werden. Normalerweise investieren Unternehmen mit viel Cash frei in organisches und unorganisches Wachstum und häufig zahlen sie auch Dividenden.

Aber welche Unternehmen haben das meiste Cash und die höchsten Investitionen? Basierend auf den Endjahresdaten von S&P Global Market Intelligence sind es diese fünf:

  • Apple (WKN:865985): 216,1 Milliarden US-Dollar
  • Microsoft (WKN: 870747): 113,8 Milliarden US-Dollar
  •  Alphabet (WKN:A14Y6H): 77,1 Milliarden US-Dollar
  • Cisco Systems (WKN:878841): 60,4 Milliarden US-Dollar
  •  Oracle (WKN:871460): 54,4 Milliarden US-Dollar

Zusammen haben diese Unternehmen 521,8 Milliarden US-Dollar in Cash, Cash-Äquivalenten und Investitionen. Hier sind einige großartige Dinge, die du mit so viel Geld machen könntest:

  • Ein iPhone 6 für mehr als 800 Millionen Menschen kaufen
  • Mehr als 19,7 Millionen Basismodelle des Fords F-150 – das beliebteste Auto in den USA – kaufen
  • Das Haushaltsdefizit der USA ein Jahr lang zahlen
  • Jedem Menschen auf der Welt mehr als 5 Wochen lang täglich einen Kaffee von Starbucks ausgeben
  • Die Hypotheken für mehr als 3,1 Millionen amerikanische Haushalte abzahlen

Es ist wichtig klarzustellen, dass diese Unternehmen auch Schulden auf ihren Bilanzen verzeichnen, aber für jedes überwiegen ihre liquiden Mittel eindeutig ihre Schulden. Es ist außerdem wahrscheinlich, dass diese Unternehmen einen Teil ihres Geldes in anderen Ländern halten, um den Steuern zu entgehen, die sie bei der Rückführung ihrer Gewinne bezahlen müssten.

Was diese Cash-Giganten gemeinsam haben

Letztendlich ist es kein großes Geheimnis, warum diese fünf Unternehmen so viele liquide Mittel haben. Lasst uns einen Blick auf die Gemeinsamkeiten werfen, welche die fünf zu potenziell großartigen Investitionen machen.

  1. Große Marktanteile

Quelle: The Motley Fool

BILDQUELLE: THE MOTLEY FOOL.

Wenn es eine Sache gibt, die fast alle genannten Unternehmen gemeinsam haben, ist es ihr branchenführender Marktanteil. Googles Tochterunternehmen Alphabet ist beispielsweise ein Riese im Bereich Computer- und Mobilwerbung und sein Betriebssystem Android ist mit Abstand das beliebteste weltweit.

Laut comScore lag Googles Anteil auf dem Suchmarkt im Oktober bei fast 64 % und damit mehr als drei Mal so hoch wieder der vom Zweitplatzierten Bing. Was den globalen Marktanteil von Betriebssystemen angeht, hält Android laut Daten von Gartner fast 85 %. Nimmt man Apples iOS dazu, sind 97,8 % des weltweiten Markts abgedeckt. Diese Dominanz bietet Alphabets Google unglaubliche Preisgestaltungsmacht, die es für gesunde Gewinne nutzt.

Quelle: Apple

Quelle: Apple

  1. Eine führende Marke

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass viele dieser Unternehmen sehr wertvolle Marken haben und die Masse es nicht abwarten kann, ihre Produkte in den Händen zu halten. Apple ist hierfür das beste Beispiel, da sich seine Kunden regelmäßig in unglaublich lange Schlangen stellen, wenn es ein neues Gerät wie ein Smartphone, Tablet oder eine Smartwatch auf den Markt bringt.

Im Jahr 2015 hat Interbrand Apple im dritten Jahr in Folge zur wertvollsten Marke der Welt gekürt. Das zeugt von der Loyalität seiner Kunden. Unternehmen mit starken Markenwerten haben durch ihre loyalen Kunden gesunde Margen und sie profitieren daher auch von Mundpropaganda.

Quelle: Microsoft

Quelle: Microsoft

  1. Profitable Produkte und Dienstleistungen

Eine dritte gemeinsame Eigenschaft  (die auf der vorherigen beruht) ist das Erwirtschaften von sehr hohen Margen durch Produkte und Dienstleistungen. Eine starke Marke und eine marktführende Position können mit Sicherheit dabei helfen, die Gewinne zu steigern.

An dieser Stelle möchte ich den Softwareentwickler Microsoft anführen, welcher von seinem Erbe als dominierender König der Betriebssysteme für Laptops und Desktops profitiert. Im Oktober 2015 hat VentureBeat festgestellt, dass Windows als bevorzugtes Betriebssystem für Laptops und Desktops ganze 90,4 % des Marktanteils beibehielt. Im Vergleich dazu hält Mac OS nur 8 % und Linux 1,6 %. Dieser hohe Anteil hat geholfen, Microsofts zurückliegende operative Gewinnmarge für 12 Monate um über 28 % zu steigern.

  1. Bahnbrechende Innovationen

Unternehmen wie Cisco Systems und Oracle profitieren von ihren bahnbrechenden Innovationen. Bei beiden Unternehmen sprechen wir hier von dem Aufkommen und der Entwicklung  von Cloud-Computing. Sie profitieren von Geschäftskunden, die ihre Datenzentren auf- oder ausbauen möchten sowie von privaten Kunden, die in Anbetracht des Internets der Dinge von Technologie in ihren Haushalten profitieren können.

Cisco hat beispielsweise im Mai 2014 angekündigt, dass es plant, 1 Milliarde US-Dollar auszugeben, um Dienstleistungen des Bereichs Cloud-Computing anzubieten. Des Weiteren legen Schätzungen seitens Cisco nahe, dass das jährliche Gesamtwachstum der öffentlichen Cloud zwischen 2014 und 2019 um 44 % und der privaten Cloud um 16 % steigen könnte, während sich der weltweite IP-Verkehr in diesem Zeitraum vervierfachen könnte. Man muss dazu nicht sagen, dass es sich hier um eine unglaubliche Wachstumschance für Cisco handelt.

BILDQUELLE: CISCO.

Quelle: Cisco.

Die gleiche Innovation können wir bei Oracle im Bereich Middleware und Cloud-Infrastruktur beobachten. Das Unternehmen hat sich zuvor auch für sein Wachstum stark auf Geschäftshardware verlassen. Im Bericht über das zweite Quartal, der im Dezember herauskam, berichtete das Unternehmen von Wachstum der Cloud-Verkäufe bei konstanten Wechselkursen von 31 % – inklusive eines Wachstums der Cloudsoftware-Dienstleistungen um 39 %. Software als Dienstleistung ist besonders lukrativ, da es zu saftigen Margen führt und Kunden meist sehr loyal sind.

Worum es geht? In Unternehmen mit hohen Summen an liquiden Mitteln zu investieren, kann bei schwierigen Investitionsbedingungen ein kluger Schritt sein. Es handelt sich dabei vielleicht nicht immer um die aufregendsten Unternehmen auf dem Markt, aber langweilige Geschäftsmodelle sind oft hochprofitabel – unabhängig davon, wie die US-Wirtschaft läuft.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Apple, Ford und Starbucks. The Motley Fool besitzt Aktien von Oracle. The Motley Fool empfiehlt Cisco Systems und Gartner. Suzanne Frey ist eine Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 7.3.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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