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Wieso K+S dringend mehr Wachstum braucht

Foto: K+S AG

Nach einem wilden Jahr an den globalen Rohstoffmärkten ist es Zeit für K+S (WKN: KSAG88) Bilanz zu ziehen. Es gibt zwar erfreuliche Zahlen für das Jahr 2015, aber wieso du auch zwischen den Zeilen lesen musst erfährst du hier.

So sah das Jahr 2015 bei K+S aus

Wer sich die Ergebnisse für 2015 anschaut merkt, dass die Zahlen des Rohstoffunternehmens K+S sehr solide sind. Das Unternehmen konnte seinen Umsatz um 9 % auf 4,2 Milliarden Euro steigern und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) war 2015 mit 1,1 Milliarden Euro um 18 % höher als im Vorjahr.

Neben diesen positiven Zahlen dürfte besonders die hohe Dividende Aktionäre erfreuen. Dieses Jahr sollen 1,15 Euro pro Aktie ausgeschüttet werden, was deutlich über der letztjährigen Dividende von 0,90 Euro pro Aktie liegt. Allerdings liegt der Verdacht nahe, dass K+S Aktionäre darüber hinweg getröstet werden sollen, dass das Übernahmeangebot zu einem üppigen Aufpreis des Aktienkurses ausgeschlagen wurde.

Für 2015 wurde ein operatives Ergebnis von 780-830 Millionen Euro anvisiert und letztendlich wurden 782 Euro erreicht. Die eigenen Vorgaben wurden gerade noch erreicht.

Für das laufende Jahr weist das Management offen und ehrlich darauf hin, dass sowohl Umsatz als auch die operativen Ergebnisse voraussichtlich deutlich schlechter als im Vorjahr ausfallen werden. Ein milder Winter mit geringerem Bedarf nach Salz, fallende Rohstoffpreise und Produktionseinschränkungen durch Umweltauflagen bereiten K+S gerade Schwierigkeiten.

Was mich an den Zahlen stört

Es ist nicht die gesenkte Prognose für 2016, die mich an den veröffentlichten Zahlen stört. Für langfristige Investoren gibt es andere Details, die einem zu denken geben sollten. In erster Linie frage ich mich, wo in Zukunft wirkliche Wachstumschancen für K+S zu finden sind.

Das mittelfristige Ziel von K+S ist  ihr EBITDA bis 2020 auf 1,6 Milliarden Euro zu erhöhen. Das ist zwar deutlich höher als die 1,1 Milliarden Euro im letzten Jahr, aber nicht unbedingt phänomenales Wachstum. Falls man das Ziel nicht erreicht und die Gewinnspanne nachhaltig unter Druck gerät, könnte K+S im Jahr 2020 deutlich weniger als geplant verdienen und ein für Anleger viel weniger attraktives Unternehmen sein als es heute ist. Das Risiko, dass sich Rohstoffpreise auch langfristig nicht erholen werden sollte nicht unterschätzt werden.

K+S präsentiert auch seine Investitionen in einem zwiespältigem Ton. Es wird zugleich stark betont, dass viel investiert wird und dass man umfangreiche Kürzungen macht. Es ist zwar absolut wichtig für ein Unternehmen Effizienzsteigerungen und mögliche Kosteneinsparungen umzusetzen, allerdings sollte das nicht auf Kosten von wichtigen Investitionen gehen. Außerdem ist es interessant, dass K+S in seiner Kommunikation betont, dass sie ihre geplanten Einsparungen 2015 übertroffen haben, woraus folgt, dass ohne die großen Einsparungen ihr operatives Ergebnis nochmals geringer ausgefallen wäre.

In einem Jahr wie 2015, als große Summen für ein ambitioniertes Projekt in Kanada aufgewendet wurden, ist nur eine Steigerung der Investitionen in Höhe von 11 % zu verzeichnen, was allerdings einem Umsatzwachstum von 9 % gegenübersteht und somit fast keine Nettosteigerung bedeutet. Es ist also wichtig zu beobachten, ob K+S auch in Zukunft das richtige Maß an Investitionsbereitschaft an den Tag legt.

Ein solides Unternehmen, das sich treu bleiben muss

K+S ist und bleibt ein solides Unternehmen mit einer sauberen Bilanz und gutem Management. Trotzdem darf es sich nicht auf seiner Position als globaler Marktführer ausruhen und ich würde mir wünschen, dass K+S in seiner Kommunikation mehr Betonung auf Investitionen in die Zukunft legt und weniger darauf kurzfristige Gewinnprognosen zu erreichen. In der Zwischenzeit kann man in Deutschland viele andere spannende Aktien finden. Das weiß auch Warren Buffett.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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