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Die Deutsche Bank macht ernst, aber die Maßnahmen reichen noch nicht

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Die Deutsche Bank (WKN: 514000) steckt in einer Krise. Hier kannst du lesen, was ich aus den Veröffentlichungen für das Jahr 2015 darüber gelernt habe.

2015 war ein furchtbares Jahr

Die Zahlen für das Jahr 2015 waren bei der Deutschen Bank nicht schlecht, sie waren furchtbar. Für das ganze Jahr musste man einen Verlust in Höhe von 6,8 Milliarden Euro verbuchen. Es scheint noch kein Aufwärtstrend in Sicht zu sein, denn davon sind sogar 2,1 Milliarden Euro dem vierten Quartal zuzuordnen.

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Es ist zwar richtig, dass die neue Führung unter Jürgen Fitschen und John Cryan betont, dass die Verluste eine Begleiterscheinung von tiefgreifenden Maßnahmen im Konzern sind, aber trotzdem gefällt mir nicht, was ich sehe. Die Bank hat schockierend hohe Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 5,2 Milliarden Euro, was ein gigantischer Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist. 2014 waren es noch 2 Milliarden Euro.

Was haben Fitschen und Cryan in ihrem Brief an die Aktionäre dazu zu sagen? „Es lässt sich derzeit jedoch nicht sicher sagen, ob die vorhandenen Rückstellungen ausreichen, um die kompletten Kosten zu decken.“ Es könnten also noch mehr werden als 5,2 Milliarden Euro.

Ähnlich drastisch ist der Anstieg bei Abfindungen und Restrukturierungskosten. Diese betrugen 2015 ganze 1 Milliarden Euro, was mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr ist. Mich wundert nicht, dass die Deutsche Bank nicht positiv ins kommende Jahr blickt. Was ich allerdings nicht verstehe, ist, wieso sie betont, dass das laufende Quartal für die ganze Branche schlecht ausfalle und die Deutsche Bank hier schlichtweg keine Ausnahme sei. Es ist an der Zeit, dass die Deutsche Bank vor der eigenen Haustür kehrt.

Die Deutsche Bank lernt nicht dazu

Das Unternehmen kämpft schließlich mit tiefen strukturellen Problemen, allen voran mit der viel zu hohen Vergütung seiner bestbezahlten Angestellten.

Ich finde es unbedeutend, dass der Vorstand letztes Jahr 36 % weniger Vergütung zugeteilt bekommen hat. Viel entscheidender ist, dass immer noch 22,7 Millionen Euro gezahlt wurden. Die beiden Chefs haben jeweils 3,8 und 1,9 Millionen bekommen. Warren Buffett hat ein Gehalt von 100.000 US-Dollar im Jahr. Der Rest seines Reichtums hängt von der Entwicklung des von ihm geführten Unternehmens Berkshire Hathaway ab, da er einen großen Teil der Aktien besitzt. Daran könnten sich die Führungspositionen von Großbanken ein Beispiel nehmen.

Insgesamt scheinen die neuen Realitäten bei der Deutschen Bank noch nicht ganz angekommen zu sein. Schließlich stieg die Vergütung im letzten Jahr in der gesamten Bank trotz hoher Verluste um 500 Millionen Euro auf 10,5 Milliarden Euro. Es wurden sogar circa 3.000 neue Mitarbeiter angestellt, darunter viele Rechtsexperten, um mit den anhaltenden Streitigkeiten, in welche die Bank verwickelt ist, zurechtzukommen.

Trotz großer Reformbemühungen scheint die Deutsche Bank nach meiner Ansicht ihren eigenen Aussagen nicht ganz zu glauben. Besonders interessant finde ich diese Passage aus dem Brief an die Aktionäre:

„Deshalb haben wir bereits empfohlen, für die Geschäftsjahre 2015 und 2016 keine Dividende auszuschütten. Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, denn uns ist bewusst, dass dies die Rendite unserer Aktionäre verringert.“

Keine Dividende auszuschütten, muss allerdings gar nicht die Rendite verringern, schließlich könnte die einbehaltene Dividende für vielversprechende Investitionen genutzt werden und langfristig die Rendite für Aktionäre erhöhen. Mir kommt es so vor, als ob nicht einmal mehr die Deutsche Bank an ihre eigene Zukunft glaubt.

Fazit

Während die Deutsche Bank gerade schwer damit beschäftigt ist, ein weniger schlechtes Unternehmen zu werden, gibt es nach meiner Meinung viele andere Unternehmen, die mit jedem Tag besser werden. Solange also die Veränderungen bei der Deutschen Bank nicht deutlich radikaler ausfallen, ist die Aktie für mich nicht interessant und ich mache mich lieber auf die Suche nach den besten Unternehmen in Deutschland.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway.

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