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Wie du die Volatilität deines Aktienportfolios berechnest

Foto: Pixabay, 849356

Die Volatilität ist die Geißel vieler Investoren. Wenn die Kursbewegungen holprig sind und der Markt starken Schwankungen unterworfen ist, dann kann das zu emotional motivierten Fehlern bei deinen Investitionen führen und das kann dazu führen, dass du geringere Renditen erzielst. Wenn du aber weißt, wie du die Volatilität deines Portfolios berechnest, dann bekommst du ein besseres Gespür dafür, wie hoch die potenziellen Risiken sind.

Standardabweichung und Statistiken

Um die Volatilität zu analysieren, brauchst du einen Datensatz, der die Renditen zu bestimmten Intervallen während eines bestimmten Zeitraums enthält. Durch ein langes Intervall, wie ein Jahr zum Beispiel, kannst du viele nützliche Kennzahlen festhalten, aber das Problem besteht darin, dass dein Datensatz groß genug sein muss, um stichhaltige statistische Schlussfolgerung daraus zu gewinnen. Daher geben kürzere Intervalle über einen längeren Zeitraum oft bessere Ergebnisse, obwohl sie nur einen kurzfristigen Fokus haben, der nicht notwendigerweise mit den Haltezeiten konsistent der langfristigen Investoren sind.

Sobald du den Zeitrahmen und die Intervalle ausgewählt hast, messen wir die Rendite in jedem Intervall. Dann nehmen wir die Durchschnittsrendite über alle Intervalle hinweg. Das gibt dir einen Richtwert, mit dem du die tatsächliche Rendite des entsprechenden Intervalls vergleichen kannst.

Jetzt nimmst du die Rendite jedes Intervalls und ziehst davon die Durchschnittsrendite ab. Der Wert, der dabei herauskommt, ist die Outperformance oder die Underperformance verglichen mit der Durchschnittsrendite. Dann multiplizieren wir das Ergebnis mit sich selbst und halten das Ergebnis für jedes Intervall fest.

Wenn wir damit fertig sind, nehmen wir den Durchschnitt der Endergebnisse für die Intervalle. Davon ziehen wir die Quadratwurzel und heraus kommt die Standardabweichung deines Portfolios. Je höher die Abweichung desto volatiler werden die Renditen deines Portfolios sein.

Was uns die Standardabweichung nicht sagt

Es gibt aber ein paar Nachteile bei dieser Methode. Der wichtigste ist, dass diese Standardabweichungen annehmen, dass die Renditen gleichmäßig verteilt auftreten, wobei mehr Ergebnisse nahe dem Durchschnittswert liegen und weniger Ergebnisse weiter weg von diesem Durchschnitt. Tatsächlich sind die Portfoliorenditen aber oft asymmetrisch verteilt und können daher im Lauf der Zeit ungewöhnlich hoch oder niedrig ausfallen. Zusätzlich tendiert die Volatilität dazu, sich im Lauf der Zeit zu ändern, was der Annahme einer gleichmäßigen statistischen Verteilung der Renditen entgegensteht.

Trotzdem kann dir ein Blick auf die Standardabweichung deines Portfolios zumindest einen groben Überblick geben, wie volatil deine Investitionen sein werden. Das Risiko zu überwachen kann von unschätzbarer Wichtigkeit sein, um sicherzustellen, dass sich dein Portfolio so entwickelt, wie du es erwartest, ungeachtet der Marktbedingungen.
or low over time. In addition, volatility tends to change over time, challenging the assumption of an unchanging statistical distribution of returns.

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Dieser Artikel wurde auf Englisch verfasst und wurde am 06.03.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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