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3 Gründe, Aktien der Deutschen Bank zu kaufen

Foto: Deutsche Bank

Was ist bloß mit den europäischen Banken los? Auf den ersten Blick scheint es derzeit nicht gut um die Zukunft der Deutschen Bank (WKN:514000) und der europäischen Banken im Allgemeinen bestellt. Die Aktienkurse sind seit Jahresbeginn im Durchschnitt um mehr als 20 % gefallen, die der Deutschen Bank sogar zeitweise um 40 %. Ich sehe jedoch 3 gute Gründe, die für einen Kauf der Aktie sprechen.

Niedriges Kurs-Buchwert-Verhältnis

Der Kurs der Bank pendelte in den letzten Wochen zwischen 13,50 Euro und 17 Euro. Zum 31.12.2015 lag der Buchwert ohne immaterielle Vermögensgegenstände bei 37,90 Euro je Aktie. Der Kurs entspricht also nur etwa 46 % des Buchwertes (9.3.2016).

Damit ist die Bank das Schlusslicht unter den internationalen Großbanken. Hauptursache ist die Unsicherheit, die von den juristischen Auseinandersetzungen der Bank mit Investoren und Behörden auf der ganzen Welt ausgeht. Dafür wurden bereits 5,5 Milliarden Euro an Rückstellungen gebildet, jedoch hat CEO John Cryan bereits gewarnt, dass die Rückstellungen im laufenden Jahr weiter steigen werden.

Ein erster Lichtblick für dieses Jahr ist, dass er geringere Belastungen als im Vorjahr auf die Bank zukommen sieht, womit für das Gesamtjahr mit einem Gewinn und einem stagnierendem, bis steigendem Buchwert zu rechnen sein sollte.

Niedriges bereinigtes Kurs-Gewinn-Verhältnis

Betrachtet man die um Einmaleffekte wie Abschreibungen und Rückstellungen bereinigte Ertragskraft der Bank, ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von lediglich 5 für das Jahr 2015.

Wie kommt das?

Laut der Präsentation zu den Zahlen des vierten Quartals und des Gesamtjahres enthielt der Nettoverlust von 6,1 Milliarden Euro im letzten Jahr Sonderbelastungen von 12,2 Milliarden Euro. Bereinigt um diese Einmaleffekte hätte die Bank trotz des derzeitig niedrigen Zinsniveaus einen Gewinn von 6,1 Milliarden vor Steuern und etwa 4,3 Milliarden Euro nach Steuern erzielt, wenn ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt wird, wie ihn die Bank in normalen Jahren ohne große Abschreibungen und Rückstellungen häufig bezahlen musste.

Neuer Vorstand mit Sanierungserfahrung

John Cryan hat nach Amtsantritt einen glaubwürdigen und detaillierten Plan vorgelegt, an welchen Stellen Kosten gespart und in welchen Bereichen die Bank besser werden muss. Die Tatsache, dass in diesem Plan sehr detaillierte Zahlen genannt werden (beispielsweise soll im IT-Bereich die Zahl der operativen Systeme von 45 auf 4 gesenkt werden), spricht für mich für die Glaubwürdigkeit der genannten Einsparungsziele.

In vorherigen Sparprogrammen der Bank wurden häufig nur grobe Zielgrößen genannt. Details waren bisher Mangelware. Dass das vorgelegte Ziel für die Eigenkapitalrendite von 10 % die Erwartungen der Analysten nicht übertraf, ist für mich kaum verwunderlich, da Cryan dafür bekannt ist öffentlich niedrige Ziele zu verkünden, die letztendlich übertroffen werden sollen.

Sein Talent zur Bewältigung schwieriger Aufgaben hat Cryan jedenfalls bereits beim Umbau der UBS bewiesen, bei der er zwischen 2008 und 2011 als Group Chief Financial Officer tätig war und dabei maßgeblich am Umbau der Bank nach der Finanzkrise beteiligt war.

Fazit – Gute Aussichten für langfristig orientierte Investoren

Die Deutsche Bank sollte laut Aussagen des Vorstandes innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre in der Lage sein, die größten finanziellen Belastungen hinter sich zu lassen. Wann genau es soweit sein wird, kann jedoch niemand mit Gewissheit sagen.

Wenn dieser Punkt jedoch erreicht ist und der Vorstand zudem das Sanierungsprogramm abgeschlossen hat, gehe ich davon aus, dass die Bank wieder zu einem hochprofitablen Unternehmen werden wird, das seine Aktionäre mit einer satten Dividende und Aktienrückkäufen belohnen kann. Und spätestens dann rechne ich bei der Aktie wieder mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Niveau der Konkurrenz.

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Dennis Zeipert besitzt Aktien der Deutschen Bank. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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