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Warten auf EZB-Zinsentscheid, Enttäuschung über Merck-Ausblick, BASF im Übernahmekampf: Was du am Mittwoch wissen musst

Foto: Pixabay, McLac2000

Wieder einmal warten die Börsenprofis gespannt auf die Europäische Zentralbank (EZB), die am kommenden Donnerstag ihren Zinsentscheid bekannt geben wird. Die Mehrheit der Beobachter erwartet, dass die EZB nicht nur den Leitzins weiter senken, sondern auch den Umfang ihres Wertpapier-Kaufprogramms von derzeit 60 Milliarden Euro pro Monat ausweiten wird.

Beides wäre nach gängiger Lesart „gut“ für den Aktienmarkt. Deshalb überwog auf dem Parkett bereits am Mittwoch der Optimismus. In den ersten beiden Handelstagen hatte der DAX allerdings Verluste hinnehmen müssen…

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Was war an der Börse los?

Nach drei Wochen mit positivem Ausgang musste der deutsche Aktienmarkt am Montag einen kleinen Teil seiner jüngsten Gewinne wieder abgeben. Der DAX (WKN:846900) verlor 0,5 % auf 9.779 Punkte.

Am unteren Ende der DAX-Tabelle wurde die Vorzugsaktie von Volkswagen (WKN:766403) geparkt, die sich um mehr als 3 % verbilligte. Marktteilnehmer begründeten das Minus mit Presseberichten über das VW-Management, das schon Monate vor den offiziellen Enthüllungen über Abgasmanipulationen von den Missständen gewusst haben soll.

Im Fokus des Interesses standen die Anteilscheine des Chemieriesen BASF (WKN:BASF11). Am Wochenende hatte sich herumgesprochen, dass der Konzern die Fusion der US-Konkurrenten Dupont und Dow Chemical möglicherweise durch die Abgabe eines eigenen Übernahmeangebots für Dupont torpedieren werde. Dies wirkte sich zunächst negativ auf den Aktienkurs aus. Beim Handelsschluss zeigte die BASF-Aktie jedoch ein Plus von rund 0,5 %.

Am Dienstag war bereits am frühen Morgen zu erwarten, dass der Frankfurter Handel mit Verlusten eröffnen würde. Anlass für miese Stimmung waren chinesische Wirtschaftsdaten, laut denen die Exporte aus dem Reich der Mitte im Februar um ein Viertel zurückgegangen und die Importe um 14 % gesunken sind. Das deutsche Kursbarometer reagierte anfangs wie erwartet, konnte sich bis zum frühen Nachmittag jedoch in die Pluszone vorarbeiten. Nach einer schwachen Wall-Street-Eröffnung drehte der Leitindex wieder in den roten Bereich und zeigte beim XETRA-Schluss beim Stand von 9.693 Zählern ein Minus von 0,9 %.

Besonders schlimm erwischte es erneut die Volkswagen-Aktie, die um 4,1 % abrutschte. Die Meldungen aus China setzten auch den beiden anderen Autobauern zu: Anteilscheine von BMW (WKN:519000) verloren 2,3 % und Papiere von Daimler (WKN:710000) gaben 2,9 % ab.

Trotz guter Geschäftszahlen sank der Aktienkurs der Merck KGaA (WKN:659990) um 1,8 %. Marktteilnehmer begründeten dies mit dem verhaltenen Ausblick des Pharma- und Chemiekonzerns, der ein schwieriges Jahr für die Pharmasparte erwarten lasse.

Ein schwächelnder Euro, steigende Ölpreise und der bevorstehende Zinsentscheid der EZB verliehen dem DAX am Mittwoch neuen Auftrieb. Um 16:15 Uhr notierte der Standardwerteindex 0,8 % über seinem Vortagswert.

Wie geht es weiter?

Am Donnerstag (10.03.) trifft die EZB ihre Entscheidung über den Leitzins. Die Mehrheit der Marktteilnehmer erwartet eine weitere Senkung. Rechtzeitig vor dem Frankfurter Handelsstart verkünden der DAX-Absteiger K+S (WKN:KSAG88), Linde (WKN:648300) und die Hannover Rück (WKN:840221) ihre Jahreszahlen. In den USA wird die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht.

Am Freitag (11.03.) informieren uns die Statistiker über die deutschen Verbraucher- und Großhandelspreise im Februar sowie über die Insolvenzen im Dezember. Aus den USA erreichen uns Zahlen zur Entwicklung der Im- und Exportpreise im Februar.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool eine angenehme Restwoche.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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