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Müssen sich Facebook und Alphabet Sorgen über Adblocker machen?

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Letztes Jahr wurden die großen Marketingagenturen in den USA befragt, welche Auswirkung die verstärkte Nutzung von Adblockern von Endverbrauchern hätte. Die überwältigende Mehrheit von sage und schreibe 88 % sagte, dass Adblocking „nur wenig bis gar keine Auswirkungen“ auf die Ausgaben für Werbung hätte.

Ende letzten Sommers jedoch wurde ein weiterer Bericht veröffentlicht, der sich mit den negativen Auswirkungen von Adblockern auseinandersetzte, und scheinbar waren darin alles andere als gute Nachrichten für Facebook (WKN:A1JWVX) und Alphabet (WKN:A14Y6H) enthalten.

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Die Zuversicht von Facebook und Alphabet begründet sich dabei auf einigen wenigen Schlüsselfaktoren. Bisheriger Tenor: Adblocking wird sich nicht auf die Einnahmen auswirken, eine Meinung, mit der sie weitestgehend allein sind. Doch die Adblocker-Branche ändert sich schnell, und die beiden täten gut daran, ein bisschen weniger arrogant zu sein.

Quelle: Alphabet.xyz

Fakten, Fakten, Fakten

Bis Juni 2015 hat Adblocking die Marketing-Wirtschaft satte 21,8 Milliarden US-Dollar an entgangenen Einnahmen gekostest, und es wird erwartet, dass sich diese Zahl im Jahr 2016 auf 41,4 Milliarden US-Dollar quasi verdoppelt. Bis Mitte 2015 waren es weltweit rund 200 Millionen Internet-Nutzer, die mit einem Adblocker ins Netz gehen – 41 % als noch im Jahr zuvor. Dieser Aufwärtstrend für Adblocker setzte sich fort, und wer im digitalen Marketing unterwegs ist darf sich auf weitere Zunahme der Nutzerzahlen einstellen müssen.

Derzeit blenden etwa 6 % der weltweiten Internet-Nutzer Werbung aus. Im Jahr 2014 waren es noch 4,9 %. Mehr schlechte Neuigkeiten: In den USA ist Adblocking besonders beliebt. Dort sind es etwa 45 Millionen Nutzer, die keine Lust auf Banner und Autoplays haben. Das beträgt gut 16 % des Online-Markts.

Da es sich bei den USA um den mit Abstand wichtigsten Markt für Marketing handelt, ist diese Zahl besonders verheerend. Anders gesagt: In den USA wird Online Marketing am stärksten von der neuen Lust am Content-Ausblenden und damit am meisten von verlorenen Einnahmen getroffen.

Wie also können Facebook und Alphabet bei diesen Aussichten so locker bleiben? Gut, die erfolgreiche Durchdringung des Mobile-Markts sowie die immensen Nutzerzahlen haben beide auf ein anderes Level gehievt, wo man sich nicht mehr um die ganz so alltäglichen Probleme Sorgen machen muss. Außerdem kann man auf Facebook keine Spots blocken, weil, so das Unternehmen, „Werbung dafür sorgt, dasss Facebook kostenfrei bleibt.“

Keine Sorge

Und Alphabet, die größte Suchmaschine der Welt, ist schlichtweg zu riesig, um sich über 200 Millionen Menschen weltweit den Kopf zu zerbrechen. Alphabet teilt zwar keine spezifischen Suchdaten mit, hat aber eingeräumt, dass Schätzungen, die bei 1 Billion Suchanfrage liegen, nicht ganz verkehrt sind. Bei diesen Dimensionen kann man sicherlich auf ein paar hundert Millionen Nutzer verzichten.

Die Kehrseite: Nirgends werden so vielen Adblocker installiert wie auf Alphabet eigenem Browser, Chrome. 98 % aller Blocker werden für die Desktop-Versionen heruntergeladen. Aber da ohnehin gerade der Trend zu Mobile geht, dürften sich die Entwickler bald die mobilen Browser vornehmen.

Apple (WKN:865985) hat dem Markt einen guten Schreck verpasst, als sie ihrem iOs die Möglichkeit verliehen haben, Werbung auszublenden. Diese Funktion ist zwar noch im Anfangsstadium, allerdings sind sich Experten einig, dass es schon bald Standard sein wird, mobil werbefrei ins Internet gehen zu können. Und das kann dann zum Problem werden.

Facebooks Philosophie, auf der Seite keine Werbeblocker zuzulassen, hat trotzdem zu wachsenden Nutzerzahlen (Monthly Active Users, MAU) geführt. Im letzten Quartal konnte man 1,59 Milliarden MAUs vorweisen. Obschon Facebook das Adblocking untersagt, schaffen es doch 19 % der verfügbaren Adblocker, auf den Seiten sozialer Netzwerke Werbung zu verbannen. Je weiter sich diese Technik verbreitet, desto mehr könnte das für Facebook zur nervigen Angelegenheit werden.

Unter den Adblock-Nutzern sind Gamer die größte Gruppe, und das ist besonders schlecht für die vielen Video-Ads, die sich in den gratis Spielen verbergen, mit denen die App-Stores von Google und Apple randvoll gefüllt sind.

Die beiden großen Player werden sich bald damit auseinandersetzen müssen. Das ist weder für Alphabet noch für Facebook eine riesige Aufgabe, dafür sind beide zu gut und clever geführt. Es sei denn, einer von beiden verpennt diese Entwicklung, die sich für die Werbewelt immer mehr zu einem dominanten Thema entwickelt.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A Aktien), Alphabet (C Aktien), Apple und Facebook.

Dieser Artikel von Tim Brugger erschien am 1.3.2016 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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