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Kannst du aus BHP Billiton, Rio Tinto und Anglo American 50 % Rendite holen?

Quelle: Bereitgestellt von Fool.com

Im letzten Monat konnten die Bergbau-Giganten BHP Billiton (WKN:908101), Rio Tinto (WKN:855018) und Anglo American (WKN:A0MUKL) im zweistelligen Bereich zulegen, und das, obwohl BHP und Rio ihre Dividende gekürzt haben.

Was steckt hinter dem Optimismus? Ein Grund besteht wohl darin, dass die Resultate aus dem Jahr 2015 die Anleger beruhigen konnten. Es gab keine bösen Überraschungen. Sogar die Kürzung der Dividende wurde vielfach als Resultat vorsichtiger und wohlüberlegter Strategie gepriesen.

Und doch wollen sich zukünftige Profite nicht gerade lautstark ankündigen. Ich werde hier kurz erklären woran das liegt und weshalb die Erträge der Bergbauunternehmen für 2016 viel größer – oder auch geringer – ausfallen können.

Kleine Zahlen, große Wirkung?

Bei Bergbauunternehmen ist es in der Regel so: Ganz am Ende eines jeden Jahresberichts befindet sich eine Erklärung darüber, wie die Veränderungen von Rohstoffpreisen bzw. von Wechselkursen die Einnahmen der Unternehmen beeinflussen würden.

So sagt beispielsweise BHP, dass, sollte der Preis von Eisenerz um 1 US-Dollar pro Tonne steigen und sich sonst nichts ändern, der Nettoprofit für 2016 um 147 Millionen US-Dollar zulegt. Da BHP derzeit von einem Nettoprofit für 2016 von 873 Millionen US-Dollar ausgeht, kann schon eine kleine Änderung beim Preis von Eisenerz für den Profit eine große Auswirkung haben.

Anglo Americans Zahlen vom letzten Jahr belegen, dass Wechselkurse eine ebenso große Auswirkung haben können.

Fallende Rohstoffpreise sorgten dafür, dass Anglos Betriebsgewinn im Jahr 2015 um 4,2 Milliarden US-Dollar sank. Und die schwachen Währungen in jenen Ländern, in denen Anglos Minen beheimatet sind, sorgten wiederum für einen Betriebsgewinn von 1,8 Milliarden US-Dollar.

Insgesamt fiel der Betriebsgewinn 55 % auf 2,2 Milliarden US-Dollar. Wären die Umrechnungskurse bei fallenden Ölpreisen konstant geblieben, wären aus diesen Zahlen 97 % Verlust und bloß 190 Millionen US-Dollar Betriebsgewinn geworden!

Zukunftsprognosen

Rio Tintos „Sensitivitäten“ hängen von neun verschiedenen Parametern ab. BHP führt deren acht an, Anglo hingegen ganze 14. In der Realität stecken hinter diesen Kernzahlen noch eine ganze weitere Reihe anderer.

Das Problem: In der Praxis bewegen sich diese Faktoren nicht unabhängig voneinander. Rio Tinto erklärt es folgendermaßen: „Das Verhältnis zwischen Währungen und Rohstoffpreisen ist komplex. Die Bewegungen in den Währungen können die Rohstoffpreise beeinflussen und andersherum.“

So können große Ausschläge im Preis für Eisenerz den Wert des Australischen Dollar beeinflussen. Der Ölpreis beeinflusst die Betriebskosten – doch der Treibstoffpreis hängt in den verschiedenen Ländern wieder von den Wechselkursen ab.

Darüber hinaus bewegen sich die Preise für verschiedene Rohstoffe oft in unterschiedliche Richtungen. Während die Preise für Kohle sinken, können Eisenerz und Gold steigen.

Ganz klar: Profite von Bergbauunternehmen hängen von einer Vielzahl schwer einschätzbarer Einzelfaktoren ab. Komplex sind sie obendrein.

Ich wage die Prognose, dass die tatsächlichen Profite dieser drei Unternehmen für das Jahr 2016 ganz anders aussehen als viele Experten erwarten. Man kann einfach nicht so weit in die Zukunft schauen.

Nicht überzeugt? Dann ruf dir kurz in Erinnerung, dass im Zeitraum der letzten 12 Monate die allgemeine Erwartung für BHPs Einnahmen pro Aktie 2016 von 1,59 US-Dollar auf 0,18 US-Dollar pro Aktie gefallen ist. Ähnliche Prognosen machen Rio Tinto und Anglo American zu schaffen.

Für Aktionäre von Bergbauunternehmen sehe ich für 2016 viele Überraschungen voraus. Sollten sich die Marktbedingungen verbessern, sind große Renditen möglich.

Allerdings ist die Zukunft für einige Rohstoffe sehr unklar, ist doch das Angebot weit schneller gestiegen als die Nachfrage.

Wenn du also schon ein Investment im Bergbau hast, dann empfehle ich dir, dich auch mal in anderen Branchen umzusehen – ein divers aufgestelltes Portfolio schadet nie.

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The Motley Fool UK empfiehlt Rio Tinto. Dieser Artikel von Roland Head erschien am 7.3.2016 auf Fool.co.uk. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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