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Schau dir bitte mal diese 3 Tech-Aktien mit über 4 % Dividende an

Aktien mit hoher Dividende finden sich nicht überall – der Marktdurchschnitt liegt bei gerade mal 2 %. Im Tech-Sektor sieht es noch dünner aus, dort sparen die Unternehmen nämlich lieber jeden Cent, um Zukäufe zu tätigen oder das Geld in die Forschung zu stecken oder um sich gegen die nächste Baisse zu schützen.

Und doch gibt es ein paar Tech-Aktien, die eine Dividende doppelt über dem Marktdurchschnitt auszahlen. Drei unserer Fool-Autoren haben sich AT&T (WKN:A0HL9Z), Garmin (WKN:A1C06B) und Verizon (WKN:868402) für dich mal genauer angesehen.

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Keith Noonan (AT&T): AT&T bietet eine der stärksten Dividenden überhaupt: seit 31 Jahren wachsende Ausschüttung, außerdem grandioser Dividendenertrag. Bei 5,2 % steht man fast an der Spitze in der Tech-Branche, und das starke Geschäftsfundament sowie die mustergültige Ausschüttung machen diese Aktie als langfristige und weitestgehend risikofreie Anlage so wertvoll. In den vergangenen 12 Monaten konnte AT&T rund 8 % zulegen – der S&P 500 hingegen sank rund 8 %. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Unternehmens von 13 legt nahe, dass die Aktie guten Wert hat, auch wenn man den Rest des Markts stark outperformt.

Das Unternehmen ist vorrangig in der Telekommunikation beheimatet, deswegen konnte man den Sell-Offs in der Tech-Branche weistestgehend trotzen. Man konnte sogar an Wert zulegen. Zudem konnte man wichtige Partnerschaften und Zukäufe tun und damit spartenübergreifend profitieren. So konnte man mit DirecTV fusionieren, um sich gegen den Konkurrenten Verizon im 5G-Wettkampf zu wappnen und durchzusetzen.

AT&T setzt weiterhin stark auf die Cloud und andere Dienste, die das Kerngeschäft erweitern. In Sachen Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) ist man auch gut aufgestellt – das riesige Drahtlosnetzwerk von AT&T sowie Partnerschaften mit Salesforce.com und Intel bereitet das Unternehmen gut auf die Zukunft vor.

Da AT&T eine führende Position im mobilen Netzwerk einnimmt und zudem eine tolle Dividende zahlt, sollte man sich vor allem als Tech-Investor näher mit der Aktie bestellen.

Demitri Kalogeropoulos (Garmin): Garmins Einnahmen sind im letzten Jahr ungefähr 20 % zurückgegangen. Der Grund: Geringeres Interesse an GPS-Geräten in Fahrzeugen. Nicht überraschend also, dass die Aktie um denselben Wert gesunken ist. Die Dividende liegt bei knapp über 5 %.

Wenn man sich also diese sehr schöne Dividende holen will, muss man mit ein paar Risiken leben. Denn es steht nicht zu erwarten, dass die Einnahmen in diesem Jahr steigen – Fahrzeug-GPS stehen weiter nicht hoch im Kurs.

Garmin zahlt 2,04 US-Dollar pro Aktie. Man hat einen Profit von geschätzt 2,25 US-Dollar pro Aktie. Diese Zahl lässt nicht viel Platz für Wachstum.

Und doch sehen die Sparten abseits des Fahrzeuggeschäfts nicht schlecht aus. Investoren können hier also auf einen schnell wachsenden Trend wie Wearables aufspringen. Das Fitness-Segment ist im letzten Jahr 16 % gewachsen, bald dürfte diese Sparte die wichtigste im Unternehmen werden. Und das sind gute Neuigkeiten, liegen die Profitmargen bei Fitness doch bei 55 % gegenüber 44 % im Fahrzeuggeschäft.

Diese 55 % schlagen die vom Konkurrenten Fitbit (WKN:A14S7U), die 2016 bei lediglich 49 % liegen. Es wird zwar erwartet, dass Fitbit dieses Jahr die Verkäufe um 40 % steigert und die von Garmin eher gleich bleiben. Aber zurückhaltendere Investoren dürften sich von der hohen Rendite und der guten Aussichten auf profitables Wachstum beeindruck zeigen.

Daniel B. Kline (Verizon): Selbst unter soliden Dividendenaktien gilt Verizon als besonders beständig. Das Unternehmen bietet Zugang zum Internet wie auch Pay-TV an und konnte die Dividende seit 1984 beständig halten oder sogar erhöhen.

Zwischen 1998 und 2004 hielt man die Rate bei 1,54 US-Dollar pro Aktie, 2005 und 2006 blieb man bei 1,62 US-Dollar. In allen anderen Jahren stieg die Dividende. Das sind nun schon neun Jahre hintereinander mit steigender Auszahlung. Man darf erwarten, dass es dieses Jahr noch einmal nach oben geht, weil der Aktienwert steigt und die Dividende weiter bei über 4 % liegt.

Das Unternehmen hat es geschafft, sein Kerngeschäft – drahtloses Internet – klug und erfolgreich zu vermarkten. Darum erscheint es unwahrscheinlich, dass sich kurzfristig die Dinge zum Schlechten wenden. Die Qualität des Netzwerks ist hochwertig, das wurde von RootMetrics nachgewiesen, und darauf konnte man ein solides Geschäft aufbauen.

Dasselbe kann über das Breitband-Angebot gesagt werden, wo man stetig und unaufgeregt die Nutzerzahl vergrößert hat. Das Kabel-Angebot leidet unter denselben Problemen wie der Rest der Branche – dennoch handelt es sich bei den Zahlen eher um ein Tröpfeln und nicht um eine Flut.

Verizon ist nicht aufregend, dafür umso beständiger. Und in den nächsten Jahren dürfte sich nicht viel am Geschäftsmodell ändern. Ebenso wenig wie bei den Dividenden, die langsam aber sicher steigen. Seit über zehn Jahren schon kann man über 4 % erwarten. Wie gesagt: Es handelt sich nicht um eine besonders dynamische Aktie oder um ein Unternehmen, das plötzlich mit selbstfahrenden Autos, Jetpacks oder von Drohnen gelieferten Snacks um die Ecke kommt. Trotzdem, bzw. vielleicht sogar deswegen, lohnt es sich, mal einen Blick zu riskieren.

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The Motley Fool empfiehlt Verizon Communications. Dieser Artikel von Daniel B. Kline, Demitrios Kalogeropoulos und Keith Noonan erschien am 27.2.2016 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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