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Sind Lloyds Banking Group & Royal Dutch Shell wirklich ihr Geld wert?

Foto: Pixabay, succo

In den letzten Monaten, ach was Jahren gab es genug schlechte Nachrichten, um die Aktien von Banken und Energieunternehmen in den Keller zu schicken.

Der Finanzriese Lloyds (WKN:871784) und das Ölunternehmen Royal Dutch Shell (WKN:A0ER6S) fielen zu Beginn von 2016 auf neue Tiefstände seit mehreren Jahren. Allerdings konnten beide Aktien in letzter Zeit bemerkenswerte Gewinne verzeichnen. Shell ist seit Januar um 30 % nach oben geklettert und Lloyds hat 29 % hinzugewonnen.

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Preiswert oder teuer?

Trotz dieser Gewinne könnte man bei bloßer Betrachtung dieser Zahlen davon ausgehen, dass beide Unternehmen immer noch extrem billig sind. Bei Shell wird 2016 ein Gewinnrückgang um 30 % erwartet. Damit dürfte das Unternehmen allerdings ein KGV von 21,6 erreichen. Ein Wert um die 15 wird im Allgemeinen als ein attraktiver Wert angesehen.

Shell bietet jedoch eine Dividendenrendite von 7,9 %, wenn die vorhergesagte Ausschüttung von 180 US-Cent pro Aktie erreicht wird. Dies übertrifft den FTSE-Durchschnitt von 3,5 % deutlich. Daher dürfte dies ein paar Schnäppchenjäger anlocken.

Obwohl Llyods einen Gewinnrückgang von 11 % für dieses Jahr erwartet, wird das KGV bei nur 9,4 liegen. Genau wie Shell ist auch Lloyds für Dividendeninvestoren interessant. Die Auszahlung von 3,9 Pence entspricht einer saftigen Rendite von 5,4 %.

Aber sind diese Gewinn- und Dividendenzahlen Grund genug, um beide Unternehmen zu kaufen?

Eine brillante Bankenwahl

Im Falle von Lloyds dürften die Strafen in Zusammenhang mit den Kreditausfallversicherungen noch ein Schreckgespenst für Investoren darstellen.

Die Bank musste zwischen Oktober und Dezember 2,1 Milliarden Pfund beiseitelegen. Für 2018 wird eine weitere Lawine an Ansprüchen erwartet, wenn die dafür gültige Frist ausläuft. Der Vorsteuergewinn sank dadurch 2015 auf 1,6 Milliarden Pfund. 2014 waren es noch 1,8 Milliarden Pfund.

Allerdings tut Llyods alles, um seine Kosten zu reduzieren. Die Verschlankungsmaßnahmen zeigen Wirkung und haben die Erwartungen von 1 Milliarde Pfund Kosteneinsparung bis 2017 bereits übertroffen. Ich glaube, dass die Früchte des Wirtschaftswachstums in Großbritannien zu einer robusten Expansion von Lloyds über das Jahr hinaus führen.

In der Zwischenzeit wurden die Dividendenjäger von Lloyd ermutigt. Das Unternehmen entschied sich vergangene Woche, 2 Milliarden Pfund an die Aktionäre auszuschütten. Dies wurde durch eine sich stetig verbessernde CET1-Quote (Eigenkapitalquote) ermöglicht. Der weitere Kapitalaufbau deutet darauf hin, dass Investoren auch in Zukunft auf weitere großzügige Ausschüttungen hoffen können.

Hat Shell Probleme?

Im Gegensatz zu Llyods denke ich, dass Shell bei dem gegenwärtigen Preis sehr vorsichtig betrachtet werden muss.

In manchen Fällen können Aktien mit einem riesigen KGV gerechtfertigt sein, wenn sie ein glühend heißes Wachstumspotenzial haben. Aber das große Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Ölmarkt und den Einfluss auf die Aktienpreise der Ölmultis tragen nicht gerade zu einem robusten Gewinnwachstum bei.

Der Markt wartet verzweifelt auf eine abgestimmte Senkung der Fördermenge der OPEC-Mitglieder, der USA und Russlands, während sich die weltweite Nachfrage abschwächt. Aber bisher wurde noch keine Einigung erreicht. Dies übt einen erbarmungslosen Druck auf die bereits gut gefüllten Öllager aus.

Hinzukommt, dass die Reduktion von Investitionen und Anlagenverkäufe aus heutiger Sicht eine gute Entscheidung sind, aber solche Maßnahmen machen es unwahrscheinlich, dass die Gewinne auf lange Sicht schnell steigen.

Und diejenigen, die auf eine hohe Dividende hoffen, könnten ein böses Erwachen haben. Der vorhergesagte Gewinn von 111 Cents pro Aktie wird überschattet von der zu erwarteten Dividende. Die Übernahme von BG Group lässt kaum Platz, um die gegenwärtigen Vorhersagen zu erreichen. Ich glaube, dass der Ölgigant im Moment viel zu riskant ist.

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The Motley Fool UK empfiehlt Royal Dutch Shell.

Dieser Artikel wurde von Royston Wild auf Englisch verfasst und am 29.02.2016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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