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3 Fakten aus Warren Buffets Brief an die Aktionäre 2015

Quelle: The Motley Fool

Warren Buffetts aktueller Brief an die Aktionäre von Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) wurde letzten Samstag veröffentlicht. Daher wollte ich drei Dinge mit euch teilen, die ich als Investor daraus gelernt habe.

1. Der Kostenvorteil

Der für mich interessanteste Punkt war dieses Jahr, wie Buffett die Kostenvorteile von vielen der Unternehmen im Besitz von Berkshire zusammenfasste.

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Das kosteneffiziente Modell von Berkshire Hathaway Energy, eines von Berkshires fünf profitabelsten nicht-Versicherungsunternehmen verlangt 0,068 US-Dollar pro Kilowattstunde in Iowa. Der zweite große Energieversorger in Iowa verlangt 0,095 US-Dollar und die Preise der Versorgungsbetriebe in den angrenzenden Staaten sind genauso hoch.

„Diese herausragenden Zahlen erklären, warum [Berkshire Hathaway Energy] bei den Behörden so beliebt ist, wenn wir einen Versorgungsbetrieb in ihrem Zuständigkeitsgebiet kaufen wollen” schrieb Buffett. „Die Behörden wissen, dass das Unternehmen ein effizientes, sicheres und zuverlässiges Geschäft führen wird und auch unbeschränkte Mittel zur Verfügung hat, um Projekte zu finanzieren, die sinnvoll sind.”

Dasselbe trifft auch auf Burlington Northern Santa Fe zu, das größte Eisenbahnunternehmen, das Berkshire 2009 übernommen hat. Preisvergleiche zwischen Eisenbahnen sind schwierig, da die Unterschiede bei der Fracht und den Distanzen einfach zu groß sind, aber Buffetts zugegebenermaßen „unbeholfene” Analyse schätzt, dass BNSF einen Kostenvorteil hat, der es dem Unternehmen erlaubt, 40 % weniger pro Tonne und Meile zu verlangen als seine Mitbewerber.

Dann wäre natürlich noch Geico zu nennen, das Versicherungsunternehmen mit den günstigen Preisen. Das Versprechen von Geico, dass Neukunden mindestens 15 % in 15 Minuten oder weniger sparen können, beruht auf einem Modell, das kostenintensive Verkäufernetzwerke meidet und direkt an seine Kunden verkauft. Die Kosten lagen 2015 bei 14,7 % der Beiträge, was in dieser Branche nur USAA bieten kann.

In all diesen Fällen schafft dieser Kostenvorteil einen „dauerhaften Burggraben”, wie Buffett seinen Wettbewerbsvorteil zu nennen pflegt, den seine Konkurrenten nicht überschreiten können. Das erlaubt es Berkshire nicht nur weniger als die Konkurrenten zu verlangen und immer noch große Margen zu erhalten. Damit werden auch gute Beziehungen zu den Kunden und den Behörden aufgebaut.

2. Wichtige Anmerkungen zum Risiko

Risikomanagement ist für Berkshire wichtig, da das Unternehmen zu einem großen Teil aus Versicherungen besteht. Der Erfolg von Berkshire kann in dieser Hinsicht durch Buffetts Beobachtung zusammengefasst werden, dass Berkshire „deutlich konservativer ist und mehr Risiken vermeidet als die meisten großen Versicherer.”

Ein Schlüssel zu diesem Erfolg ist, dass Berkshire sich niemals übernimmt. „Die Natur unserer Versicherungsverträge ist, dass uns niemals unmittelbare oder kurzfristige Ansprüche entstehen können, die einen beträchtlichen Teil unserer Barreserven übersteigen würden.” schrieb Buffett. „Diese Struktur ist ein wichtiger Teil, der die wirtschaftliche Stärke von Berkshire bestimmt.”

Buffett erklärt weiter, dass die größten Unzulänglichkeiten der meisten Versicherer darin bestehen, dass sie kein Geschäft auslassen wollen, selbst wenn sie nicht ausreichend hohe Beiträge verlangen können, um ihre Risiken damit abzudecken. „Sie können einfach nicht nein zu einem Geschäft sagen, das ihre Konkurrenten sonst bekommen würden.” schrieb Buffett. „Das alte Lied ‚die anderen machen es ja auch so, also müssen wir das auch‘ ist in jeder Branche ein Anzeichen für Probleme, aber nirgendwo so sehr wie im Versicherungsgeschäft.”

Egal wie konservativ Berkshire arbeitet, Buffett erkennt an, dass einige Ereignisse Probleme schaffen werden – zum Beispiel ein Angriff auf die USA. Er erklärt:

Es gibt aber eine klare und imminente Gefahr für Berkshire, gegen die Charlie und ich machtlos sind. Diese Bedrohung ist auch eine der größten Bedrohungen für unsere Mitbürger: Ein „erfolgreicher” (zumindest aus dem Blickwinkel des Aggressors) biologischer, nuklearer, virtueller oder chemischer Angriff auf die USA. Das ist ein Risiko, das Berkshire mit allen anderen amerikanischen Unternehmen teilt.

Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Massenvernichtung ist sehr klein. Es ist mehr als 70 Jahre her, seit ich die Washington Post mit der Schlagzeile ausgeliefert habe, dass die USA die Atombombe geworfen hatten. Danach wurde es ein paar Mal richtig knapp, aber die Katastrophe konnte vermieden werden. Wir können unserer Regierung – und dem Glück – dafür danken.

Trotzdem wird diese kleine Wahrscheinlichkeit langfristig größer. (Wenn es nur einer Chance von 1 zu 30 gibt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass es mindestens einmal in hundert Jahren passiert 96,6 %). Die zusätzlichen schlechten Nachrichten sind, dass es immer Leute und Organisationen geben wird und vielleicht auch Nationen, die unserem Land gerne einen Totalschaden verpassen würden. Deren Möglichkeiten, das zu erreichen, haben sich während meines Lebens exponentiell erhöht.

3. Die Partnerschaft mit 3G Capital

Buffett nahm sich in seinem Brief auch die Zeit, über 3G Capital zu schreiben, eine brasilianische Investmentfirma, mit der Berkshire eine Partnerschaft eingegangen ist, um in Kraft Heinz und Tim Hortons zu investieren. Wie Buffett erklärte, nutzen die beiden Unternehmen verschiedene Strategien, um Investitionen zu finden:

Deren Methode, mit der sie auch außerordentlich erfolgreich sind, besteht darin Unternehmen zu kaufen, die die Möglichkeit bieten, unnötige Kosten zu sparen und dann stellen sie sehr schnell sicher, dass das auch durchgeführt wird.

… Bei Berkshire streben wir auch nach Effizienz und hassen Bürokratie. Um unsere Ziele zu erreichen, folgen wir einem Ansatz, der aufgeblähte Strukturen vermeidet, um Unternehmen wie PCC zu kaufen, die schon lange von kostenbewussten und effizienten Managern geleitet wurden. Nach dem Kauf besteht unsere Rolle einfach darin, ein Umfeld zu schaffen, in dem diese CEOs – und ihre Nachfolger, die üblicherweise gleichgesinnt sind – ihre Effizienz voll ausschöpfen können und Freude aus ihrer Arbeit gewinnen.

Trotz dieser verschiedenen Ansätze merkte Buffett an, dass Berkshire und 3G Capital die Leidenschaft teilen, große Unternehmen, die grundlegende Bedürfnisse bedienen, zu kaufen, aufzubauen und zu halten. Da Berkshire weiterwächst, wird es wahrscheinlich weniger Übernahmen vornehmen, die diese strengen Kriterien erfüllen. Eine Möglichkeit, um in dieser kargen Landschaft neue Investitionen zu finden, ist, sich mit anderen Investoren zusammenzuschließen, die einen anderen Blickwinkel haben.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Berkshire Hathaway.

Dieser Artikel wurde von John Maxfield  auf Englisch verfasst und wurde am 29.02.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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